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Mo, 10:39 Uhr
29.02.2016
Ausstellung wird eröffnet

Andreasstraße unterwegs

Kommende Woche kommt die "Andreasstraße" nach Nordhausen, genauer eine Ausstellung rund um das Erfurter Stasi-Gefängnis. Die Wanderausstellung gibt bis Ende April schlaglichtartig wesentliche Aussagen über den Alltag in der SED-Diktatur, die politische Haft in der Andreasstraße sowie die Friedliche Revolution in Thüringen wieder...

In Kooperation mit dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ präsentieren das Nordhäuser Stadtgeschichtsmuseum und die Stiftung Ettersberg ausgewählte Exponate aus der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße. Am Eröffnungsabend führen die verantwortlichen Kuratoren der Stiftung Ettersberg auch in die Geschichte der SED-Diktatur in Thüringen ein.

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Die Schau lädt zur kritischen Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte ein und kann gerade Schülerinnen und Schülern den Zugang zum Thema DDR erleichtern:

Bernd ist rebellisch, seine kleine Schwester Monika angepasst. Bernd trägt lange Haare und spielt Gitarre in einer Rockband. Moni verbringt die Nachmittage mit ihren Freundinnen bei den Pionieren. Die Geschwister hängen aneinander, aber sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Ihre Lebenswege driften auf dramatische Weise auseinander: Bernd versucht, aus der DDR in den Westen zu fliehen. Doch seine Flucht scheitert. Er wird in der MfS-Untersuchungshaftanstalt Andreasstraße in Erfurt eingesperrt und später freigekauft. Erst als die Grenze zwischen Ost und West aufgeht, sehen sich Moni und Bernd wieder. Der große Bruder hat die Friedliche Revolution am Fernseher verfolgt und Moni erzählt ihm, was er alles verpasst hat. Zwei Geschwister – zwei Schicksale: Finden die beiden wieder zueinander?

Kommende Woche wird die Ausstellung "Andreasstraße unterwegs" in der Flohburg eröffnet (Foto: Ilona Bergmann, Pressestelle Stadt Nordhausen) Kommende Woche wird die Ausstellung "Andreasstraße unterwegs" in der Flohburg eröffnet (Foto: Ilona Bergmann, Pressestelle Stadt Nordhausen)

Die Geschichte von Monika und Bernd basiert auf Erzählungen von Zeitzeugen – und ist als Comic in die neue Wanderausstellung der Stiftung Ettersberg „Andreasstraße unterwegs“ eingeflossen. Das zur Verfügung gestellte didaktische Material schlägt eine Brücke vom Ausstellungsort Flohburg in die Andreasstraße Erfurt.

Die Ausstellung beeindruckt durch ihre Architektur, ihre Grafik, ihre Medienstationen und ihre Exponate. Sie besteht aus drei Ausstellungsteilen und besticht durch ihre Originalfotos und einführende Texte. Jeder Ausstellungsteil enthält eine Medienstation und Exponate.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 9. März, um 18 Uhr durch Oberbürgermeister, Dr. Klaus Zeh eröffnet.
Autor: red

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