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Fr, 15:52 Uhr
20.07.2001

Keine Mehrheiten für oder gegen Dewes

Nordhausen/Erfurt (nnz). Am gestrigen Abend trafen sich in Erfurt die 23 Kreisvorsitzenden der Thüringer SPD. Seitens des Nordhäuser Kreisverbandes nahm Uwe Kramer an der Unterredung teil. Für nnz hat er seine Eindrücke des Treffens zusammengefasst.


Entgegen der in einer Tageszeitung gemachten Aussagen war mein Eindruck nicht, dass es eindeutige Mehrheiten für oder gegen Richards Kandidatur gibt. Es ist kontrovers diskutiert worden, es gab Fürsprecher und ablehnende Haltungen. Es stand nicht zur Diskussion, dass Christoph Matschie unser erster Mann ist und als Spitzenkandidat ins Rennen gehen soll. Richard soll für viele wieder eine stärkere Rolle spielen. Nur ist auch für viele schwer vorstellbar, wie dies organisiert werden kann oder funktionieren soll, ohne dass die Stellung von Christoph Schaden nimmt. Aus meiner Sicht suchen viele eine Möglichkeit, Richards Format, Bekanntheit und Kompetenz zu nutzen, haben aber gleichzeitig die Befürchtung, dass er auf Dauer nicht in der zweiten Reihe bleiben wird. Konsens gab es aus meiner Sicht zu folgenden Fragen:

1.Die gesamte Diskussion in der Öffentlichkeit ist katastrophal.

2.Grundproblem liegt nicht in der Parteiarbeit auf Landesebene sondern in der Landtagsfraktion.

3.Christoph Matschie ist und bleibt der 1. Mann.

4.Die Runde der Kreisvorsitzenden kann nur beratend sein und ist kein Gremium, welches abstimmt oder Entscheidungen treffen kann. Dieses kann nur ein Parteitag tun.

Ich habe mich zu einem frühen Zeitpunkt zu Wort gemeldet und versucht, die Stimmung in Nordhausen folgendermaßen zu beschreiben: Der Kreisverband Nordhausen unterstützt Christoph Matschie als Vorsitzenden und künftigen Spitzenkandidaten. Gleichzeitig wünschen wir uns auch eine stärkeres Engagement von Richard Dewes und seine Einbindung bzw. eine konstruktive Zusammenarbeit mit Christoph. Richard hat in weiten Teilen des Nordhäuser Kreisverbandes einen starken Rückhalt, der derzeitige öffentliche Umgang mit ihm ist unwürdig. Wir sind weiterhin sehr unzufrieden mit der Arbeit und der öffentlichen Wirkung der Landtagsfraktion (leider war Heiko Gentzel trotz öffentlicher Ankündigung nicht anwesend). Wir möchten, dass nicht auf diese Weise in der Öffentlichkeit Konflikte ausgetragen werden. Es muss möglich sein besser miteinander zu kommunizieren bzw. auch die Sacharbeit wieder stärker in den Vordergrund zu schieben.
Uwe Kramer, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Nordhausen
Autor: nnz

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