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Di, 11:59 Uhr
29.06.2004

Romanische Vermarktung

Nordhausen (nnz). In Thüringen soll die Romantik stärker als bisher an die Touristen gebracht werden. Das will jedenfalls Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Auch aus Nordthüringen gibt es da war anzubieten...


Die Klosterkirche St. Peter und Paul in Erfurt, die Liebfrauenkirche in Arnstadt, die Klosterruine Paulinzella, die Ruine der Reichsburg Kyffhausen mit dem Kyffhäuserdenkmal und die Wartburg bei Eisenach sind die fünf Thüringer Modellstandorte, die im Rahmen des europäischen „Transromanica“-Projekts künftig international vermarktet werden. Das gab Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute in Erfurt bekannt.

„Unser Ziel ist es, die Romanik stärker als Marketingmotiv für den Tourismus zu entwickeln“, sagte Reinholz. Davon seien zusätzliche Impulse für den Thüringer Kultur- und Städtetourismus zu erwarten. Die fünf Modellstandorte waren entsprechend einer EU-Vorgabe Anfang Juni von einem Expertengremium aus Vertretern der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), des Landesamtes für Denkmalpflege, der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Universitäten Weimar und Jena, des Pilotprojekts Ichtershausen, der Initiative „Offene Kirchen“ sowie Vertretern des Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministeriums ausgewählt worden. Um die Standorte herum gruppieren sich rund 25 weitere romanische Sehenswürdigkeiten, darunter die Klosterruine Thalbürgel, die Lobdeburg bei Jena, die Creuzburg bei Eisenach, die Runneburg in Weißensee, die Drei Gleichen sowie das Kloster Ichtershausen.

Das „Transromanica“-Projekt will romanische Bauwerke und Highlights in einer Touristikroute bündeln und überregional vermarkten. Weitere Projektpartner sind Sachsen-Anhalt, Bayern, Modena, Kärnten und Slowenien. Auftakt- und Pilotprojekt für Thüringen ist das Projekt „Wege zur Romanik“, das vom Verein „Neues Kloster Ichtershausen“ in Zusammenarbeit mit den Universitäten Jena und Weimar durchgeführt wird.

Zur Vermarktung der Modellstandorte in den Partnerregionen sind Pressereisen, regionale und überregionale Projektworkshops, die Erstellung einer zentralen „Romanik-Datenbank“ mit Text- und Bildinformationen und die Ausrichtung einer Transromanica-Fachmesse für Reiseveranstalter geplant. Ziel ist die Einbindung der Thüringer Standorte in überregionale Werbemittel, Produktbroschüren und E-Commerce-Aktionen sowie die einheitliche Ausschilderung der romanischen Sehenswürdigkeiten. Heute findet im österreichischen Klagenfurt eine internationale „Romanikkonferenz“ statt, auf der sich die ausgewählten Modellstandorte präsentieren und weitere Aktivitäten abstimmen.

Das „Transromanica“-Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Gesamtvolumen von 1,8 Millionen Euro, die aus europäischen und aus Eigenmitteln der beteiligten Regionen stammen; der Anteil Thüringens beläuft sich auf 50 000 Euro.
Autor: nnz

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