Di, 06:52 Uhr
21.06.2016
Südharzer Imkergemeinschaft
Was im Handwagen begann...
Was im Januar im Sachswerfer Handwagen begann, hat nun an der Hochschule Nordhausen ein gutes Ende gefunden. Die Teilnehmer des Anfängerkurses des Landesverbandes Thüringer Imker bekamen ihre Zertifikate überreicht. Aber nun der Reihe nach. Thomas Soszynski berichtet...
Am Bienenwagen (Foto: Th. Soszynski)
Im Januar hatten sich rund 40 Interessierte im Sachswerfer Handwagen getroffen, um mit einem sechsmonatigen Lehrgang den Grundstein für ihr neues Hobby, die Imkerei, zu legen. Inzwischen liegen mehrere Wochenendseminare hinter ihnen. Seit Anfang April haben viele der Kursteilnehmer unter Anleitung ihrer Imkerpaten bereits an den eigenen Bienenvölkern gearbeitet und den ersten eigenen Honig geerntet. Die letzte Hürde wurde nun im Abschlussseminar genommen.
Die drei Imkervereine des Landkreises packten die Gelegenheit beim Schopf und stellten sich den Jungimkern vor. Dabei ging es keinesfalls darum Mitglieder anderer Vereine abzuwerben, sondern den jungen Bienenfreunden zu zeigen, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten in Vereinen organisiert zu sein und welche Vorteile damit verbunden sind. Die drei Vereine sind sich auch einig, in Zukunft mehr miteinander zu reden, zu arbeiten und zu organisieren.
Der Vorsitzende des Landesverbandes, Frank Reichardt, bekräftigte, dass es auch im kommenden Herbst einen Schnupperkurs und im nächsten Jahr einen Anfängerkurs geben wird. Die Südharzer Imkergemeinschaft hat sich bereits darauf eingestellt und Ideen entwickelt.
Aber nun zurück zum Anfängerkurs. Imkerfreund Olaf Hartung erklärte den Abschluss des Bienenjahres, der auch in der Realität kurz bevor steht. Nach der Lindenblüte gilt es den ärgsten Feind der Biene, die Varroamilbe, zu bekämpfen. Deshalb gab es eine Übersicht über die wichtigsten zugelassenen Medikamente und ihre Anwendung. Wer bei dem Wort Medikamente die Ohren aufrichtet sollte beruhigt sein.
Davon ist später im Honig nichts zu finden. Ein Bienenvolk, das gegen die Varroamilbe behandelt wurde, darf im gleichen Jahr nicht für die Honigernte eingesetzt werden. Bis zur nächsten Ernte sind die Bienen, die mit den Medikamenten in Kontakt gekommen sind, nicht mehr da, sie sind inzwischen abgestorben.
Nicht abgestorben war das Interesse der Kursteilnehmer an den weiteren, in den nächsten Wochen anstehenden Arbeiten. Bereits nächsten Monat beginnt das Einfüttern der Bienenvölker für den Winter. Wir Menschen nehmen ihnen ihren natürlichen Vorrat, den Honig und müssen nun dafür sorgen, dass sie als Ausgleich ausreichend Futter für den Winter in ihren Beuten vorfinden. Das war auch das Abschlussthema des Anfängerkurses. Gespannt und sicher auch etwas aufgeregt blickten die Kursteilnehmer der Übergabe ihrer Zertifikate entgegen, die nach einer Mittagspause mit frisch gegrillten Steaks und Thüringer Rostbratwürsten stattfand.
Ein Höhepunkt des Abschlussseminars war mit Sicherheit die Besichtigung des Bienenwagens von Imkerfreundin Anja Schreiber. Ihr Bienenwanderwagen steht auf dem Campus der Hochschule Nordhausen und soll unter den Studenten Verständnis und Interesse für die Bienenzucht und deren Bedeutung wecken. Für ihr Projekt wurde Anja Schreiber 2015 mit der Plakette des Thüringer Landwirtschaftsministeriums Bienenfreund 2015 ausgezeichnet.
Thomas Soszynski
Autor: nnz
Am Bienenwagen (Foto: Th. Soszynski)
Im Januar hatten sich rund 40 Interessierte im Sachswerfer Handwagen getroffen, um mit einem sechsmonatigen Lehrgang den Grundstein für ihr neues Hobby, die Imkerei, zu legen. Inzwischen liegen mehrere Wochenendseminare hinter ihnen. Seit Anfang April haben viele der Kursteilnehmer unter Anleitung ihrer Imkerpaten bereits an den eigenen Bienenvölkern gearbeitet und den ersten eigenen Honig geerntet. Die letzte Hürde wurde nun im Abschlussseminar genommen.
Die drei Imkervereine des Landkreises packten die Gelegenheit beim Schopf und stellten sich den Jungimkern vor. Dabei ging es keinesfalls darum Mitglieder anderer Vereine abzuwerben, sondern den jungen Bienenfreunden zu zeigen, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten in Vereinen organisiert zu sein und welche Vorteile damit verbunden sind. Die drei Vereine sind sich auch einig, in Zukunft mehr miteinander zu reden, zu arbeiten und zu organisieren.
Der Vorsitzende des Landesverbandes, Frank Reichardt, bekräftigte, dass es auch im kommenden Herbst einen Schnupperkurs und im nächsten Jahr einen Anfängerkurs geben wird. Die Südharzer Imkergemeinschaft hat sich bereits darauf eingestellt und Ideen entwickelt.
Aber nun zurück zum Anfängerkurs. Imkerfreund Olaf Hartung erklärte den Abschluss des Bienenjahres, der auch in der Realität kurz bevor steht. Nach der Lindenblüte gilt es den ärgsten Feind der Biene, die Varroamilbe, zu bekämpfen. Deshalb gab es eine Übersicht über die wichtigsten zugelassenen Medikamente und ihre Anwendung. Wer bei dem Wort Medikamente die Ohren aufrichtet sollte beruhigt sein.
Davon ist später im Honig nichts zu finden. Ein Bienenvolk, das gegen die Varroamilbe behandelt wurde, darf im gleichen Jahr nicht für die Honigernte eingesetzt werden. Bis zur nächsten Ernte sind die Bienen, die mit den Medikamenten in Kontakt gekommen sind, nicht mehr da, sie sind inzwischen abgestorben.
Nicht abgestorben war das Interesse der Kursteilnehmer an den weiteren, in den nächsten Wochen anstehenden Arbeiten. Bereits nächsten Monat beginnt das Einfüttern der Bienenvölker für den Winter. Wir Menschen nehmen ihnen ihren natürlichen Vorrat, den Honig und müssen nun dafür sorgen, dass sie als Ausgleich ausreichend Futter für den Winter in ihren Beuten vorfinden. Das war auch das Abschlussthema des Anfängerkurses. Gespannt und sicher auch etwas aufgeregt blickten die Kursteilnehmer der Übergabe ihrer Zertifikate entgegen, die nach einer Mittagspause mit frisch gegrillten Steaks und Thüringer Rostbratwürsten stattfand.
Ein Höhepunkt des Abschlussseminars war mit Sicherheit die Besichtigung des Bienenwagens von Imkerfreundin Anja Schreiber. Ihr Bienenwanderwagen steht auf dem Campus der Hochschule Nordhausen und soll unter den Studenten Verständnis und Interesse für die Bienenzucht und deren Bedeutung wecken. Für ihr Projekt wurde Anja Schreiber 2015 mit der Plakette des Thüringer Landwirtschaftsministeriums Bienenfreund 2015 ausgezeichnet.
Thomas Soszynski





