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Di, 10:18 Uhr
02.02.2016
Vortrag in Woffleben

Umweltsünden des Bergbaus im Harz

Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen. Wie die aussehen, darüber klärt der Geologe Dr. Friedhart Knolle demnächst in Woffleben auf...

Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert – im Landkreis Osterode am Harz kommt noch Arsen hinzu.


Die Frankenscharrnhütte bei Clausthal-Zellerfeld um 1840 - eine der gravierendsten Schwermetallquellen im Oberharz. Kolorierte Lithographie nach einer Zeichnung von Wilhelm Ripe.

Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über die Harzer Flüsse bis in die Nordsee. Viele Schwermetalle reichern sich in Tieren und Pflanzen an, wirken giftig und können sogar Krebs auslösen – doch einige Pflanzen haben sich angepasst und sind in der Lage, mit den hohen Schwermetallgehalten zu koexistieren. Sie tragen in der Harzer Mundart so klangvolle Namen wie Hüttenblume oder Kupferblümchen.

Der Vortrag des Geologen Dr. Friedhart Knolle findet am Donnerstag 4.2. in der Gaststätte Jägerhof in Woffleben um 18.30 Uhr statt, der Eintritt beträgt 2,50 €. Veranstalter ist der Verein „Glück Auf“ Thüringer Südharz.
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Kommentare

02.02.2016, 23.02 Uhr
Hans Dittmar | Bergbau im Harz
Also der Vortrag scheint sehr interessant! Aber 3000 Jahre Bergbau? Maximal 1700 Jahre sind möglich, wobei die Hochzeit im Mittelalter lag. Bin ja mal gespannt.

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