Do, 11:43 Uhr
10.03.2016
nnz-Betrachtung
Endlich mal eine Entscheidung!
Der bisherigen Rathaus-Spitze wurde oft nachgesagt, dass in diesen Gemäuern nichts oder nur sehr zögerlich entschieden wird. Das ändert sich jetzt. Der Anfang wurde mit einem Fest gemacht...
Geschmückter Brunnen vor dem Rathaus (Foto: nnz)
Hannelore Haase, die Kulturdezernentin der Nordhäuser Stadtverwaltung hat entschieden: Ostern wird nicht mehr am Samstag, sondern am Sonntag gefeiert. Punkt! Aus!
Endlich mal eine klare Ansage, endlich mal eine Entscheidung. Wir erinnern uns: Fast zehn Jahre wurde das Nordhäuser Osterfest am Ostersamstag auf dem Nordhäuser Petersberg gefeiert. Als Open-Air-Fest. Sicher, das meteorologische Risiko ging damit immer einher.
Seit vorigem Jahr jedoch darf in dieser Stadt aus vermutlich religiösen Gründen nicht mehr vor dem Ostersonntag gefeiert werden. Auch das ist eine Ansage und die hat im Nordhäuser Rathaus großes Gewicht. Damals, also Ende 2014, suchten die Verantwortlichen in der Verwaltung nach einer Begründung. Wie erkläre ich das dem Volk? Die damals plausible Erklärung hing mit dem Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe des Jahres 1945 zusammen. Vollstes Verständnis.
Blieb jedoch damals die Hoffnung auf einen Neuanlauf in Richtung Petersberg. Doch weit gefehlt. In diesem Jahr soll es das Wetter sein und da Ostern relativ zeitig ist, wird aus meteorologischen Gründen das Osterfeiern am Samstag abgesetzt. Einfach niedlich, wie Politik funktioniert. Man muss sich nun einfach verneigen, dass eine einzelne Politikerin festgelegt hat, wann das Volk Ostern feiern soll. Selbst auf Nachfrage hielt Hannelore Haase fest: "Das habe ich so entschieden, für mich ist Sonntag Ostern!"
Diese Entscheidungsfreudigkeit macht Mut und gibt Hoffnung auf das weitere politisch-verwalterischen Handeln der Stadtoberen. Und sie macht neugierig auf das nächste Jahr, denn dann wird Ostern Mitte April gefeiert. Dann dürfte das Wetter frühlingshafter sein und das Gedenken an die unheilvollen Tage im April 1945 ist knapp zwei Wochen vorbei.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Geschmückter Brunnen vor dem Rathaus (Foto: nnz)
Hannelore Haase, die Kulturdezernentin der Nordhäuser Stadtverwaltung hat entschieden: Ostern wird nicht mehr am Samstag, sondern am Sonntag gefeiert. Punkt! Aus!
Endlich mal eine klare Ansage, endlich mal eine Entscheidung. Wir erinnern uns: Fast zehn Jahre wurde das Nordhäuser Osterfest am Ostersamstag auf dem Nordhäuser Petersberg gefeiert. Als Open-Air-Fest. Sicher, das meteorologische Risiko ging damit immer einher.
Seit vorigem Jahr jedoch darf in dieser Stadt aus vermutlich religiösen Gründen nicht mehr vor dem Ostersonntag gefeiert werden. Auch das ist eine Ansage und die hat im Nordhäuser Rathaus großes Gewicht. Damals, also Ende 2014, suchten die Verantwortlichen in der Verwaltung nach einer Begründung. Wie erkläre ich das dem Volk? Die damals plausible Erklärung hing mit dem Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe des Jahres 1945 zusammen. Vollstes Verständnis.
Blieb jedoch damals die Hoffnung auf einen Neuanlauf in Richtung Petersberg. Doch weit gefehlt. In diesem Jahr soll es das Wetter sein und da Ostern relativ zeitig ist, wird aus meteorologischen Gründen das Osterfeiern am Samstag abgesetzt. Einfach niedlich, wie Politik funktioniert. Man muss sich nun einfach verneigen, dass eine einzelne Politikerin festgelegt hat, wann das Volk Ostern feiern soll. Selbst auf Nachfrage hielt Hannelore Haase fest: "Das habe ich so entschieden, für mich ist Sonntag Ostern!"
Diese Entscheidungsfreudigkeit macht Mut und gibt Hoffnung auf das weitere politisch-verwalterischen Handeln der Stadtoberen. Und sie macht neugierig auf das nächste Jahr, denn dann wird Ostern Mitte April gefeiert. Dann dürfte das Wetter frühlingshafter sein und das Gedenken an die unheilvollen Tage im April 1945 ist knapp zwei Wochen vorbei.
Peter-Stefan Greiner

