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Do, 09:23 Uhr
19.05.2016
Noch bis Ende Mai im Tabakspeicher

Eleganz und Charme vor hundert Jahren

Noch bis Sonntag kommender Woche ist im Museum Tabakspeicher die aktuelle Sonderausstellung „FRAUENSCHÖNHEIT - Ideal und Wirklichkeit in der Belle Époque" zu sehen. Dabei zeigen sich auch Paralellen zu heutigen Vorstellungen von Schönheit und Gesundheit...

Die französische Bezeichnung Belle Époque kann man am besten mit „schöne Zeit“ übersetzen. Es ist eine Epoche in der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, in der sich die Ideale bei Gesundheit, Mode und Sport wandelten. Anstelle des üppigen Frauenkörpers tritt nun im Zuge des sich wandelnden Gesundheitsinteresses, der Einführung der schlanken Linie in der Mode und der Sportbewegung die wohlgeformte, zierliche Gestalt. „ Ideen also, die uns nicht fremd sind und uns bis in die heutige Zeit begleiten und prägen“, sagt Museumsleiter Jürgen Rennebach. Das aktuelle Gesundheits- und Schönheitsideal sei damit keine Erfindung der Kosmetik-, Pharma- oder Fitnessindustrie der letzten Jahrzehnte.

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Eine internationale Studie in 22 Ländern zeige, die Menschen verbringen im Schnitt vier Stunden pro Woche mit Körperpflege (Baden, Rasieren, Anziehen, Haare und Make-Up). Frauen wenden dafür mehr Zeit auf als Männer. Deutsche Befragte liegen hier über dem internationalen Durchschnitt. Sie verbringen pro Woche etwa fünf Stunden im Badezimmer und vor dem Kleiderschrank. Das sind fast 45 Minuten pro Tag.

Damals wie heute wird vor den gesundheitlichen Folgen von Dickleibigkeit, aber auch Magersucht gewarnt – jede Frau soll möglichst vital sein. Im Streben nach Schlankheit werden strenge Diäten, Fasten und gezieltes Körpertraining zum sozialen Muss.

Die Frage, ob die Schönheitsideale von damals und heute weit voneinander entfernt sind, könne sich der Besucher in der Ausstellung beantworten, sagt Rennebach. Neben eindrucksvollen textilen Sammlungsstücken verdeutlichen Alltagsobjekte der Körperpflege, Hygiene und Leibesertüchtigung die neuen Methoden und den Einfallsreichtum, um Schönheit in einer Zeit zu erlangen, die wegweisend für unser heutiges Körperideal ist.
Autor: red

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Kommentare
U. Alukard
19.05.2016, 09:59 Uhr
„Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein, /
mit glatten Köpfen und die nachts gut schlafen.“

Warum will Caesar dicke Männer um sich haben? Weil sie ihm nicht so unruhig und gefährlich erscheinen wie Gaius Cassius, der als die treibende Kraft hinter der Verschwörung gegen Caesar galt:

„Der Cassius dort hat einen hohlen Blick. / Er denkt zu viel. Die Leute sind gefährlich!“
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/L#Lasst_wohlbeleibte_M.C3.A4nner_um_mich_sein.
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