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Mo, 10:26 Uhr
22.02.2016
Immer mehr Väter pflege kranke Kinder

Männeranteil bei Nachwuchs-Betreuung steigt

Immer häufiger werden in Thüringen kranke Kinder zu Hause von ihren Vätern gepflegt. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit hervor. Demnach wurden 2015 fast ein Viertel aller Anträge auf das sogenannte Kinderpflege-Krankengeld von Männern gestellt...


Fieber, Durchfall, Beinbruch: Wenn Thüringer Kinder krank sind, werden sie immer häufiger von Vätern gesund gepflegt. Innerhalb der letzten Jahre hat sich ihr Anteil nahezu verdoppelt. Nach einer aktuellen Statistik der DAK-Gesundheit wurden 2015 in Thüringen mehr als 23 Prozent aller Anträge auf das so genannte Kinderpflege-Krankengeld von Männern gestellt. Damit lag der Anteil in Thüringen fast vier Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

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„Bei der Betreuung kranker Kinder gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle“, sagt Steffi Steinicke, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Thüringen. So war der Anteil der pflegenden Väter in allen ostdeutschen Bundesländern mit knapp 23 Prozent vergleichsweise hoch. Im Westen lag der Durchschnitt bei nur rund 17 Prozent. „Ein Grund wird die hohe Erwerbstätigenquote ostdeutscher Frauen sein.“, weist Steinicke mit Blick auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2012 hin. Demnach sind im Westen gleichberechtigte Doppelverdiener-Modelle weniger stark verbreitet als im Osten Deutschlands.

Bundesweit reichten 2015 mehr als 95.000 DAK-Versicherte Anträge für das so genannte Kinderpflege-Krankengeld ein. Der Anteil der Väter stieg sowohl in Bezug auf die Ausfalltage als auch die Personenzahl auf fast 20 Prozent an – 2009 waren es nur zehn Prozent.

Krankenkassen springen ein, wenn Eltern mit kranken Kindern zuhause bleiben und der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leistet. Anspruch auf das Krankengeld haben gesetzlich versicherte Eltern von Kindern bis zwölf Jahren. Väter und Mütter mit einem Kind haben jeweils Anspruch auf zehn Arbeitstage pro Kalenderjahr. Bei Alleinerziehenden sind es 20 Arbeitstage. Die Höhe beträgt zwischen 90 und 100 Prozent des ausgefallenen Nettogehaltes.
Autor: red

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