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Sa, 12:44 Uhr
27.02.2016
Einladung zum Mitgestalten

Kommunalpolitik geht nur miteinander

Vertreter aus vier verschiedenen Fraktionen des Nordhäuser Stadtrates reichten kürzlich einen Antrag zur Gründung eines Kinder- und Jugendstadtrates für Nordhausen ein...


„Ziel des Kinder- und Jugendstadtrates ist es, den Interessen der Nordhäuser Kinder und Jugendlichen in der Politik der Stadt Gehör und Geltung zu verschaffen“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag von Bettina Ahlers (SPD), Konstanze Keller-Hofmeister (Die Linke), Martin Höfer (FDP/Für Nordhausen), Michael Mohr (Die Linke) und Holger Richter (Bündnis 90/Die Grünen).

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Es gab in der Vergangenheit bereits einige Versuche, Kinder und Jugendliche in das kommunale Politikgeschehen einzubinden – jedoch ohne nachhaltigen Erfolg. „Wir sind davon überzeugt, dass Kinder und Jugendliche großes Interesse daran haben, bei Themen, die sie betreffen, mitzubestimmen und vor allem mitzugestalten. Wir sind sicher, dass die jungen Nordhäuserinnen und Nordhäuser gut und gern ihre Meinung vertreten und innerhalb eines demokratisch gewählten Gremiums ihre selbstgesteckten Ziele erreichen werden“, erläutert Holger Richter stellvertretend für die Antragsteller. „Doch dafür brauchen die Kinder und Jugendlichen einen guten Rahmen und die begleitende Unterstützung von Erwachsenen.“

Und diesen Rahmen haben die fraktionsübergreifenden Antragsteller in einer „Satzung für den Kinder- und Jugendstadtrat der Stadt Nordhausen“ bereits mitgeliefert. Hier ist festgeschrieben, dass die Wahlen eines 15-köpfigen Gremiums genauso ablaufen sollen, wie die Wahlen zum Stadtrat der Erwachsenen. Wahlberechtigt sind alle Nordhäuser Kinder von 7 bis 18 Jahren.

Der jugendliche Rat erhält Rede- und Antragsrecht in Stadtrat und Ausschüssen, um nicht nur reagieren, sondern auch Initiative ergreifen zu können. Das Gremium verfügt über einen eigenen Haushalt mit dem sie Projekte initiieren und umsetzen können. Die Mitglieder sollen von Mitarbeitern des Amtes für Bildung, Generationen und Sport betreut werden.

„Mit unserem gemeinsamen Antrag können wir nach vielen Jahren des Scheiterns bei der Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen in Nordhausen nun endlich ein geeignetes Format zum Leben bringen. In zahllosen Gesprächen, die wir mit Kindern und Jugendlichen geführt haben, wurde immer wieder deutlich, dass Alibi-Aktionen von ihnen sofort durchschaut und deshalb abgelehnt werden. Unsere jungen Menschen möchten echte Mitbestimmung, und die können sie im neuen Kinder- und Jugendstadtrat ausüben. Wir freuen uns schon jetzt auf die jungen Mitgestalter. Wir alle können viel voneinander lernen und die demokratische Kultur in Nordhausen neu beleben“, sind sich die fünf beantragenden Stadträte sicher.
Autor: red

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Kommentare
Motte83
27.02.2016, 15:21 Uhr
Geht doch
Schön, dass es fraktionsübergreifende Arbeit gibt, wenn man die üblichen Streithähne außen vor lässt.
Hoffen wir, dass sich der Stadtrat eindeutig für die Kinder dieser Stadt positioniert.
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