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Mo, 09:48 Uhr
30.05.2016
Öffentliche Ausschüsse

Grüne: Mehr Transparenz in der Kommunalpolitik

Mehr Transparenz auch in der lokalen Politik, das fordern jetzt die Grünen im Nordhäuser Stadtrat. Neu ist die Forderung bei weitem nicht, die Grünen wollen nun konkrete Schritte auf den Weg bringen um die Zwänge der Thüringer Gesetzgebung "mit dem Gebot der Öffentlichkeit in Einklang zu bringen"...

Die Thüringer Kommunalordnung sieht durch die Nicht-Öffentlichkeit der Vorberatung von Beschlüssen in den Ausschüssen den Schutz der Diskussion vor. Die Stadtratsfraktion der Grünen sieht es trotzdem als Notwendigkeit an diesen Schutz mit dem Gebot der Öffentlichkeit in Einklang zu bringen. Denn Demokratie lebt von einem offenen und gemeinsamen Dialog. Dazu braucht es Transparenz!

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Deshalb reichte die Stadtratsfraktion der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der vergangenen Woche dem Obermeister Herrn Dr. Klaus Zeh einen Antrag zur Änderung der Geschäftsordnung für den Stadtrat und die Ausschüsse sowie die Ortsteilräte der Stadt Nordhausen ein.

Ziel des Antrages ist es, dass die Tagesordnungen der bislang nicht öffentlichen Ausschüsse „Kultur, Stadtmarketing und Tourismus“-, „Stadtentwicklung“-, „Generationen, Bildung und Sport“ und „Stadtordnung und Ortsteile“ um einen öffentlichen Teil erweitert werden.

Dieser soll dann zwei wesentliche Punkte umfassen: Zunächst sollen Informationen des Oberbürgermeisters, seiner Stellvertreterinnen sowie der/des Ausschussvorsitzenden dargestellt und anschließend eine Einwohneraussprache mit dem Ausschuss integriert werden.

Damit werden die Inhalte der nichtöffentlichen Vorberatung nicht verändert, es wird lediglich dem Bürger eine höhere Beteiligung und vor allem Transparenz ermöglicht. Holger Richter, Fraktionsvorsitzender, erhofft sich davon, dass die interessierte Öffentlichkeit besser zu den Themen der Ausschüsse informiert wird und durch die Einwohneraussprache wichtige Impulse in die kommunalpolitische Arbeit einfließen können. Die Einwohner der Stadt erhalten dadurch die Möglichkeit, die Themen des Stadtrates besser zu verfolgen und sich und Ihre Ideen und Meinungen besser einzubringen.

Gerade die Themen Kultur, Generationen, Bildung und Sport sind für die Öffentlichkeit relevant. In der Vergangenheit wurde dies bei den Diskussionen um das Seniorenbegegnungszentrum, den Adventsmarkt und der Kürzung der Zuschüsse im Jugend- und Sozialbereich deutlich sichtbar. „Für eine lebendige Demokratie und eine gute kommunalpolitische Arbeit ist es daher wichtig, dass die Bewohner unserer Stadt, durch die Öffentlichkeit der Ausschüsse viel früher und nicht erst zur Beschlussfassung im Stadtrat mitgenommen werden“, so Holger Richter abschließend.
Autor: red

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Kommentare
geloescht 010
30.05.2016, 16:29 Uhr
Doppelte Öffentlichkeit
Große Gruppen von Menschen wählen Vertreter ihrer Interessen. Diese Vertreter sind dann in den Arbeitsausschüssen tätig um eine Beschlussvorlage zu erstellen. Sie arbeiten also als Vertreter der sie entsandten Öffenlichkeitsgruppen.
Die Ausschüsse werden gebildet, damit eine Gruppe von Vertretern, welche sich ins Thema eingearbeitet haben, in einer annehmbaren Zeit auch ein Thema umfassend bearbeiten.
Müsste man nun bei einer öffentlichen Sitzung auch alle Bürger wieder auf den Stand der Dinge bringen und jede einzelne Meinung hören und abwägen, dann wird das wohl ein sehr langer Prozeß.

Die Verdrossenheit der Bürger an der Politik kommt doch aber daher, das der Bürger die Politik seiner persönlichen Farbskala wählt, dann aber eine Einheitspartei geliefert bekommt. Keine Opposition. Alle sind dafür und keiner ist Schuld.
Hier möchte man vielleicht nur eine Rechtfertigung für die eigene Farblosigkeit finden.
Die Erkenntnis die dahinter steht ist traurig aber wahr : In einer Demokratie muss sich die Minderheit dem Mehrheitsbeschluß unterordnen und ihn anerkennen !
Mit 10 Prozent kann man das Land nicht regieren.
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