So, 11:11 Uhr
29.05.2016
Anlieger protestieren gegen Investor und Stadtrat
Axel Heck: Ich bin die falsche Adresse
Die Anlieger am Nordhäuser Heidlebergblick nennen zwar schmucke Häuser ihr Eigentum, doch das Umfeld sieht alles andere als schmuck aus. Die Straße gleicht einer Berg- und Talbahn. Das wollen sie nicht mehr hinnehmen...
Protest der Anwohner (Foto: nnz)
Jörg Prophet war es, der in der Stadtratssitzung im April dieses Jahres auf die Zustände der Straße aufmerksam machte. Ein Plakat mit sarkastischem Text ist dort am Anfang der nicht vorhandenen Straße zu sehen. Der Protest der Anlieger richtet sich sowohl an den Stadtrat, der gemeinsam mit der Verwaltung die Angelegenheit schleifen lässt, als auch an den Investor des Eigenheimstandortes, Axel Heck.
Der sagte der nnz klar und deutlich, dass ihm momentan die Hände gebunden seien. Bekannterweise wollte Heck die Erschließung der Straße schon längst erledigt haben. Es habe dazu auch einen Vertrag zwischen ihm und der Stadt gegeben. Denn: auf der rechten Seite der Straße gibt es ein 23.000 Quadratmeter großes Grundstück, dass der Stadt gehört und genau deshalb könne er als privater Investor diese Straße nicht erschließen. Das müsse die Kommune machen.
Die allerdings hat kein Geld. Die hat nicht einmal soviel Geld, dass sie bei eigener Straßen-Erschließung sich selbst sozusagen die Anliegerbeiträge über die Straßenausbaubeitragssatzung hätte zahlen können. Von Heck hingegen wurde bereits im Jahr 2009 die Vorhaltung seiner Beiträge in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro verlangt. Heck musste eine Bürgschaft vorweisen. Doch nichts passierte.
Protest der Anwohner (Foto: nnz)
Und so wollte Axel Heck die 23.000 Quadratmeter kaufen. Es gab dazu sogar einen Beschluss des Stadtrates, der allerdings von der SPD-Fraktion angefochten wurde (siehe hierzu im Archiv dieser Zeitung). Und so liegt die Sache immer noch im Rathaus in irgendeinem Amt unter irgendeinem Aktenstapel. Die Anlieger aber verweisen zu Recht auf die Tatsache, dass sie mit dem Investor einen Vertrag abgeschlossen haben, der seinerseits nicht erfüllt wird.
Hier wird sichtbar, dass es notwendig wird, die Finanzen der Stadt Nordhausen auf sichere Füße zu stellen. Deren bisherige Unordnung reicht - wenn in diesem Fall auch nur indirekt - bis in den Alltag der Bürgerinnen und Bürger hinein. Mehr denn je kommt es darauf an Prioritäten zu setzen. Von der Verwaltung und vom Nordhäuser Stadtrat, der ja zumindest von einem Teil der Menschen eine Stimme bekommen hat.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Protest der Anwohner (Foto: nnz)
Jörg Prophet war es, der in der Stadtratssitzung im April dieses Jahres auf die Zustände der Straße aufmerksam machte. Ein Plakat mit sarkastischem Text ist dort am Anfang der nicht vorhandenen Straße zu sehen. Der Protest der Anlieger richtet sich sowohl an den Stadtrat, der gemeinsam mit der Verwaltung die Angelegenheit schleifen lässt, als auch an den Investor des Eigenheimstandortes, Axel Heck.
Der sagte der nnz klar und deutlich, dass ihm momentan die Hände gebunden seien. Bekannterweise wollte Heck die Erschließung der Straße schon längst erledigt haben. Es habe dazu auch einen Vertrag zwischen ihm und der Stadt gegeben. Denn: auf der rechten Seite der Straße gibt es ein 23.000 Quadratmeter großes Grundstück, dass der Stadt gehört und genau deshalb könne er als privater Investor diese Straße nicht erschließen. Das müsse die Kommune machen.
Die allerdings hat kein Geld. Die hat nicht einmal soviel Geld, dass sie bei eigener Straßen-Erschließung sich selbst sozusagen die Anliegerbeiträge über die Straßenausbaubeitragssatzung hätte zahlen können. Von Heck hingegen wurde bereits im Jahr 2009 die Vorhaltung seiner Beiträge in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro verlangt. Heck musste eine Bürgschaft vorweisen. Doch nichts passierte.
Protest der Anwohner (Foto: nnz)
Und so wollte Axel Heck die 23.000 Quadratmeter kaufen. Es gab dazu sogar einen Beschluss des Stadtrates, der allerdings von der SPD-Fraktion angefochten wurde (siehe hierzu im Archiv dieser Zeitung). Und so liegt die Sache immer noch im Rathaus in irgendeinem Amt unter irgendeinem Aktenstapel. Die Anlieger aber verweisen zu Recht auf die Tatsache, dass sie mit dem Investor einen Vertrag abgeschlossen haben, der seinerseits nicht erfüllt wird.
Hier wird sichtbar, dass es notwendig wird, die Finanzen der Stadt Nordhausen auf sichere Füße zu stellen. Deren bisherige Unordnung reicht - wenn in diesem Fall auch nur indirekt - bis in den Alltag der Bürgerinnen und Bürger hinein. Mehr denn je kommt es darauf an Prioritäten zu setzen. Von der Verwaltung und vom Nordhäuser Stadtrat, der ja zumindest von einem Teil der Menschen eine Stimme bekommen hat.
Peter-Stefan Greiner


