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Mi, 20:01 Uhr
08.06.2016
Bombensprengung bei Nordhausen

Keine Schäden, Menschen können zurück

Nun ist es vollbracht - die Gefahr im Wald ist gebannt. Die gute Nachricht: Niemand wurde verletzt, keine Gebäude beschädigt. Der Sprengort sieht aus "als wäre eine Bombe eingeschlagen"...

Der Blick in den Trichter der Explosion (Foto: nnz) Der Blick in den Trichter der Explosion (Foto: nnz)
Blick in den Krater

Ja klar, dieses geflügelte Wort, diesen bildhaften Vergleich hat wohl jeder schon einmal benutzt. Im Wald zwischen Leimbach und Steigerthal trifft es zu. Doch der Reihe nach.

Kurz vor 18 Uhr kam die Meldung: die Sprengung wird um eine halbe Stunde verschoben. Hintergrund war vermutlich das späte Eintreffen des Polizeihubschraubers, der das Terrain um den Sprengort herum mehrfach überflog und nach Personen absuchte.

Dann, kurz vor 18.30 Uhr die nächste Meldung: Wieder muss verschoben werden. Im Südharz Klinikum musste unbedingt ein Intensiv-Patient in ein anderes Krankenhaus verlegt werden. Es ging dabei quasi um Leben oder Tod. Um 18.39 Uhr war es dann soweit. Hunderte Tonnen Erdreich, 100.000 Liter Wasser in 100 Behältern und 200 Kilogramm TNT stoben in die Luft. Sprengmeister Andreas West sprach von einer bis zu 50 Meter hohen Wolke.

In wenigen Sekunden war dann alles vorbei, nur Minuten später die ersten Meldungen: Schäden sind nicht bekannt, die Bombe ist vollständig zerstört. Eine tolle Leistung von Sprengmeister Andreas West und seiner Mannschaft. Eine tolle Leistung auch der Hunderten von Helfern, die bei der Evakuierung, der Unterbringung und Betreuung der Einwohner von Steigerthal und Leimbach mitgeholfen hatten. Denn das Wichtigste zum Schluss: Es gab keine Verletzten und bereits 15 Minuten nach der Sprengung konnten die Menschen zurück in die beiden Ortsteile.

Nun kann man trefflichst darüber streiten, ob die getroffenen Maßnahmen eine Spur zu übertrieben waren? Ich sage nach all dem Erlebten. Die Sicherheit geht vor, es war richtig, was im Vorfeld getan wurde.
Peter-Stefan Greiner
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Morgen gibt es einen Videoclip auf nnz-tv (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Schuhe einer Bürgermeisterin (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Die Sprengung einer Bombe (Foto: nnz)
Autor: nnz

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Kommentare
hamann
08.06.2016, 20:56 Uhr
Fliegerbombe
Da ist sie wieder...die Stunde der Besserwisser, die in Phsik gepennt haben. Springen sie mal vom 10 Meter ins Wasser - am besten mit dem Bauch oder Rücken auftreffend. Sie werden dann schnell feststellen, daß Wasser wie Beton wirken kann. Genau das hätte Wasser hier mit den Strohballen getan. Es hätte Betonbomben aus ihnen gemacht. Ohne das Stroh wäre jedoch die Detonationswelle heftiger gewesen und das ein oder andere Haus würde nicht mehr stehen. Wir reden hier von 250 Kilogramm in einem eng verbauten Gebiet. 2 x 36 Gramm (Handgranaten) können in einem gedämmten Raum ein Einfamilienhaus zum Einsturz bringen bei entsprechender Positionierung. Die Häuserwände wirken so eng beeindander ähnlich wie ein gedämmter Raum. Erschreckend finde ich den zunehmenden Realitätsverlust aus Unwissenheit!
der graue wolf
08.06.2016, 23:04 Uhr
Die Kraft der kinetischen Energie ist nicht zu unterschätzen
Wenn einmal was in Bewegung gesetzt wird kann es wohl katastrophale Ergebnisse erzielen. Sollen wir froh sein das es in diesen Fall gut gegangen ist .
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