Mi, 15:23 Uhr
06.04.2016
Neuer Chefarzt im Südharz-Klinikum
Wir sind ein Teil des Puzzles
Dr. Johann Hinnerk Gebhardt ist der neue Chefarzt der Viszeralchirurgie am Südharz-Klinikum Nordhausen. Was das eigentlich ist, was der Neuzugang für die Patienten der Klinik bedeutet und wie ihm die Mitte Deutschlands bisher zusagt, das hat die nnz erfahren...
Ein Sprungbrett soll das Nordhäuser Krankenhaus für ihn nicht mehr sein, erklärte Dr. Gebhardt, mit 57 Jahren wird er wohl neben allem anderen Kontinuität mitbringen. Das und eine ganze Menge Erfahrung. Geboren und aufgewachsen ist Gebhardt in Kiel, hier hat er auch seine ersten Meriten als Facharzt für Krebs- und Transplantationschirugie sammeln können. Vier Jahre war er in Brandenburg-Havel tätig, bevor ihn das Familienleben für 12 Jahre ins Saarland zog.
Seine Frau arbeitet immer noch dort, als Augenärztin ist sie ebenfalls schwer eingebunden, dass man sich nur alle zwei Wochen sehe, sei nicht weiter schlimm. Das er in den Südharz gekommen ist, liegt vor allem an den Möglichkeiten des Hauses, seiner Größe und der technischen wie auch personellen Ausstattung, erklärte der neue Chefarzt zum Pressegespräch.
Die vielen verschiedenen Fachbereiche ermöglichen die Behandlung verschiedenster Krankheitsbilder und es seien die Herausforderungen, welche diese Möglichkeiten für einen Mediziner mit sich brächten, die ihn besonders reizten, erklärte Dr. Gebhardt.
Dr. Johann Hinnerk Gebhardt ist neuer Chefarzt am Südharz-Klinikum Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel)
Für das Klinikum bedeute ein Chefarztwechsel immer auch eine Leistungsausweitung, sagte SHK Chef Guido Hage und mit dem Neuzugang ist man einen Schritt weiter auf dem Weg zum onkologischen Zentrum. Dr. Gebhardt ist Experte speziell für onkologische Chirurgie, den Bauch- und Magen-Darmbereich, die minimal-invasive "Schlüsselloch-Chirurgie" und für Enddarmerkrankungen. Außer der Cardiochirurgie und der speziellen Kinderchirurgie sind am Südharz-Klinikum damit fast alle chirurgischen Fachbereiche vertreten. In Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen des Hauses könne man für die Patienten so eine Art "Rund-um-sorglos Paket" anbieten, meinte Dr. Gebhardt. "Wir sind Teil eines großen Puzzles und so müssen wir uns auch sehen", sagte der Chirurg, sein Fachgebiet sei heute keine "Einzelkämpferfachrichtung" mehr, man müsse mit den anderen Experten Zusammenarbeiten können, die Tendenz gehe zur interdisziplinären Behandlung.
Im Südharz hat sich Dr. Gebhardt nach eigenem Bekunden schon eingelebt, die "neue Mitte" gefalle ihm ganz gut, zumal er schon manchen Mentalitätsunterschied erlebt habe. Aber nicht nur der neue Chefarzt musste umziehen, auch für seine Abteilung könnte die neue Etappe noch einen Ortswechsel mit sich bringen. Man trage sich mit dem Gedanken die Bettenzahl der Station zu erhöhen und sie auf eine andere Ebene im Haus zu verlegen, sagte Klinikleiter Hage, noch wolle man aber abwarten.
Angelo Glashagel
Autor: redEin Sprungbrett soll das Nordhäuser Krankenhaus für ihn nicht mehr sein, erklärte Dr. Gebhardt, mit 57 Jahren wird er wohl neben allem anderen Kontinuität mitbringen. Das und eine ganze Menge Erfahrung. Geboren und aufgewachsen ist Gebhardt in Kiel, hier hat er auch seine ersten Meriten als Facharzt für Krebs- und Transplantationschirugie sammeln können. Vier Jahre war er in Brandenburg-Havel tätig, bevor ihn das Familienleben für 12 Jahre ins Saarland zog.
Seine Frau arbeitet immer noch dort, als Augenärztin ist sie ebenfalls schwer eingebunden, dass man sich nur alle zwei Wochen sehe, sei nicht weiter schlimm. Das er in den Südharz gekommen ist, liegt vor allem an den Möglichkeiten des Hauses, seiner Größe und der technischen wie auch personellen Ausstattung, erklärte der neue Chefarzt zum Pressegespräch.
Die vielen verschiedenen Fachbereiche ermöglichen die Behandlung verschiedenster Krankheitsbilder und es seien die Herausforderungen, welche diese Möglichkeiten für einen Mediziner mit sich brächten, die ihn besonders reizten, erklärte Dr. Gebhardt.
Dr. Johann Hinnerk Gebhardt ist neuer Chefarzt am Südharz-Klinikum Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel)
Für das Klinikum bedeute ein Chefarztwechsel immer auch eine Leistungsausweitung, sagte SHK Chef Guido Hage und mit dem Neuzugang ist man einen Schritt weiter auf dem Weg zum onkologischen Zentrum. Dr. Gebhardt ist Experte speziell für onkologische Chirurgie, den Bauch- und Magen-Darmbereich, die minimal-invasive "Schlüsselloch-Chirurgie" und für Enddarmerkrankungen. Außer der Cardiochirurgie und der speziellen Kinderchirurgie sind am Südharz-Klinikum damit fast alle chirurgischen Fachbereiche vertreten. In Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen des Hauses könne man für die Patienten so eine Art "Rund-um-sorglos Paket" anbieten, meinte Dr. Gebhardt. "Wir sind Teil eines großen Puzzles und so müssen wir uns auch sehen", sagte der Chirurg, sein Fachgebiet sei heute keine "Einzelkämpferfachrichtung" mehr, man müsse mit den anderen Experten Zusammenarbeiten können, die Tendenz gehe zur interdisziplinären Behandlung.
Im Südharz hat sich Dr. Gebhardt nach eigenem Bekunden schon eingelebt, die "neue Mitte" gefalle ihm ganz gut, zumal er schon manchen Mentalitätsunterschied erlebt habe. Aber nicht nur der neue Chefarzt musste umziehen, auch für seine Abteilung könnte die neue Etappe noch einen Ortswechsel mit sich bringen. Man trage sich mit dem Gedanken die Bettenzahl der Station zu erhöhen und sie auf eine andere Ebene im Haus zu verlegen, sagte Klinikleiter Hage, noch wolle man aber abwarten.
Angelo Glashagel

