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Di, 11:30 Uhr
20.09.2016
Wirtschaftsrat fordert Erhöhung der Forschungsausgaben

Forschung und Entwicklung hinken hinterher

Der Thüringer Landesverband des CDU-Wirtschaftsrat fordert die Landesregierung zu mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung auf. Einzelheiten wie immer in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...


„Die Innovationskraft unserer Wirtschaft ist die Voraussetzung für Wohlstand. Hier hinken wir hinter anderen Bundesländern hinterher“, sagt Landesgeschäftsführer Andreas Elm von Liebschwitz.

Laut einer aktuellen Studie des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft schafft es unser Freistaat nicht, das Ziel der Bundesregierung und der EU zu erreichen, die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern.

Richtungsweisend stehe Baden-Württemberg im Vergleich. Hier wenden allein die Unternehmen einen Betrag von 3,8 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung für Forschung und Entwicklung auf. Zusammen mit den entsprechenden steuerfinanzierten Aktivitäten von Hochschulen und staatlichen Instituten ergibt sich eine Gesamtquote von 4,8 Prozent.
In Thüringen hingegen machen die Gesamtausgaben mit 2,17 Prozent weit weniger als die nötigen drei Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung aus.

Landesgeschäftsführer Andreas Elm von Liebschwitz sieht erheblichen Nachholbedarf: „Thüringen muss in den kommenden Jahren stärker zu einer Wissens- und Gründergesellschaft werden, um die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts zu gewährleisten. Ein immer höherer Anteil der Wertschöpfung, entfällt auf Wirtschaftsbranchen, die durch besonders hohe Wissensintensität gekennzeichnet sind. Die Forschungspolitik muss sich darauf konzentrieren, hoch qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, das geistige Eigentum unbürokratischer abzusichern sowie die innovationspolitischen Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern.“

Kurzfristige Verbesserungen könnten bereits mit einer Beschleunigung der Bewilligungsverfahren seitens der Thüringer Aufbaubank TAB erzielt werden. Eine frühere Marktreife innovativer Ideen erhöhe Wettbewerbschancen zusätzlich. Dies und generell höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung bildeten die Grundlagen für wirtschaftspolitische Erfolge und seien damit allemal sinnvoller als zusätzliche Sozialausgaben.
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