Di, 15:00 Uhr
05.04.2016
GEZEICHNET VON KLAUS PFAND: 17 BÜRGERMEISTER DER STADT
Den Rekord hält nicht Barbara Rinke
Viele gekrönte Häupter der Stadt, die einst Nordhausen regierten, hat Klaus Pfand verewigt. Überwiegend ab 1899. Nicht als Wachsfigur. Als Porträt...
Nordhausen-Salza:Die Idee, Bürgermeister der Stadt in Farbstiftmalerei auf das Papier zu bringen, kam ihm beiläufig. Postkarten, Fotos in Zeitungen oder Bilder dienten ihm als Vorlage. Insgesamt 17 Stadtoberhäupter porträtierte er. Seine Werke in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zu zeigen und sie in Kurzbiografien über das Wirken der einzelnen Regenten zu informieren, wäre wünschenswert.
Viele Stadtoberhäupter in Pfands Galerie haben Bedeutsames für die Stadt am Südharz vollbracht, andere weniger oder kaum. Wer ist Rekordhalter? Barbara Rinke befand 18 Jahre lang über das Wohl und Wehe der Stadt. Eine lange Zeit. Doch sie ist es nicht, die den Rekord an Amtsjahren hält. Vielleicht ist es Carl Ernst Contag. Er amtierte von 1899 bis 1924. In seiner 25-jährigen Tätigkeit als Oberbürgermeister prägte er das Stadtbild entscheidend.
In seiner Amtszeit erfolgten bedeutsame Neuerungen. Dazu gehörten die Inbetriebnahme der Straßenbahn, die Eröffnung des Elektrizitätswerkes und der Bau der Nordhäuser Talsperre. Außerdem konnte sich Contag den Bau des Stadtbades, der Wiedigsburg-Schule und des Stadttheaters auf seine Fahnen schreiben. Auch die Kanalisation brachte er voran.
Klaus Pfand vor seiner Galerie der Nordhäuser Stadtoberen. Foto: Kurt Frank
Doch auch er ist nicht der Rekordhalter in Pfands Porträtsammlung. Den hält Dr. Konrad Fromann (Bild oben links). Er amtierte von 1666 bis 1706. Der Arzt und Stadtphysikus wurde 90 Jahre alt.
Vielen unserer Leser sind die Stadtoberhäupter der jüngsten Vergangenheit mehr oder weniger in bleibender Erinnerung: Manfred Schröter war der erste Bürgermeister nach der Wende. Es folgte Barbara Rinke. Den amtierenden Oberbürgermeister Klaus Zeh (unten rechts) kennt wohl jeder.
Auch sie waren und sind nicht untätig. Mehr oder weniger wird man ihnen ein Kapitel in der Stadtgeschichte einräumen, die Annalen der Stadt mit ihrem Wirken bereichern können. Eventuell mit der Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Bürgermeistern nach dem 2. Weltkrieg, wie Hans Himmler oder Fritz Gießner? Oder mit der schnellen Umbenennung von Straßennamen? Eher wohl mit markanten Bauten, die sie auf den Weg brachten: Kulturbibliothek, Anbau Museum in der Blasiistraße, Marktpassage, Altstadtbebauung. Oder mit der Landesgartenschau und ihren Auswirkungen für die Stadt.
Wunderschöne Wandbemalungen im heimischen Anwesen. Foto: Kurt Frank
Malen und Zeichnen war für Klaus Pfand, der einst die Werbeabteilung der Handelsorganisation (HO) stellvertretend als Diplom-Gebrauchswerber leitete, schon in der Schule sein Lieblingsfach. Auf dem Zeugnis immer die Note sehr gut. Das Talent habe er vom Vater, ist er überzeugt. Der brachte nicht nur kunstvolle Tapeten an die Wand. Er zeichnete auch geschickt naturnah Landschaften und Porträts. Schon als Kind habe ihn das sehr beeindruckt.
Viele gekrönte Häupter der Stadt, die einst Nordhausen regierten, hat Klaus Pfand verewigt (Foto: Klaus Pfand)
Gern erinnert sich der Senior an einen Schulwettbewerb im Zeichnen zum Thema Max braucht Wasser. Von einem Zeitungsfoto malte er die Maxhütte in Unterwellenborn ab. Der Lehrer war des Lobes voll, gratulierte zum beeindruckenden Sieg.
Aus gesundheitlichen Gründen gab Pfand 1980 nach 30-jähriger Tätigkeit in der Werbung seinen Beruf, der für ihn Berufung war, auf. Die Eröffnung eines Zierfischzuchtbetriebes, Großhandel und Zoofachgeschäft waren weitere Stationen seiner Tätigkeit.
1999 ging Klaus Pfand in Rente. Von nun an war mehr Zeit, das Hobby auszuleben. So entstanden viele Aquarelle aus längst vergangenen Zeiten: Markante Gebäude oder Landschaften. Unter anderem aus Ellrich, Nordhausen und Salza. Herrliche Wandbemalungen finden sich in seinem Anwesen in Salza (siehe Bild). Ob grafische Gestaltung, Porträts, Aquarelle, Ölmalereien oder Beschriftungen – die Palette seines Schaffens ist breit gefächert.
Im Mai wird Klaus Pfand 80 Jahre. Die Farbstifte legt er trotzdem nicht beiseite. Seine Galerie Nordhäuser Stadtoberhäupter will er auch mit dem Nachfolger von Klaus Zeh bereichern. Wer könnte das wohl in zwei Jahren werden?
Außerdem ist der Künstler für die Fußball-Sportgemeinschaft Salza (FSG) unermüdlich tätig. Der Salza-Kicker erscheint nach jedem Heimspiel. Mit allen Informationen zum Spiel und dem Gegner. Auch auswärts ist Berichterstatter Klaus Pfand vor Ort. Die Herausgabe des Salza-Kickers sei nur Dank des Reisecenters und der Fahrschule Karnstedt möglich, bedankt er sich bei den Sponsoren.
Kurt Frank
Autor: redNordhausen-Salza:Die Idee, Bürgermeister der Stadt in Farbstiftmalerei auf das Papier zu bringen, kam ihm beiläufig. Postkarten, Fotos in Zeitungen oder Bilder dienten ihm als Vorlage. Insgesamt 17 Stadtoberhäupter porträtierte er. Seine Werke in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zu zeigen und sie in Kurzbiografien über das Wirken der einzelnen Regenten zu informieren, wäre wünschenswert.
Viele Stadtoberhäupter in Pfands Galerie haben Bedeutsames für die Stadt am Südharz vollbracht, andere weniger oder kaum. Wer ist Rekordhalter? Barbara Rinke befand 18 Jahre lang über das Wohl und Wehe der Stadt. Eine lange Zeit. Doch sie ist es nicht, die den Rekord an Amtsjahren hält. Vielleicht ist es Carl Ernst Contag. Er amtierte von 1899 bis 1924. In seiner 25-jährigen Tätigkeit als Oberbürgermeister prägte er das Stadtbild entscheidend.
In seiner Amtszeit erfolgten bedeutsame Neuerungen. Dazu gehörten die Inbetriebnahme der Straßenbahn, die Eröffnung des Elektrizitätswerkes und der Bau der Nordhäuser Talsperre. Außerdem konnte sich Contag den Bau des Stadtbades, der Wiedigsburg-Schule und des Stadttheaters auf seine Fahnen schreiben. Auch die Kanalisation brachte er voran.
Klaus Pfand vor seiner Galerie der Nordhäuser Stadtoberen. Foto: Kurt Frank
Doch auch er ist nicht der Rekordhalter in Pfands Porträtsammlung. Den hält Dr. Konrad Fromann (Bild oben links). Er amtierte von 1666 bis 1706. Der Arzt und Stadtphysikus wurde 90 Jahre alt.
Vielen unserer Leser sind die Stadtoberhäupter der jüngsten Vergangenheit mehr oder weniger in bleibender Erinnerung: Manfred Schröter war der erste Bürgermeister nach der Wende. Es folgte Barbara Rinke. Den amtierenden Oberbürgermeister Klaus Zeh (unten rechts) kennt wohl jeder.
Auch sie waren und sind nicht untätig. Mehr oder weniger wird man ihnen ein Kapitel in der Stadtgeschichte einräumen, die Annalen der Stadt mit ihrem Wirken bereichern können. Eventuell mit der Aberkennung der Ehrenbürgerschaft von Bürgermeistern nach dem 2. Weltkrieg, wie Hans Himmler oder Fritz Gießner? Oder mit der schnellen Umbenennung von Straßennamen? Eher wohl mit markanten Bauten, die sie auf den Weg brachten: Kulturbibliothek, Anbau Museum in der Blasiistraße, Marktpassage, Altstadtbebauung. Oder mit der Landesgartenschau und ihren Auswirkungen für die Stadt.
Wunderschöne Wandbemalungen im heimischen Anwesen. Foto: Kurt Frank
Malen und Zeichnen war für Klaus Pfand, der einst die Werbeabteilung der Handelsorganisation (HO) stellvertretend als Diplom-Gebrauchswerber leitete, schon in der Schule sein Lieblingsfach. Auf dem Zeugnis immer die Note sehr gut. Das Talent habe er vom Vater, ist er überzeugt. Der brachte nicht nur kunstvolle Tapeten an die Wand. Er zeichnete auch geschickt naturnah Landschaften und Porträts. Schon als Kind habe ihn das sehr beeindruckt.
Viele gekrönte Häupter der Stadt, die einst Nordhausen regierten, hat Klaus Pfand verewigt (Foto: Klaus Pfand)
Gern erinnert sich der Senior an einen Schulwettbewerb im Zeichnen zum Thema Max braucht Wasser. Von einem Zeitungsfoto malte er die Maxhütte in Unterwellenborn ab. Der Lehrer war des Lobes voll, gratulierte zum beeindruckenden Sieg.Aus gesundheitlichen Gründen gab Pfand 1980 nach 30-jähriger Tätigkeit in der Werbung seinen Beruf, der für ihn Berufung war, auf. Die Eröffnung eines Zierfischzuchtbetriebes, Großhandel und Zoofachgeschäft waren weitere Stationen seiner Tätigkeit.
1999 ging Klaus Pfand in Rente. Von nun an war mehr Zeit, das Hobby auszuleben. So entstanden viele Aquarelle aus längst vergangenen Zeiten: Markante Gebäude oder Landschaften. Unter anderem aus Ellrich, Nordhausen und Salza. Herrliche Wandbemalungen finden sich in seinem Anwesen in Salza (siehe Bild). Ob grafische Gestaltung, Porträts, Aquarelle, Ölmalereien oder Beschriftungen – die Palette seines Schaffens ist breit gefächert.
Im Mai wird Klaus Pfand 80 Jahre. Die Farbstifte legt er trotzdem nicht beiseite. Seine Galerie Nordhäuser Stadtoberhäupter will er auch mit dem Nachfolger von Klaus Zeh bereichern. Wer könnte das wohl in zwei Jahren werden?
Außerdem ist der Künstler für die Fußball-Sportgemeinschaft Salza (FSG) unermüdlich tätig. Der Salza-Kicker erscheint nach jedem Heimspiel. Mit allen Informationen zum Spiel und dem Gegner. Auch auswärts ist Berichterstatter Klaus Pfand vor Ort. Die Herausgabe des Salza-Kickers sei nur Dank des Reisecenters und der Fahrschule Karnstedt möglich, bedankt er sich bei den Sponsoren.
Kurt Frank




