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Di, 15:59 Uhr
22.03.2016
Bis 2025 fehlen 70.000 Fachkräfte

Thüringer Allianz will hier helfen

Die neue Allianz für Berufsbildung und Fachkräftegewinnung in Thüringen ist gerade für den Bereich der Sozialwirtschaft ein wichtiger Schritt zur Deckung des Fachkräftebedarfs der Zukunft. Das unterstrich der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen, Reinhard Müller...


Die LIGA ist einer der Partner des neuen Bündnisses, das sich zum Ziel gesetzt hat, konkrete Vereinbarungen mit entsprechenden Maßnahmen zu entwickeln, um dem wachsenden Fachkräftebedarf in Thüringen zu begegnen.
Die Sozialwirtschaft sei einer der größten Wachstumsmarkt bei der Beschäftigung in Thüringen, wenn nicht sogar der größte, unterstrich Müller.

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Die Branche hat in den nächsten Jahren einen hohen Bedarf an Fachkräften. In mehr als jeder dritten Einrichtung kann schon jetzt nach aktuellen Studien der Fachkräftebedarf nicht gedeckt werden. Laut Fachkräftestudie werden bis 2025 rund 70.000 Fachkräfte in der Thüringer Sozialwirtschaft benötigt.
Alle an der Allianz beteiligten Partner wollen gemeinsam auf die Verbesserung der Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Freistaat hinwirken. In der Sozialwirtschaft gelte s, die Bedingungen für gute Arbeit weiterzuentwickeln, unterstrich Müller. Dabei habe man nicht nur das Lohnniveau im Blick, sondern die Arbeitsbedingungen insgesamt.

Jetzt gelte es, sich auf den Weg zu machen, massiv für Berufe in der Sozialwirtschaft zu werben und diese auch bekannt zu machen. Müller verwies auf die erfolgreiche Imagekampagne „Pflege braucht Helden.“ An Ideen wie dieser könnten auch andere sozialwirtschaftliche Bereiche anknüpfen, um frühzeitig mit Interessenten in Berührung zu kommen. Man müsse mit umfassenden Informationen schon in der Phase der Berufsorientierung ansetzen, so Müller. Die aktuelle Diskussion über die generalistische Ausbildung in der Pflege müsse beispielsweise so positiv abgeschlossen werden, dass sie einen Push für die Pflege ergebe.
Autor: red

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Kommentare
Micha123
22.03.2016, 19:43 Uhr
210.000 Fachkräfte fehlen
Irgendwas stimmt hier nicht.
Hier im Artikel steht, dass bis 2025 70.000 Fachkräfte fehlen.
Im MDR war die Rede von 210.000 Fachkräften, welche in Thüringen bis 2025 fehlen. Auch unter Welt.de steht die Zahl 210.000 Fachkräfte fehlen bis 2025.

Trotzdem erscheinen mir diese Zahlen fragwürdig. Ich denke, dass man damit um das Wohlwollen in der Bevölkerung wirbt und dadurch den Zustrom an Flüchtlingen gerade nach Thüringen rechtfertigen will.

Aber eines hat diese Billiglohnland Thüringen nicht verstanden. Sonst hätte es auch keine Abwanderungen gegeben. Gleiche Arbeit, gleiches Geld! Hingegen erhält man in BW oder BY doppelt soviel Lohn - wie hier. Darum ja gerade die Abwanderung.
Was will man dann den 70 oder 210.000 zahlen? Mindestlohn? Flüchtlingslohn? Thüringenlohn?
Auch der Flüchtling wird schnell mitbekommen - wie es hier läuft. Leiharbeit, Überstunden, Billiglöhne. Und so wird auch er wieder abwandern... .
free Gigi
22.03.2016, 21:52 Uhr
ohne Moos nix los
Thüringen ist mit unter jenen Bundesländern, welche Löhnen auf unterirdischen Niveau haben. Abwanderung ist vorprogrammiert.
Apropos, eine pflegeeinrichtung hat schon kaum mehr Personal und denkt wohl über Schließung nach. Da kommen billiglöhner und arbeitssklaven gerade recht!!!
Micha123
23.03.2016, 07:20 Uhr
Ohne Geld keine Fachkräfte
Der "Ossi" hier macht dieses Billiglohnspiel seit 25 Jahren mit.
Er hat sich dabei immer noch "relativ" ruhig verhalten. Ob das dann "Neu-Thüringer" auch machen? Ich bezweifle es.

Die oberen 10.000 oder vielleicht 100.000 machen sich die Taschen immer voller. Lohnerhöhungen, Bonus, Diäten.
Zum Beispiel - Lufthansa Piloten wollen noch mehr Geld.. Dabei haben sie schon 150.000 oder 200.000 Euro im Jahr.
Sie begründen es mit ihrer Verantwortung gegenüber den Passagieren.
Ein LKW Fahrer - welcher hier Gefahrgut transportiert - wie Benzin. Der geht in Thüringen mit 1.200 Euro nach Hause.
Wenn er einen Fehler macht - können auch so viele oder mehr Menschen zu Schaden kommen - wie in einem Flugzeug.
gosalianer
23.03.2016, 10:46 Uhr
Gibt es wirklich einen Fachkräftemangel?
Ich habe einige Jahre in mittelständischen Unternehmen (deutschlandweit) gearbeitet. Eine Vielzahl dieser Firmen existieren nicht weil sie im Wettbewerb real mithalten können sondern weil sie über die Refinanzierung künstlich aufgepumpt werden um überhaupt noch dasein zu dürfen.

Daraus resultiert, dass eine Vielzahl der bereits beschäftigten Fachkräfte, genauso wie die besagten Unternehmen, wirtschaftlich gesehen keine Daseinsberechtigung haben. Sie verzerren ausschließlich den Wettbewerb.

Aktuelles Beispiel: EDC in Hannover. Über 700 Angestellte. 4 Mio. Debit. Die Firma ist längst ein Fall für den Insolvenzverwalter. Dennoch wird ein sog. Schutzschirmverfahren eingeführt. Würde es die Firma morgen nicht mehr geben, verschiebt sich der Umsatz automatisch auf die zahlreichen Mitbewerber, von denen sich ebenfalls einige refinanzieren müssen um weiterhin existent sein zu dürfen.

Viele Firmen sind auf Steroide. Wirtschaftlich gesehen entsteht keine Leistung mehr, die tatsächlich gebraucht wird. Es geht nur noch um Verschiebung.

Die Niedrigzinspolitik sowie die anhaltende Deflation sind ein klares Indiz dafür. Da entwickelt sich eine Blase, die bald platzen wird. In spätestens 10 Jahren schreit niemand mehr nach Fachkräften - meine Meinung!
Frank1966
23.03.2016, 11:32 Uhr
@gosalianer - treffender geht es nicht
Die Industrialisierung 4.0 liefert doch deutliche Zahlen.
7 Mio. Arbeitsplätze verschwinden und 2 Mio. entstehen dadurch neu. Was die Differenz bedeutet, ist ja wohl klar.
Und die enstehenden 2 Mio. sind mit Sicherheit nicht alles Fachkräfte. Billige Arbeitskräfte für die Sozialwirtschaft werden gesucht.
Anstatt den Mittelstand - gibt es ihn noch - zu stärken, kümmert sich diese Regierung um Bankenrettung usw.
In naher Zukunft wird der Arbeiter, der einen handwerklichen Beruf erlernt hat, den Preis bestimmen.
Den können dann alle Studierten zahlen. Mir geht es nicht um den Nachwuchs der studieren will, aber auch hier gibt es kein Gleichgewicht mehr. Der kleine Bankerlehrling wird in ein feines Stöffchen gewickelt und ihm wird gelehrt, der Wichtigste zu sein. Und der der bereit ist, mit seiner Hände Arbeit sichtbares zu erschaffen, wird belächelt.
Peppone
23.03.2016, 11:48 Uhr
Es passiert das, was bisher immer passiert ist
Die Menschheit hat die Erfindung des Webstuhles und der Dampfmaschine überstanden und wird auch Industrie 4.0 überstehen. Fortschritt in industriellen Prozeßen läßt sich nicht aufhalten. Für mich persönlich wäre auch vorstellbar, 10 Stunden weniger in der Woche zu arbeiten. Ich muss auch keine Sechs-Tage-Woche, wie sie meine Großeltern kannten, haben.
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