eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 08:14 Uhr
18.04.2016
nnz-Betrachtung

Inflationäres Goldenes Buch

Welche Bedeutung hat ein "Goldenes Buch" einer Stadt? Dieser Frage nachzugehen, ist nicht einfach. Vor allem nicht in Nordhausen. Hier bekommt die Eintragung inflationären Charakter...

Eintrag in das Goldene Buch (Foto: Presse Stadtverwaltung) Eintrag in das Goldene Buch (Foto: Presse Stadtverwaltung)
Da gibt es in diesem Goldenen Buch schon viele Einträge. Von Menschen, die was zu sagen hatten oder haben, vor allem aber von Menschen, die irgendeine Beziehung zu Nordhausen haben sollten. Helmut Zinke, ist so ein Mensch. Der hatte in Nordhausen Hunderte Blindgänger entschärft. Auch Bundeskanzler Schröder ist auf diesen Seiten zu finden.

Anzeige symplr (1)
Der jüngste Eintrag war gestern einer Frau namens Monika Grütters vorbehalten. Die Dame ist Kulturstaatsministerin. Vielleicht haben sie den Namen schon irgendwo mal gehört. Bundesministerin ist die Frau nicht, denn Kultur ist Ländersache. So etwas wie eine Parlamentarische Staatssekretärin.

Dennoch konnte, durfte oder sollte sich die Politikerin am Hofe Frau Merkels gestern in das Goldene Buch dieser Stadt eintragen. Was aber - mit Verlaub - hat die Frau mit Nordhausen zu tun? Die Suche nach der Antwort auf diese Frage ist kurz: Sie ist schlicht und ergreifend: nichts. Und für dieses Nichts trägt der Oberbürgermeister das Buch in den Park Hohenrode?

Soll jetzt und in Zukunft jeder Minister, jeder Parlamentarische Staatssekretär der Bundesregierung, der sich für einen bestimmten Zeitraum in Nordhausen aufhält in das Goldene Buch der Stadt eintragen? Wenn ja, dann ist solch ein Eintrag nichts herausragendes mehr. Dann wird damit keine außergewöhnliche Leistung für die Stadt gewürdigt. Gleichzeitig würden mir sehr viele Menschen einfallen, die eines Eintrages in das Goldene Buch der Stadt Nordhausen würdig sind. Nur - die haben Pech - die sind nicht mal Staatsminister.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Peppone
18.04.2016, 09:01 Uhr
Bundestopf für Hohenrode anzapfen?
Vorab - ich weiss es nicht. Aber wenn ich da Frau Hartmann sehe, die Lokalität, im Hintergrund die Parforce Hörner, schaut dass nach Werbeveranstaltung für Hohenrode aus.

Was m.E.aber nicht rechtfertigt, dass sich die Dame ins goldene Buche eintragen darf. Aber für Geld geht bekanntlich manches.
U. Alukard
18.04.2016, 09:08 Uhr
Ein super Beitrag Herr Greiner!
Das Goldene Buch der Stadt Nordhausen hat für mich in dem Moment an Bedeutung verloren, als ich vom Dr. Peter Kuhlbrodt erfuhr, dass auch eine Personeneintragung entfernt wurde!

Das passierte unter der Rinke-Regierung. Für mich gleicht das einer Bilderstürmerei, wenn je nach vorherrschender politischen Meinung die Regierung unliebsame Personen einfach streicht. Man kann also nicht sicher sein ob man auch in diesem Buch bleibt, dann ist die Eintragung darin schlichtweg unwichtig.
Herr Taft
18.04.2016, 09:50 Uhr
wen juckts ?
Ist doch vollkommen egal, wer im städtischen Poesiealbum steht.
Nordhäuser Freiheit
18.04.2016, 10:18 Uhr
Zeh macht den Jendricke
Auch bei ihm verschwimmen die Grenzen zwischen Amt und Parteiarbeit.
Liane Enzinger
18.04.2016, 11:21 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
wissender
18.04.2016, 11:51 Uhr
51 Jahre Nordhäuser
bin ich jetzt. Da denke ich habe ich es doch auch verdient dort einen Beitrag einschreiben zu dürfen. Ich habe sicherlich mehr für Nordhausen getan als diese komische Tante. Also Herr Zeh, bitte einen Termin und das Buch nicht vergessen!
Schultze
18.04.2016, 15:50 Uhr
wertloses Buch der Stadt?
Die Stadt könnte eine Wand im Rathaus als Schmierwand zur Verfügung stellen wo jeder der will seinen Namen dranschmieren kann. So wie das verliebte Pärchen in Ruinen und Bäumen sowie Parkbänken machen. Das die jeweils Regierenden andere wieder aus dem Buch streichen nimmt dem Buch die Historie und es ist in meinen Augen wertlos. Würde man jetzt die Burgen und Schlösser auch abreißen und alle Kunstschätze vernichten, weil ihre früheren Besitzer böse waren?

Es ist kein Wunder das unsere gewählten Volksvertreter nix mehr auf die Reihe bekommen wenn sie mit Eintragung ihrer nicht gar so wichtigen Freunde ihre Zeit verplämpern. Wenn man mal einen Termin bei den Politikern will, weil man was mitgestalten will da hat oft keiner dieser Politiker Zeit. Erst kurz vor der Wahl kommen sie wieder raus und betteln die Bürger auf der Straße für ihre Stimme an. Nach der Wahl kennen sie den Bürger dann kaum noch.
punktum
18.04.2016, 18:19 Uhr
schleimspur ...
wenn ich sehe dass Frau Hartmann im "liebevollsten Einvernehmen" sich dort präsentiert, wie sich diese Frau mit dem Titel und dem Leistungsverzeichnis "NICHTS" in das goldene Buch einträgt, man sieht förmlich ihre Hintergedanken "hoffentlich fliest Geld" für "meinen" Park!

...und die selbe Frau Hartmann ihrer Partei "die grünen (vormals "Bündnis 9o", seit die linken Regieren nicht mehr) Verbot, dass sie bei dem Protestbrief der Fraktionen (Linke, CDU, FDP) betreffend dem Verhalten des Herrn Jendricke gegen den OB sich nicht zu äußern haben dürfen, kann man einen "Brechreiz" kaum noch unterdrücken.

Das Herr Zeh auch noch da mit spielt und sich schon wieder so vorführen lässt, hat schon mit Gutmütigkeit nichts mehr zu tun.

Ganz abgesehen davon, hat Herr Greiner vollkommen recht, wenn diese Inflation so weiter geht, mit unserem güldenen städtischen Poesiealbum, muss man sich nicht wundern wenn man eines Tages vor dem Ding mit Kuli Schlange steht.

Dann hätte man die Herren Verbrecher die sich vor 1945 eingeschrieben hatten und sogar 40 Jahre DDR überstanden haben, drin lassen können.
Manni
18.04.2016, 19:12 Uhr
Danke Herr Greiner
ja, es ist für mich, der fast 30 Jahre in Nordhausen gelebt hat, nicht zu begreifen. Es gibt in der Literatur viele ähnliche Geschichten. Nur um "Geld zu betteln"... Ja, das versteht man nicht. Das ist gleichbedeutend mit der Entwertung eines Buches, welches noch in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten darüber berichten soll, wer sich für die schöne Stadt "Nordhausen" verdient gemacht hat.

Viele aus der Zeit zwischen 1949 und 1989, die wirklich etwas für Nordhausen geleistet haben, werden negiert. Aber eine herbestellte Staatsministerin (wahrscheinlich von Herrn Grund) darf sich darin verewigen. Nein, das ist ein Skandal!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)