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Sa, 07:46 Uhr
09.07.2016
IHK Unternehmensbarometer

Wachstumstreiber Digitalisierung

Die Digitalisierung wird für die Wirtschaft zunehmend zum Wachstumstreiber. Fast jedes zweite Thüringer Unternehmen kann hierdurch seine Umsätze erhöhen und sieht Chancen für neue Geschäftsmodelle. Dies ergab das IHK-Unternehmensbarometer 2016, an dem sich über 1.600 Betriebe bundesweit beteiligt haben, darunter auch 110 aus dem Freistaat...

Mit fortschreitender Digitalisierung nimmt die Komplexität zu und die Firmen setzen sich intensiver mit den Herausforderungen auseinander. Demnach fühlen sich erst knapp 30 Prozent in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt.

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„Als wesentliche Herausforderungen sehen die Firmen einen hohen Investitionsbedarf (82 Prozent) und die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter für Entwicklung, Umgang und Wartung der digitalen Technologien (83 Prozent). Zugleich fühlen sich rund drei Viertel der Unternehmen steigenden Sicherheitsrisiken ausgesetzt“, informiert Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.
Zukünftig werde die Sicherheit der unternehmenseigenen IT-Infrastruktur zum entscheidenden Faktor. „Datensicherheit und Datenschutz bereiten den meisten Befragten große Sorgen“, so Grusser. Damit verbundene rechtliche Unsicherheiten würden von mehr als der Hälfte als Hemmnis bei der Digitalisierung ihres Unternehmens angesehen. Darüber hinaus trieben die Firmenchefs vor allem Fragen zu Arbeitszeitregelungen, Haftungsrecht, vertrags- und wettbewerbsrechtlichen Aspekten um.

Grundsätzlich werde der Einsatz von computergestützter Rechentechnik und entsprechender Software ein immer stärkerer Wachstumstreiber für die Wirtschaft. Fast jedes zweite Unternehmen hätte durch die Digitalisierung seine Umsätze erhöhen können; sieben Prozent müssten Verluste einkalkulieren. Letzteres betreffe vor allem die Finanzwirtschaft, aber auch Teile des Handels und der Industrie.

Zur Kundenakquise und Kontaktpflege nutzten viele der Unternehmen soziale Medien wie Facebook, Xing, Twitter oder Blogs. Aber auch Cloud-Anwendungen, digitale Plattformen oder 3D-Druck-Verfahren kämen im Betriebsprozess immer mehr zum Einsatz. Dafür sei jedoch ein ausreichender Breitbandanschluss nötig, der derzeit noch nicht flächendeckend zur Verfügung steht.

„IT-Sicherheit, Weiterbildung und Investitionen haben oberste Priorität für Unternehmen auf ihrem Weg in die digitale Welt. Das ‚Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0‘ kann dabei professionell unterstützen und praktische Umsetzungswege aufzeigen“, erläutert der IHK-Chef. So habe das Zentrum beispielsweise einen digitalen Selbstcheck für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt und berät bei allen Fragen rund um die Digitalisierung und Vernetzung betrieblicher Abläufe.
Autor: red

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