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Mi, 08:10 Uhr
21.09.2016
Finissage zur Kisker Schau im Heringer Schloss

Jede Erkenntnis lebt nur bis zur nächsten

Am Samstag mwird es im Schloss in Heringen die Finissage zur umfänglichen Bilderschau "Aufzeichnungen" von Karin Kisker geben. Der Besucher sieht Aufzeichnungen auf große Leinwände, auf denen sie beispielsweise die Kreuzigung von Jesus in dunkler Tönung darstellt, aber auch mit Farbnuancierungen, die in den Bann ziehen...

Zeitepochen führt Kisker vor Augen, auf denen ein verführerisches Blau leuchtet oder den Rinderwahnsinn. Dann gibt es etwas kleinere Gemälde, sogenannte Nähbilder, auch auf Leinwand aufgetragen, die dann mit der Nähmaschine auf Karton befestigt wurden sie waren von ihr aus eigenen größeren Kompositionen „herausgeschaut“ und zugeschnitten worden.

Dann gibt es Motive von satten späten Herbstagen oder von gleißender Helligkeit. Oder farbige Zeichnungen tragen geheimnisvolle Gestalten, die sich in Umgebungen versammeln, die auch enträtselt werden wollen. Kisker gestattet auch Blicke auf ihre Skizzen, etwa A 4 groß. Das sind jedoch keine Bildfindungen, die man dann in Vergrößerungen sehen wird. Wiederholungen gibt es bei ihr nicht, dafür ist ihr Einfallsreichtum zu ausgeprägt.

Denn, so sagte sie einmal, „Jedes Bild wartet, dass die Zeit seiner Geburt reift.“ Für sie ist es eine aufregende Erfahrung, körperlich real Existierendes aus der Vision zu gestalten und Formen zu sehen, die sich ständig ändern. Und: „Jede Erkenntnis lebt nur bis zur nächsten!“ In ihren Bildern, egal auf welchem Material, in welcher Größe, in welcher Farbigkeit fließen die Grenzen zwischen Abstraktion und Gegenstand, zwischen Vision und Realität ineinander. In ihre Bilder arbeitet sie gern auch verschiedene Materialien ein, sehr gern welche, die Strukturen erzeugen. Sie verwendet unterschiedliche Binder und bringt so Farben zueinander, die sich eigentlich abstoßen, die dann aber letztendlich doch in eigenwilligen Strukturen harmonieren.

Karin Kisker ist ja ein vielseitig künstlerisch ausgestatteter Mensch. So sind auch das Schreiben, das Philosophieren, das Rezitieren ihr Element. Übriges, auch im Sticken gelingt ihr Kunstvolles.

Finissage zur Ausstellung von Karin Kisker im Heringer Schloss (Foto: Heidelore Kneffel)
Da sie an diesem 24.9. Geburtstag hat, wird sie von der Interessengemeinschaft Schloss Heringen z. B. überrascht mit Klängen vom „Evergreen Swingtett“. Es ist klar, dass auch die Mitglieder der „Dichterstätte Sarah Kirsch“ etwas Geburtstägliches mitbringen. Unter dem Titel „Licht und Farbe schwingt von Welt zu Welt“ wird das Malerische im Schaffen des Dichters Hermann Hesse beleuchtet. Man kann die Gläser klingen lassen, man kann im Schlosscafé schlemmen, man kann also einen abwechslungsreichen Nachmittag im Heringer Schloss verbringen. Ein herzliches Willkommen im Namen der Künstlerin!
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