Fr, 15:35 Uhr
22.07.2016
Wenn Wacker in der dritten Liga spielt...
Kleofas: Spiele auch in Halle oder Erfurt
Der Weg in die 3. Bundesliga des deutschen Fußballs ist für Wacker Nordhausen noch weit. Doch der Verein hat sich mit alldem, was dazugehört, auf den Weg dorthin gemacht. Wacker-Präsident Nico Kleofas befragten wir nach einer Wegbeschreibung...
Albersinger, Kleofas (Foto: Bernd Peter)
Kleofas im Gespräch mit Cheftrainer Albersinger
Mit dem vor zwei Monaten begonnenen Umbau der sportlichen Abteilung, mit den Neuverpflichtungen und den Abgängen - auch die sollte man unter diesem Aspekt sehen - ist dieser Weg gestartet worden. Wir hatten darüber ausführlich berichtet. Das war vor einem Vierteljahr.
Nun, drei Monate später, ist das, was Präsident Kleofas im nnz-Gespräch ankündigte, Realität. Von Albersinger über Gaudino bis schließlich Sailer. Das sportliche Gerüst steht, das Ziel kann in Angriff genommen werden.
Im Gespräch mit nnz sagt der Wacker-Präsident: "Wir müssen heute nicht mehr drumherum reden. Na klar, die dritte Liga ist das Ziel, das wir anstreben. Doch ich gebe zu bedenken, dass es nicht unbedingt am Ende dieser Saison sein muss. Nicht umsonst haben wird den neuen Spielern Verträge über zwei Spielzeiten gegeben."
Der Kader wird in den kommenden Tagen final zusammengeschweißt. Für die Regionalliga-Mannschaft heißt das zahlenmäßig: 22 Feldspieler und drei Torhüter. Noch nicht geklärt ist die Kapitänsfrage. Nils Pfingsten-Reddig hat seine letzte vertraglich gebundene Saison vor sich. Er hat die Binde abgegeben und will sich jetzt nur noch auf das Fußballspielen konzentrieren. Das ist gut und richtig so, denn immer noch können die "jungen Wilden" von seinen Erfahrungen lernen.
"Der Trainer und der sportliche Leiter werden eine Mannschaft zusammenstellen, in der jeder, der unser Trikot trägt, rein will. Das muss das Ziel sein und darum muss gekämpft werden", gibt Kleofas vor. Dazu gehört auch, dass in die Verträge der Neuzugänge ein Passus geschrieben wurde, der sie verpflichtet in die Nordhäuser Region zu ziehen. Die Zeit des Hin- und Herfahrens sei vorbei. Mehr noch, die Spieler sollen sich mit den Fans und der Region identifizieren. Bekannt wurde schon, dass Marco Sailer mit Familie nach Nordhausen oder Umgebung ziehen wird. David Schloffer zum Beispiel zieht von Graz nach Werther.
Also, der Zug in Richtung dritte Liga ist in Nordhausen abgefahren. Und wie sieht es beim wichtigen Begleitpersonal aus? "Wir hatten in den zurückliegenden Wochen auflockernde und erfrischende Gespräche mit Vertretern der Stadtverwaltung. Auf dem Gelände des Albert-Kuntz-Sportparks wird ein Ausweichplatz hergerichtet, auf dem dann auch Dritt-Liga-Spiele ausgetragen werden können", sagt Kleofas.
Und sollte es zu den sogenannten Hochsicherheitsspielen kommen, dann sind Fahrten nach Halle oder Erfurt vielleicht auch kein Thema mehr. Das jedoch will Nico Kleofas nicht kommentieren, genauso wenig wie die Tatsache, dass Nordhausen seitens der Landesregierung erst in die Förderperiode 2018/19 kommen könnte. Doch immer noch gibt es die Möglichkeit, mit dem Stadionum- oder -neubau bereits früher zu beginnen - fördermittelunschädlicher Vorhabensbeginn hat das Zauberwort im Verwaltungsdeutsch.
Es gibt viel zu tun für das Gebilde, das sich Fußballsportverein in Nordhausen nennt. "Wir wollen den Weg jetzt gehen, wollen es anpacken, aber wir können leider auch nicht zaubern", sagt der Präsident, der heute Geburtstag hat, zum Abschluss des Gespräches und meint lächelnd, dass die Regionalligamannschaft erst einmal über den Winter kommen muss. Aus Erfahrung der zurückliegenden beiden Serien wissen Kenner der Nordhäuser Fußballszene, was damit gemeint ist.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Albersinger, Kleofas (Foto: Bernd Peter)
Kleofas im Gespräch mit Cheftrainer Albersinger
Mit dem vor zwei Monaten begonnenen Umbau der sportlichen Abteilung, mit den Neuverpflichtungen und den Abgängen - auch die sollte man unter diesem Aspekt sehen - ist dieser Weg gestartet worden. Wir hatten darüber ausführlich berichtet. Das war vor einem Vierteljahr.
Nun, drei Monate später, ist das, was Präsident Kleofas im nnz-Gespräch ankündigte, Realität. Von Albersinger über Gaudino bis schließlich Sailer. Das sportliche Gerüst steht, das Ziel kann in Angriff genommen werden.
Im Gespräch mit nnz sagt der Wacker-Präsident: "Wir müssen heute nicht mehr drumherum reden. Na klar, die dritte Liga ist das Ziel, das wir anstreben. Doch ich gebe zu bedenken, dass es nicht unbedingt am Ende dieser Saison sein muss. Nicht umsonst haben wird den neuen Spielern Verträge über zwei Spielzeiten gegeben."
Der Kader wird in den kommenden Tagen final zusammengeschweißt. Für die Regionalliga-Mannschaft heißt das zahlenmäßig: 22 Feldspieler und drei Torhüter. Noch nicht geklärt ist die Kapitänsfrage. Nils Pfingsten-Reddig hat seine letzte vertraglich gebundene Saison vor sich. Er hat die Binde abgegeben und will sich jetzt nur noch auf das Fußballspielen konzentrieren. Das ist gut und richtig so, denn immer noch können die "jungen Wilden" von seinen Erfahrungen lernen.
"Der Trainer und der sportliche Leiter werden eine Mannschaft zusammenstellen, in der jeder, der unser Trikot trägt, rein will. Das muss das Ziel sein und darum muss gekämpft werden", gibt Kleofas vor. Dazu gehört auch, dass in die Verträge der Neuzugänge ein Passus geschrieben wurde, der sie verpflichtet in die Nordhäuser Region zu ziehen. Die Zeit des Hin- und Herfahrens sei vorbei. Mehr noch, die Spieler sollen sich mit den Fans und der Region identifizieren. Bekannt wurde schon, dass Marco Sailer mit Familie nach Nordhausen oder Umgebung ziehen wird. David Schloffer zum Beispiel zieht von Graz nach Werther.
Also, der Zug in Richtung dritte Liga ist in Nordhausen abgefahren. Und wie sieht es beim wichtigen Begleitpersonal aus? "Wir hatten in den zurückliegenden Wochen auflockernde und erfrischende Gespräche mit Vertretern der Stadtverwaltung. Auf dem Gelände des Albert-Kuntz-Sportparks wird ein Ausweichplatz hergerichtet, auf dem dann auch Dritt-Liga-Spiele ausgetragen werden können", sagt Kleofas.
Und sollte es zu den sogenannten Hochsicherheitsspielen kommen, dann sind Fahrten nach Halle oder Erfurt vielleicht auch kein Thema mehr. Das jedoch will Nico Kleofas nicht kommentieren, genauso wenig wie die Tatsache, dass Nordhausen seitens der Landesregierung erst in die Förderperiode 2018/19 kommen könnte. Doch immer noch gibt es die Möglichkeit, mit dem Stadionum- oder -neubau bereits früher zu beginnen - fördermittelunschädlicher Vorhabensbeginn hat das Zauberwort im Verwaltungsdeutsch.
Es gibt viel zu tun für das Gebilde, das sich Fußballsportverein in Nordhausen nennt. "Wir wollen den Weg jetzt gehen, wollen es anpacken, aber wir können leider auch nicht zaubern", sagt der Präsident, der heute Geburtstag hat, zum Abschluss des Gespräches und meint lächelnd, dass die Regionalligamannschaft erst einmal über den Winter kommen muss. Aus Erfahrung der zurückliegenden beiden Serien wissen Kenner der Nordhäuser Fußballszene, was damit gemeint ist.
Peter-Stefan Greiner

