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So, 12:27 Uhr
07.02.2016
Karneval 2016

Humor mit Zähnchen aus Krimderode

Die Zeit des Karnevals ist auch immer die Zeit, da den Regierenden der Spiegel von den Menschen vorgehalten wird. Der nnz-Redaktion wurde ein Beispiel geschickt...

Humor mit Zähnchen aus Krimderode

Nordhausen ist eine schöne Stadt
die allerhand zu bieten hat.
Ein futuristisches Bürgerhaus wurde gebaut
das wirklich niemand in Nordhausen braucht
und die Badewannen vor dem Rolandtor
kommen so manchen Betrachter recht seltsam vor.
Nun ist die Stadt pleite und die Kasse ist leer
jetzt müssen neue Geldquellen her.

Da hat das Stadtförsterlein Axt eine grandiose Idee,
das flüsterte ihm in der Nacht eine weise Fee.
In Krimderode steht ein sehr alter Wald
die herrlichen Bäume sind über 100 Jahre alt.
Buchen, Kiefern und auch Eichen
müssen den lauten Kettensägen weichen.

Mit der Säge groß und schwer
geht es über die dicksten Bäume her.
Umwelt und Naturschutz hin oder her,
das interessiert dabei niemanden mehr.

Nun sind die alten Bäume weg
und es bleibt nur noch Dreck
und Späne sowie die zerstörten Wanderwege.

Traurig und mit enttäuschten Blick
denken wir an unseren alten Kuhberg zurück.
Das Stadtförsterlein Axt ist nun wahnsinnig stolz
denn er hat jetzt riesige Berge Holz,
gut aufgestapelt und nummeriert,
das so manchen Käufer sehr interessiert.

Herr Axt hat es nämlich fertig gebracht
und diese alten Bäume zur Geldquelle gemacht.
Im Rathaus ist man jetzt zufrieden
und lässt lautstark die Sektkorken fliegen.

Ob Kindergärten oder auch Schulen
müssen nun wieder eifrig um die Fördergelder buhlen. Auch die Lochparade auf den Straßen der Stadt
haben alle Autofahrer und Anwohner satt.

So kann es nicht weiter gehn
der Bürgermeister lässt seine Wähler im Regen stehn.
Asylantenwohnheime werden gebraucht,
da werden die Bürger auch nicht gefragt.

Und das Ende der Geschicht,
vertraue Bürgermeister und Stadtförster nicht!
P. Hagen
Autor: red

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Kommentare
Georg
07.02.2016, 14:16 Uhr
Schönes Gedicht, trauriger Inhalt
Leider muss ich dem Verfasser des Gedichtes über diese "naturschonende Holzernte" am Kuhberg zustimmen.
Bei meinen Spaziergängen konnte ich das Treiben beobachten und war entsetzt, wie rücksichtslos mit den großen Holzerntemaschinen und Transportfahrzeugen der schöne Wald zerstört wurde. Mit brachialer Gewalt wurden riesige Schneisen geschlagen, tiefe Furchen und zerstörte Wanderwege hinterlassen. Alles was nicht genug Geld bringt wurde kreuz und quer liegen gelassen. Auch die Sperrung der Brücke wurde zeitweilig aufgehoben und die Tonnagebegrenzungen der Brücken missachtet.
Ich werde in Zukunft diesen Bereich des Nordhäuser Stadtwaldes meiden.
Baldur
07.02.2016, 17:52 Uhr
Auch Robinienholz ist wertvoll
Mehrere Robinien wurden am Hagentor beseitigt, vor kurzer Zeit auch am Strohmühlenweg ein schönes Exemplar.
Nachpflanzen ? Fehlanzeige !
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