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Mi, 15:42 Uhr
16.03.2016
EINE FRAGE, DIE NOCH ZU KLÄREN IST:

Wer bringt den Müll aus Wald und Flur?

Wer bringt den Müll aus Wald und Flur? Diese Frage stellt sich nach der nnz-Betrachtung „Müllskandal oder nur Sturm im Wasserglas?“ Von der Antwort sind Sie nur noch einen Klick entfernt...

Hier liegt der Müll in der Landschaft (Foto: Kurt Frank) Hier liegt der Müll in der Landschaft (Foto: Kurt Frank)
Kehmstedt. Rückblick: Jürgen Toetzke ist oft in der Natur unterwegs. Der Rentner ist Mitglied im Naturschutzbund. Müll in Wald und Flur bringt ihn auf die Palme. Auch Uwe Merx, der Jäger, streift durch Wald und Feld.

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Eigentlich müssten die beiden als naturverbundene Menschen gut miteinander auskommen. Dem ist nicht so. Leider. Dem Mülldetektiv geht es nicht schnell genug, den Unrat zu entsorgen. Dem anderen geht der Übereifer nach Müllsuche auf die Nerven.

Nun ist die Geschichte beim Landratsamt anhängig. Sascha Wedler von der Abfallwirtschaft traf sich vor Ort mit dem Bürgermeister Uwe Merx, der auch der Wipperdorfer Agrargesellschaft als Geschäftsführer vorsteht. Frage aller Fragen: Wer entsorgt den Müll? Dass er in der Landschaft nichts zu suchen hat, darüber ist man sich einig.

Das Wie scheint komplizierter als gedacht. Der Rechtsweg sei zu beachten. Zunächst, sagt Wedler, müsse man prüfen, ob die Verursacher ausfindig gemacht werden können. Da dies in der Regel ohne Erfolg ist, bleiben andere Möglichkeiten. Der Grundstückseigentümer käme womöglich in die Pflicht.

Finde sich im Wald Müll hinter eingezäuntem Gelände, müsse es zugänglich sein. Einer aufwendigen Fahndung bedarf es da wohl nicht, den Eigentümer des eingezäunten Areals ausfindig zu machen. Vielleicht auch den Verursacher, der den Unrat über den Zaun hinweg warf.

Der Müll wird beseitigt, versicherte gegenüber nnz Sascha Wedler. Ob mithilfe der Grundstückseigentümer, eines Bauhofes, des zuständigen Entsorgers, durch den Landkreis selbst oder in einer gemeinsamen „Aktion Frühjahrsputz“ konnte er gestern nicht sagen.

Der Müll-Artikel fand auch das rege Interesse unseres Lesers Bodo Schwarzberg. Auch er setzt sich vehement für den Schutz der Natur ein. Seine Beiträge sind wohl überlegt, sachlich und fachlich überzeugend. Die Geschichte Toetzke/Merx, schreibt er, spüle ein altbekanntes Problem nach oben: Die wilde und meist ungeahndete Vermüllung unserer an sich schon durch Zersiedelung und intensiver Landwirtschaft gebeutelte Landschaft.

Bodo Schwarzberg ist überzeugt: „Während die Ordnungs-und Umweltbehörden im unmittelbar bewohnten Gebiet schnell tätig werden, wenn jemand plötzlich einen ungeliebten Konsumgegenstand ablegt, so sieht das wenige Meter außerhalb schon anders aus.“. Die Wegwerfgesellschaft lasse grüßen, die menschliche Unfähigkeit, die von uns erzeugten Probleme zu lösen, auch.

Bodo Schwarzberg ist sich sicher, dass die Behörde wenigsten im Fall Toetzke/Merx tätig wird. Jürgen Toetzke sollte nicht locker lassen und immer wieder in die Öffentlichkeit gehen, wenn sich nichts tut.

Auch wenn Jürgen Toetzke und Uwe Merx in Fehde liegen, so sollte doch im Interesse beider die Müllbeseitigung sein. Drohungen, von welcher Seite sie auch kommen sollten, wären nur kontraproduktiv.
Kurt Frank
Autor: red

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