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Fr, 14:38 Uhr
05.02.2016
Thüringer Forst

Die Tiere über die Notzeit bringen

Als gesetzlich vorgeschriebene Notzeit gilt der Zeitraum, in der durch hohe Schneelage, starken Frost oder Verharschung kein natürliches Futter im Wald zur Verfügung steht. In Thüringen gilt die Notzeit generell ab Höhenlagen über 450 Meter über Normal Null und in der Zeitspanne zwischen dem 16. Januar und dem 30. April...

Anlieferung (Foto: Forstamt) Anlieferung (Foto: Forstamt)
Anlieferung einer Heuladung im Revier Rothesütte zur Verteilung auf die Wildfütterungen durch den forstamtseigenen Traktor.

Um für eine solche Situation gewappnet zu sein hat das Forstamt Bleicherode-Südharz bereit im letzten Jahr Wildfutter eingelagert. Die Rübenbunker in den Harzrevieren sind gefüllt mit Zuckerrüben, Mais wurde gekauft und eingelagert sowie auch Wildfrüchte wie Eicheln und Kastanien.

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Da niemand im Voraus sagen kann ob eine Notzeit eintritt und vor allem wann werden die Fütterungen mit Heu von den Waldwiesen gefüllt und bei Bedarf wird Heu von den einheimischen Agrargenossenschaften zugekauft und von diesen auch zu den Fütterungen angeliefert. Im Bild zu sehen ist eine solche Anlieferung durch die Agrargenossenschaft Mauderode, von der Abladestelle wird das Heu dann mit dem forstamtseigenem Traktor auf die umliegenden Fütterungen aufgeteilt.

Zusätzlich ist der Bau von Wildfütterungen an geeigneten Stellen in den letzten Jahren konsequent fortgeführt wurden um die Versorgung des Wildes in der Notzeit absichern zu können. Vor allem Prossholz wird sehr gerne vom Rotwild aufgenommen und ist leicht zu beschaffen und ist eine natürliche Äsungsgrundlage für das Wild. Im Spätherbst oder Winter werden hierzu meist Weichlaubhölzer gefällt und verbleiben im Wald. Das Wild schält und verbeißt mit Vorliebe Rinde, Äste, Zweige und Knospen. Nahezu täglich müssen während der Notzeit die Fütterungen neu beschickt werden da sich besonders Rotwild gut darauf einstellt.

Diese verantwortungsvolle Aufgabe kann nur im Zusammenwirken zwischen Forstpersonal und Jägern gemeistert werden. Ein weiteres Ziel neben der Gesunderhaltung des Wildbestandes ist die Minderung von Verbiss- und Schälschäden im Wald sowie von Wildschäden in der Landwirtschaft welche im engen Zusammenhang mit der Versorgung des Wildes in der Notzeit stehen. Um zu erreichen das diese Ziele auch erreicht werden benötigt das Wild an den Fütterungen absolute Ruhe und für diese Ruhe müssen unter anderen auch wir ob als Wanderer, Skifahrer, Radfahrer oder Reiter mit Sorge tragen.
Bernd Waldheim
Autor: red

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