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Mo, 12:00 Uhr
25.04.2016
Bewachung von Gemeinschaftsunterkünften

Mehr als eine Million Euro in einem Jahr?

Wir hatten in dieser Woche mehrfach über die Kosten der Unterbringung und Betreuung für den Landkreis Nordhausen berichtet. Eine Facette derer sind auch die Zahlungen an Wachschutzunternehmen...


In der ersten drei Monaten dieses Jahres lagen die Kosten der Bewachung der jeweiligen Objekte bei rund 100.000 Euro. Pro Monat. So könnten - bleiben alle Unterkünfte im Bestand - am Jahresende Kosten in Höhe von mehr als einer Million Euro auflaufen.

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Dabei liegen die Stundensätze, die von den Unternehmen abgerechnet werden, höchst unterschiedlich. Sie reichen nnz-Recherchen zufolge von 13,10 Euro bis 25,00 Euro. "Dies resultiert auch aus den unterschiedlichen Aufgaben, die die Firmen in den einzelnen Objekten haben (zum Beispiel Pfortendienst, Schutz von Personen, Brandwache - die in bestimmten Fällen als Auflage der Feuerwehr erforderlich waren, wenn die Brandschutzanforderungen nicht erfüllt waren)."

Die Bewachung der Objekte erfolgte teilweise durch zwei Mitarbeiter. Einerseits, weil dies der Landkreis aus Sicherheitsgründen als erforderlich ansieht, andererseits, weil auch die Sicherheitsfirmen dies zum Schutz ihrer Mitarbeiter fordern, da es auch um die Sicherheit des Personals gehe.

Die nnz ist bei ihren Recherchen auch der Frage nachgegangen, ob es zur Bewachung der einzelnen Objekte normale Ausschreibungen gegeben habe. Antwort aus dem Landratsamt: Ja und Nein.

Ja: bei der Robert-Blum-Straße in Nordhausen, eine Einrichtung, die der Landkreis Nordhausen bereits seit mehreren Jahren betreibt- Hier gab es eine öffentliche Ausschreibung und Vergabe im Kreisausschuss für den Zeitraum von November 2013 bis Oktober 2016.

Nein: in den neuen Gemeinschaftsunterkünften. In den neuen Gemeinschaftsunterkünften, die der Landkreis im vergangenen und diesem Jahr ad hoc kurzfristig in Betrieb nehmen musste. Hier war eine Ausschreibung aufgrund der Dringlichkeit anfangs nicht möglich, dies lässt das Vergaberecht zu. Später wurden jedoch auch in diesen Fällen für die dauerhaften vertraglichen Regelungen beschränkte Ausschreibungen nachgeholt. Es lagen jedoch drei Angebote vor. Die Auswahl der Firmen erfolgte nach der Verfügbarkeit, insbesondere des Personals gemäß der erforderlichen Aufgaben, zum entsprechend notwendigen Termin. Aufgrund der momentan nachlassenden Flüchtlingszahlen sieht der Landkreis derzeit von einer langfristigen Ausschreibung ab.

Tätig sind in den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises DWS Service GmbH, Wach- und Schließgesellschaft Nordhausen und Detektei/Personenschutz KK. Damit arbeitet die Behörde eigenen Angaben zufolge mit allen großen Wachschutzunternehmen der Region zusammen und zwar auf Basis kurzfristig kündbarer Verträge. Eine Korrektur der Beauftragung gemäß der aktuellen Flüchtlingszahlen wird - wo erforderlich - zum 1. Mai erfolgen.

Dies ist auch notwendig, denn die Erstattung des Landes decke nicht die tatsächlichen Kosten des Wachschutzes. "Der Landkreis Nordhausen steht derzeit ebenso wie die anderen Thüringer Landkreise im Gespräch mit dem Land zur Frage der Kostenbeteiligung am Wachschutz in den neuen Gemeinschaftsunterkünften", so Pressesprecherin Jessica Piper.
Autor: red

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Kommentare
Schultze
25.04.2016, 12:43 Uhr
Eigentor?
Jetzt hat man die riesigen Ausgaben auf Kosten der Steuerzahler, weil man nicht die einheimischen Hotels und Ferienwohnungen und kaum private Vermieter nutzen wollte um sich selbst zu ........... Am Ende wird jetzt alles auf Kosten der Steuerzahler teurer. Die 100000,- Euro monatliche Bewachungskosten sind ja nur ein Teil der laufenden Kosten wie die Bereithaltung aller Medien, Instandhaltung, Beheizung usw.

Da haben sich unsere Politiker nun selber ein Ei gewählt. Sie werden von vielen nicht wieder gewählt haben die hohen Folgekosten, die privaten Vermieter hätten Steuereinnahmen gebracht und vielleicht so manches Projekt unterstützt zb Theater , Vereine usw.
Schade das in der Politik fast nie jemand persönlich zur Verantwortung gezogen wird wenn das Steuergeld verheizt wird. Hatte die ehemalige Firma Jendricke auch Aufträge bekommen ohne Ausschreibung?
Nordhäuser Freiheit
25.04.2016, 13:12 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Peter59
25.04.2016, 16:46 Uhr
Nicht nachvollziehbar.....
Für Ärzte und Ingenieure bedarf es doch keines Wachschutzes.... Kann ich nicht verstehen.
Glaskugel
25.04.2016, 22:47 Uhr
Denk mal um die Ecke Peter,
falls das möglich ist. Den Wachschutz braucht man in erster Linie nicht für die Flüchtlinge, den braucht man für die Kläuse, Peterles und Konsorten, die die Flüchtlinge mit Polenböllern u. ä. "besuchen" wollen. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
Peter59
26.04.2016, 16:48 Uhr
Wieder mal zu kurz gesrungen@"Mafiosa"
Den Beitrag leider nicht im Kontext erfasst.....Ich denke nicht, dass ich bei Ihnen "um die Ecke" denken muss....Sich wiederholende "Stereotype" machen das auch nicht besser.....Wachdienste haben auch die Aufgabe, in den Unterkünften die Auseinandersetzungen der Asylbewerber untereinander zu "befrieden", meist macht das ein Großaufgebot der Polizei....und besonders christliche Asylanten werden in diesen Einrichtungen verfolgt (Für Sie: bedroht und misshandelt!) Ich denke aber Agit-Prop verschließt davor die Augen.... Machen Sie sich kundig, die Beispiele sind mannigfaltig, kommen aber in der Presse nicht vor.... und wenn das als Argument nicht zählt, würde ich mal die Bereitschaftspolizei, insbesondere die Vereinigung "Junger Polizisten" befragen über die Zustände einer verlassenen Asylunterkunft .... Als letzter Punkt: Auch wenn das eklig ist, lesen Sie mal eine Expertise über den Umgang mit sanitären Einrichtungen und der Bedienung technischer Geräte in diesen Einrichtungen. Das bezahlt der Steuerzahler, auch Sie, falls Sie einer sind....und wenn "Mafiosa" mal Zeit hat, sollte Sie sich mal anschauen, was auf dem schönen Landesgartenschaugelände so abgeht(Fäkalien). Fragen Sie doch mal die Angestellten der Stadtwerke, die jeden Morgen! alles wieder beseitigen....
Hoffentlich ist das nicht am "Thema" vorbei...Ich bin kein besorgter Bürger, aber nicht "Gutmenschenblind".
Und packen Sie bitte Ihre unbegründete Nazikeule ein, die zieht in Deutschland nicht mehr!!!!!!
....übrigens werde ich auf das anstehende Gegeifer nicht antworten, da ich kein "Freizeitrevolutionär" bin.
Mit freundlichen Grüßen....
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