Do, 15:49 Uhr
24.03.2016
Ja zur Legalisierung!
Jusos Nordhausen ziehen’s durch
Die Jusos Nordhausen positionieren sich deutlich für eine Legalisierung von Cannabis. Mit Bezug auf die Äußerungen vom CDU-Landtagsabgeordneten Primas, dass die Legalisierung der falsche Weg sei, erwidert der Kreisvorsitzende Maximilian Schröter...
Eine liberale Drogenpolitik ist wohl der richtige Weg. Colorado, Uruguay, Tschechien, Portugal und die Niederlande haben alle gute Erfahrungen damit gemacht.
Die allermeisten der schätzungsweise drei Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Cannabis bewusst und verantwortungsvoll. Sie schaden niemandem und werden doch als Kriminelle behandelt. Alkohol oder Tabak haben, wissenschaftlich bewiesen, weit schlimmere Folgen für den menschlichen Organismus, dennoch sind sie gesellschaftlich akzeptiert.
Cannabis ist keine Einstiegsdroge. Es wird durch die Verbotspolitik erst dazu gemacht. Entzieht man dem Schwarzmarkt durch Legalisierung die Grundlage, vermiest man der organisierten Kriminalität die Profite. Wer Cannabis möchte, bekommt es. Das zeigen uns die Kriminalitätsstatistiken und etliche Studien. Zudem haben sich Dealer*innen in der Vergangenheit als schlechte Jugendschützer*innen erwiesen!, sagt die stellvertretende Vorsitzende Sophie Meinecke.
Wir wollen, dass der Konsum, Anbau und Handel von Cannabis legal wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch Entkriminalisierung weicher Drogen können frei werdende Gelder und Ressourcen eingesetzt werden, um Prävention, Aufklärung und eine bessere Suchtberatung zu finanzieren. Gleichwohl können sich Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte umfangreicher um die Verfolgung echter Strafdelikte und harter Drogen widmen, schließlich werden 95% der Cannabis-Verfahren als Bagatellen eingestellt.
Besteuert man stattdessen Cannabis, könnte der Staat jährlich ein bis zwei Milliarden Euro zusätzlich einnehmen. Zudem würden Konsument*innen durch kontrollierten Anbau, Handel und Vertrieb weniger gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt werden, da auf dem Schwarzmarkt häufig mit Haarspray etc. gestreckt wird.
Klar abgrenzen muss man aber die Legalisierung von weichen und harten Drogen. Beispielsweise muss Crystal Meth, das sich in den vergangenen Jahren auch im Landkreis verbreitet hat, verboten bleiben und bekämpft werden.
Zusammenfassend sagen die Jusos: Jeder Drogentote und jeder Verkehrstote ist einer zu viel – aber die Legalisierung von Cannabis ändert daran nichts. Was ist nun der richtige Weg?
Autor: redEine liberale Drogenpolitik ist wohl der richtige Weg. Colorado, Uruguay, Tschechien, Portugal und die Niederlande haben alle gute Erfahrungen damit gemacht.
Die allermeisten der schätzungsweise drei Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Cannabis bewusst und verantwortungsvoll. Sie schaden niemandem und werden doch als Kriminelle behandelt. Alkohol oder Tabak haben, wissenschaftlich bewiesen, weit schlimmere Folgen für den menschlichen Organismus, dennoch sind sie gesellschaftlich akzeptiert.
Cannabis ist keine Einstiegsdroge. Es wird durch die Verbotspolitik erst dazu gemacht. Entzieht man dem Schwarzmarkt durch Legalisierung die Grundlage, vermiest man der organisierten Kriminalität die Profite. Wer Cannabis möchte, bekommt es. Das zeigen uns die Kriminalitätsstatistiken und etliche Studien. Zudem haben sich Dealer*innen in der Vergangenheit als schlechte Jugendschützer*innen erwiesen!, sagt die stellvertretende Vorsitzende Sophie Meinecke.
Wir wollen, dass der Konsum, Anbau und Handel von Cannabis legal wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch Entkriminalisierung weicher Drogen können frei werdende Gelder und Ressourcen eingesetzt werden, um Prävention, Aufklärung und eine bessere Suchtberatung zu finanzieren. Gleichwohl können sich Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte umfangreicher um die Verfolgung echter Strafdelikte und harter Drogen widmen, schließlich werden 95% der Cannabis-Verfahren als Bagatellen eingestellt.
Besteuert man stattdessen Cannabis, könnte der Staat jährlich ein bis zwei Milliarden Euro zusätzlich einnehmen. Zudem würden Konsument*innen durch kontrollierten Anbau, Handel und Vertrieb weniger gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt werden, da auf dem Schwarzmarkt häufig mit Haarspray etc. gestreckt wird.
Klar abgrenzen muss man aber die Legalisierung von weichen und harten Drogen. Beispielsweise muss Crystal Meth, das sich in den vergangenen Jahren auch im Landkreis verbreitet hat, verboten bleiben und bekämpft werden.
Zusammenfassend sagen die Jusos: Jeder Drogentote und jeder Verkehrstote ist einer zu viel – aber die Legalisierung von Cannabis ändert daran nichts. Was ist nun der richtige Weg?

