Di, 12:18 Uhr
16.02.2016
Ein Besuch bei den Wirtschaftsjunioren
Es muss nicht immer die Krawatte sein
Um das Geschäft geht es eher am Rande - das zeigten die Nordthüringer Wirtschaftsjunioren auch bei ihrem traditionellen Wintergrillen. Die junge Truppe traf sich am vergangenen Freitag um das Jahr zu besprechen und die nnz hat sich das einmal angeschaut...
Wintergrillen der Wirtschaftsjunioren: Matthias Kresel und Frau Kerstin, Stephanie Kespohl und Christoph Tölle (Foto: Angelo Glashagel)
Bei schönem Wetter kann ja jeder Grillen, hat man sich wohl bei den Wirtschaftsjunioren gedacht, als man das Wintergrillen vor ein paar Jahren ins Leben rief. Dahinter steckt erst einmal kein tieferer Sinn - man trifft sich, genießt Grillgut, trinkt und unterhält sich.
Bei der Vereinigung selbst geht es dann aber doch um ein bisschen mehr als nur um das Geschäft. Das würde von ganz alleine kommen, sagt Matthias Kresel, Diplom-Ingenieur, Gründungsmitglied und Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren. Als er 2007 seinen Abschluss an der Nordhäuser Hochschule gemacht hatte, gründete er seine Firma SEN und spezialisiert sich auf automatisierte Mess- und Prägetechnik.
Mit dem Know-How steht der Jungunternehmer in Nordhausen nicht alleine da, es gibt große und etablierte Mitbewerber, der Blick über den Tellerrand verspricht da mehr Erfolg. Mit Freunden gründet der junge Mann ein Jahr später die Nordthüringer Dependance der Wirtschaftsjunioren und hat potentiell Kontakt zu 10.000 Unternehmen verteilt auf 210 Kreise in ganz Deutschland und weitere Verbindungen ins Ausland. In Zahlen bedeutet das: 300.000 Arbeitsplätze, 35.000 Ausbildungsstellen und ein gemeinsamer Jahresumsatz von 120 Milliarden Euro.
Kresel und seine Mitstreiter geht es aber nicht primär ums Zahlenwerk. Man will persönlich etwas bewegen, vor Ort, das sei "der beste Weg der Abwanderung entgegenzuwirken", sagt Christoph Tölle, ebenfalls Gründungsmitglied, Consultant, Projektmanager und noch vergleichsweise jung an Jahren. "Viele von uns haben selbstständig gegründet", erzählt er, der "Nachwuchs" an Unternehmern müsse in die Region kommen, hier gehalten werden. Dazu gehörten auch Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erzählt Tölle, diese und andere Hürden des Arbeitsalltages erleben die Leiter von kleinen und mittleren Unternehmen noch am eigenen Leib.
Geselligkeit, Spaß und soziale Verantwortung stehen im Vordergrund, erst dann kommt das Geschäft (Foto: Angelo Glashagel)
"Es muss nicht immer die Krawatte sein", beschreibt Tölle die Philosophie der Gruppe: das "Du" ist Pflicht, gesiezt wird nicht, es soll um entspannte Atmosphäre und Ideen gehen, um soziale Verantwortung. Auf der Jahreshauptversammlung, die dem gemütlichen Teil am Grill voranging, geht es neben Aktivitäten wie Wanderungen, Firmenbesichtigungen und Kommunikationsseminaren denn auch um Projekte, die dieses Jahr anstehen. Unter anderem will man im Sinne der Gemeinsamkeit mit anderen Kreisverbänden der Wirtschaftsjunioren von Rostock bis Hannover Ende Oktober in Nordhausen ein Benefiz-Fußballturnier auf die Beine stellen, dessen Einnahmen Kindereinrichtungen in der Region zukommen sollen. Die wiederum sollen in das Rahmenprogramm mit eingebunden werden.
Für den überschaubaren Regionalverband, 17 Jungunternehmer unter 40 sind es zur Zeit, eine ordentliche Aufgabe. Wer mitmachen will bei den Wirtschaftsjunioren sollte zwar jung sein, muss aber nicht unbedingt ein Unternehmen führen, erzählt Ingenieur Kresel, "wer etwas bewegen will in der Region, der kann mitmachen". Wer mehr wissen will, findet alles nötige auf der Internetpräsenz der Gruppe.
Angelo Glashagel
Autor: red
Wintergrillen der Wirtschaftsjunioren: Matthias Kresel und Frau Kerstin, Stephanie Kespohl und Christoph Tölle (Foto: Angelo Glashagel)
Bei schönem Wetter kann ja jeder Grillen, hat man sich wohl bei den Wirtschaftsjunioren gedacht, als man das Wintergrillen vor ein paar Jahren ins Leben rief. Dahinter steckt erst einmal kein tieferer Sinn - man trifft sich, genießt Grillgut, trinkt und unterhält sich.
Bei der Vereinigung selbst geht es dann aber doch um ein bisschen mehr als nur um das Geschäft. Das würde von ganz alleine kommen, sagt Matthias Kresel, Diplom-Ingenieur, Gründungsmitglied und Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren. Als er 2007 seinen Abschluss an der Nordhäuser Hochschule gemacht hatte, gründete er seine Firma SEN und spezialisiert sich auf automatisierte Mess- und Prägetechnik.
Mit dem Know-How steht der Jungunternehmer in Nordhausen nicht alleine da, es gibt große und etablierte Mitbewerber, der Blick über den Tellerrand verspricht da mehr Erfolg. Mit Freunden gründet der junge Mann ein Jahr später die Nordthüringer Dependance der Wirtschaftsjunioren und hat potentiell Kontakt zu 10.000 Unternehmen verteilt auf 210 Kreise in ganz Deutschland und weitere Verbindungen ins Ausland. In Zahlen bedeutet das: 300.000 Arbeitsplätze, 35.000 Ausbildungsstellen und ein gemeinsamer Jahresumsatz von 120 Milliarden Euro.
Kresel und seine Mitstreiter geht es aber nicht primär ums Zahlenwerk. Man will persönlich etwas bewegen, vor Ort, das sei "der beste Weg der Abwanderung entgegenzuwirken", sagt Christoph Tölle, ebenfalls Gründungsmitglied, Consultant, Projektmanager und noch vergleichsweise jung an Jahren. "Viele von uns haben selbstständig gegründet", erzählt er, der "Nachwuchs" an Unternehmern müsse in die Region kommen, hier gehalten werden. Dazu gehörten auch Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erzählt Tölle, diese und andere Hürden des Arbeitsalltages erleben die Leiter von kleinen und mittleren Unternehmen noch am eigenen Leib.
Geselligkeit, Spaß und soziale Verantwortung stehen im Vordergrund, erst dann kommt das Geschäft (Foto: Angelo Glashagel)
"Es muss nicht immer die Krawatte sein", beschreibt Tölle die Philosophie der Gruppe: das "Du" ist Pflicht, gesiezt wird nicht, es soll um entspannte Atmosphäre und Ideen gehen, um soziale Verantwortung. Auf der Jahreshauptversammlung, die dem gemütlichen Teil am Grill voranging, geht es neben Aktivitäten wie Wanderungen, Firmenbesichtigungen und Kommunikationsseminaren denn auch um Projekte, die dieses Jahr anstehen. Unter anderem will man im Sinne der Gemeinsamkeit mit anderen Kreisverbänden der Wirtschaftsjunioren von Rostock bis Hannover Ende Oktober in Nordhausen ein Benefiz-Fußballturnier auf die Beine stellen, dessen Einnahmen Kindereinrichtungen in der Region zukommen sollen. Die wiederum sollen in das Rahmenprogramm mit eingebunden werden. Für den überschaubaren Regionalverband, 17 Jungunternehmer unter 40 sind es zur Zeit, eine ordentliche Aufgabe. Wer mitmachen will bei den Wirtschaftsjunioren sollte zwar jung sein, muss aber nicht unbedingt ein Unternehmen führen, erzählt Ingenieur Kresel, "wer etwas bewegen will in der Region, der kann mitmachen". Wer mehr wissen will, findet alles nötige auf der Internetpräsenz der Gruppe.
Angelo Glashagel

