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Mi, 06:18 Uhr
21.09.2016
Wacker spielt unter Flutlicht

"Rassiges Spiel ohne Taktieren"

Das wünscht sich der Meuselwitzer Trainer Heiko Weber am Freitagabend im Albert-Kurtz-Sportpark. Und er macht sich Hoffnung auf einen Sieg. Olaf Schulze sprach mit dem Fußball-Lehrer...

Der Fußballlehrer Heiko Weber wurde am Harz geboren (Thale) und beim FC Carl Zeiss erst als Spieler eine Legende und später als Trainer, der die Jenaer 2006 sensationell in die 2. Bundesliga führte. Nach Stationen in Cottbus, wieder in Jena und schließlich in Markranstädt kam der 51-jährige im Frühsommer 2015 nach Meuselwitz, wo er als Cheftrainer die sportlichen Geschicke leitet.

nnz: Ist die Reise an den Harz für Sie als Thalenser etwas besonderes und haben Sie noch Verbindungen in die alte Heimat?

Heiko Weber: Ja, natürlich habe ich noch gute Kontakte in die Heimat nach Wernigerode. Das wird sich auch nicht ändern.

nnz: Am vergangenen Sonntag verpassten ihre Jungs den ersten Saisonsieg nur knapp. Wie tief sitzt dieser Stachel noch?

Heiko Weber: Es war ärgerlich, denn wir haben 70 Minuten richtig gut gespielt und kassieren mit dem ersten Torschuss des Gegners ein Tor. Da gingen die Köpfe bei meinen Jungs nach unten. Wir haben in sieben Spielen acht Tore bekommen und nur zwei geschossen. Da liegt unser Problem und wir müssen besser werden.

nnz: Am Freitagabend treffen zwei verunsicherte Teams aufeinander, die beide gewinnen müssen. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, nach acht Spielen endlich den ersten Saisonsieg zu feiern?

Heiko Weber: Wir haben gegen den BAK und Cottbus richtig gute Spiele gemacht und nur knapp verloren. Nordhausen beschreitet einen komplett anderen Weg als wir, die investieren viel in den Kader und wollen unbedingt aufsteigen. Für uns ist das Spiel einen absolute Herausforderung und die nehmen wir an.

nnz: Wacker war von vielen vor der Spielzeit als Liga-Favorit gehandelt worden, auch von Ihnen. Wie erklären Sie sich als außenstehender Experte das bisher bescheidene Auftreten der Nordhäuser?

Heiko Weber: Es braucht immer Zeit, wenn eine Mannschaft neu zusammengestellt wird. Kontinuität und Zeit sind die wichtigsten Faktoren sportlicher Entwicklung. Das macht es ja gerade so spannend.

nnz: Ihr ehemaliger Club Carl Zeiss dominiert die Liga nach Belieben. Der ZFC war das erste Opfer am 1. Spieltag. Ziehen die Jenaer das durch und wie schätzen Sie das Potential des FCC ein?

Heiko Weber: Also wir haben uns nicht als Opfer gesehen. Ich habe nur noch wenig Kontakt nach Jena, freue mich aber für den Trainer. Vielleicht können sie mit den alten Tugenden einmal wieder das werden, was sie mal waren. Jena und Cottbus werden eine wichtige Rolle beim Kampf um die Meisterschaft spielen.

nnz: Sie haben nur drei Punkte aus sieben Spielen holen können. Ist Ihre Truppe vielleicht doch zu jung und unerfahren für diese ausgeglichene Liga?

Heiko Weber: Nein, wir sind nicht zu jung und auch nicht zu unerfahren. Wir haben in drei Spielen gezeigt, was wir können und werden uns weiter verbessern.

nnz: In der letzten Spielzeit gab es hier ein aus Ihrer Sicht unglückliches 2:2 in letzter Minute. Würden Sie dieses Resultat heute als Ergebnis zufriedenstellen?

Heiko Weber: Das kann ich so nicht sagen, das kommt ganz auf den Spielverlauf an. Man muss immer das ganze Spiel betrachten. Wir spielen jedenfalls voll auf Sieg. Das Spiel im letzten Jahr war doch ganz nach dem Geschmack der Zuschauer: Flutlichtatmosphäre und ein rassiges Spiel ohne viel Taktieren. Das wünsche ich mir für den Freitagabend auch wieder.

Das Gespräch führte Olaf Schulze
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