Mi, 18:20 Uhr
06.04.2016
71. Jahrestag der
Gedenken, erinnern und mahnen
Im diesem Monat jährt sich zum 71. Mal die Befreiung des KZ Mittelbau-Dora durch US-amerikanische Truppen. Aus diesem Anlass wird am Sonntag, den 10. April 2016, um 11.00 Uhr im Rahmen einer Gedenkveranstaltung zusammen mit Überlebenden des Lagers an die Opfer des KZ Mittelbau-Dora erinnert...
Fundamente sichtbar gemacht (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora)
Freilegung von Barackenfundamenten im ehemaligen Häftlingslager im Rahmen des International Summer Camp 2015
Nach der Begrüßung durch den Gedenkstättenleiter Dr. Stefan Hördler spricht Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, ein Grußwort. Danach hält Albert van Hoey, Überlebender der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau sowie Vorsitzender des Häftlingsbeirats, eine Ansprache. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Kränze auf dem Gedenkplatz vor dem ehemaligen Krematorium niederzulegen.
Ebenfalls am 10. April 2016 findet um 15.00 Uhr eine Gedenkveranstaltung am ehemaligen Außenlager Ellrich-Juliushütte statt.
Im Mai 1944 gegründet, war es das größte Außenlager des KZ-Komplexes Mittelbau-Dora. Über 8.000 Häftlinge mussten unter anderem im Stollenvortrieb im Kohnstein und am Himmelsberg Zwangsarbeit leisten. Mindestens 4.000 Gefangene – vor allem Franzosen, Polen und Ungarn – starben an den Folgen der katastrophalen Arbeits- und hygienischen Bedingungen sowie durch Hunger und Misshandlungen.
Nach Begrüßungen durch Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Stadt Ellrich, und Dr. Stefan Hördler wird Yaacov Handeli sprechen. Er ist Überlebender der Konzentrationslager Buchenwald, Mittelbau und Bergen-Belsen.
Inhaltlich widmet sich der diesjährige Jahrestag dem Thema Sichtbar machen. Im Mittelpunkt stehen die Neugestaltung des Gedenkstättengeländes seit den 2000er Jahren und die damit verbundene Kenntlichmachung historischer Strukturen. Dazu gehört das langfristig angelegte Projekt zur Freilegung und Sichtbarmachung der über 50 Barackenfundamente im ehemaligen Häftlingslager.
Ein neues Informationssystem gibt Auskunft zu den einzelnen Barackenstandorten und verortet sie im Kontext der Lagergeschichte. Am 11. April 2016 um 11.00 Uhr wird Dr. Stefan Hördler nach einer kurzen thematischen Einführung diese Informationstafeln einweihen. Im Anschluss stellt der wissenschaftliche Mitarbeiter Torsten Heß in einer thematischen Führung den Prozess der Neugestaltung im früheren Häftlingslager vor.
Autor: red
Fundamente sichtbar gemacht (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora)
Freilegung von Barackenfundamenten im ehemaligen Häftlingslager im Rahmen des International Summer Camp 2015
Nach der Begrüßung durch den Gedenkstättenleiter Dr. Stefan Hördler spricht Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, ein Grußwort. Danach hält Albert van Hoey, Überlebender der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau sowie Vorsitzender des Häftlingsbeirats, eine Ansprache. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Kränze auf dem Gedenkplatz vor dem ehemaligen Krematorium niederzulegen.
Ebenfalls am 10. April 2016 findet um 15.00 Uhr eine Gedenkveranstaltung am ehemaligen Außenlager Ellrich-Juliushütte statt.
Im Mai 1944 gegründet, war es das größte Außenlager des KZ-Komplexes Mittelbau-Dora. Über 8.000 Häftlinge mussten unter anderem im Stollenvortrieb im Kohnstein und am Himmelsberg Zwangsarbeit leisten. Mindestens 4.000 Gefangene – vor allem Franzosen, Polen und Ungarn – starben an den Folgen der katastrophalen Arbeits- und hygienischen Bedingungen sowie durch Hunger und Misshandlungen.
Nach Begrüßungen durch Matthias Ehrhold, Bürgermeister der Stadt Ellrich, und Dr. Stefan Hördler wird Yaacov Handeli sprechen. Er ist Überlebender der Konzentrationslager Buchenwald, Mittelbau und Bergen-Belsen.
Inhaltlich widmet sich der diesjährige Jahrestag dem Thema Sichtbar machen. Im Mittelpunkt stehen die Neugestaltung des Gedenkstättengeländes seit den 2000er Jahren und die damit verbundene Kenntlichmachung historischer Strukturen. Dazu gehört das langfristig angelegte Projekt zur Freilegung und Sichtbarmachung der über 50 Barackenfundamente im ehemaligen Häftlingslager.
Ein neues Informationssystem gibt Auskunft zu den einzelnen Barackenstandorten und verortet sie im Kontext der Lagergeschichte. Am 11. April 2016 um 11.00 Uhr wird Dr. Stefan Hördler nach einer kurzen thematischen Einführung diese Informationstafeln einweihen. Im Anschluss stellt der wissenschaftliche Mitarbeiter Torsten Heß in einer thematischen Führung den Prozess der Neugestaltung im früheren Häftlingslager vor.

