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Mo, 12:41 Uhr
01.02.2016
IM GESPÄCH MIT EINER DOGGENZÜCHTERIN

Es flossen auch Tränen

Zur Einschulung bekam das kleine Mädchen einen Dackel geschenkt. Heute ist das Schulkind von damals eine erwachsene Frau. Hunde begleiten Mandy Matzak aus Heringen aber bis heute...

Gespräch mit einer Doggenzüchterin (Foto: privat) Gespräch mit einer Doggenzüchterin (Foto: privat)

Heringen. Als der Dackel starb, flossen Tränen. Andere Vierbeiner folgten. Zuletzt eine Jagdhündin. Auch die hatte kein ewiges Leben. Ein noch größerer Hund sollte es diesmal werden. Auch Ehemann Alex war einverstanden. Das Paar besuchte eine Hunderassenausstellung in Erfurt. Dort wurde es fündig. Bei einem Doggenzüchter. Diese Rasse, war der überzeugt, sei der Adel unter den Hunden.

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Drei Wochen später holte die junge Frau den Rüden ab. Der heißt Odin. Das inzwischen achtjährige Prachtexemplar hat einen Widerrist von 85 Zentimeter und wiegt 76 Kilogramm. Aufgerichtet überragt Odin seine Herrin, die 1,60 cm misst, um Haupteslänge. An Gewicht übertrifft er die eher zart wirkende Frau erheblich.

Die Fachverkäuferin handelte getreu dem Spruch „Eine Dogge ist keine Dogge“, weshalb im März 2009 Undis von Wotans Meute, so heißt die Dame, hinzu kam. Geboren wurde sie am 1. Oktober 2008 im Zwinger von Lothar und Elke Rechtachek in Holbach.

Mandy Matzak mit ihren „Mädels“ Undis und Aurelia. (Foto: privat) Mandy Matzak mit ihren „Mädels“ Undis und Aurelia. (Foto: privat)

Mandy Matzak mit ihren „Mädels“ Undis und Aurelia. Foto: privat

Die heute 40-Jährige züchtet seit 2011 selbst unter dem Namen „Deutsche Doggen von der Windleite im DDC 1888“. Undis schenkte ihrer Herrin zwei tolle Würfe. Aus dem A-Wurf behielt diese Aurelia, die im Frühjahr 2015 ihren ersten Wurf hatte. Aurelias Mutter ging indes in Rente.

Drei Doggen gehen heute im Hause Matzak ein und aus: Odin, Undis und Aurelia. Wie einst beim Reichskanzler Otto von Bismarck können die Tiere selbst entscheiden, ob sie im Zimmer oder draußen bleiben möchten. Wenn sie mal müssen, eilen sie ins Freie. Sie gehören untrennbar zur Familie von Mandy, Alex und Mark, dem 18-jährigen Sohn.

„Mit der Zucht kommt eine große Verantwortung auf den Halter zu“, sagt Mandy. „Nicht nur das jeder Zuchthund regelmäßig einen kompletten Gesundheitstest zu machen hat, die größte Verantwortung habe man für die kleinen Lebewesen nach ihrer Geburt“, ergänzt sie.

Ihren ersten Wurf hatte Aurelia im Frühjahr 2015. (Foto: privat) Ihren ersten Wurf hatte Aurelia im Frühjahr 2015. (Foto: privat)

Ihren ersten Wurf hatte Aurelia im Frühjahr 2015. Foto: privat

„Eine große Herausforderung besteht auch darin, die richtigen Menschen für die Welpen zu finden. Eine Dogge sollte man sich nicht einfach so mal holen, nur weil man einen großen Hund haben möchte. Die Entscheidung muss gut überlegt sein“, ist die Züchterin überzeugt. Zudem sei die Doggenhaltung und -zucht ein teures Hobby.

Eine Dogge, weiß die blonde Frau aus Erfahrung, sei ein toller Begleit-und Familienhund, der vielseitig einsetzbar sei. Sie vermittelt ihre Welpen über ein sogenanntes Welpenportal, über Kleinanzeigen und in persönlichen Gesprächen mit Interessenten. Jetzt erst wieder haben sich Hundeliebhaber bei ihr in Heringen angesagt. Ihnen wird sie auch dies deutlich vermitteln: Große Hunde wie Doggen benötigen Auslauf. Ein Anwesen mit Hof und Garten wäre ideal.

Gehören zur Familie Matzak: Odin, Undis und Aurelia. (Foto: privat) Gehören zur Familie Matzak: Odin, Undis und Aurelia. (Foto: privat)

Gehören zur Familie Matzak: Odin, Undis und Aurelia. Foto: privat

Mandy Matzak absolvierte die Begleithundeprüfung und eine Züchterschule. Ihre Vierbeiner gehorchen ihr aufs Wort. Wenn die Schwergewichte sie vielleicht mal umwerfen sollten ob ihrer Masse, dann nur aus Spaß und reiner Freude. Auf dem Hundeplatz der Helme-Stadt trainiert sie mit ihren Lieblingen.

Ob Groß oder Klein, jeder Hund ist so gut wie sein Halter. Auch ein kleines Tier kann man Aggressivität an- oder aberziehen. Eines aber ist unbestritten: „Der Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde“. Schon Arthur Schopenhauer wusste, was einen Hund ausmacht: Bedingungslose Liebe und Treue.
Kurt Frank
Autor: red

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Kommentare
Pe_rle
01.02.2016, 14:25 Uhr
Dogge
ich wünsch der Mandy eine tolle Zeit mit Ihren Doggen.
Ich habe selbst sein 35 Jahren Hunde,und weiß wovon man da spricht
Peter59
01.02.2016, 14:40 Uhr
Schöne Tiere....
Sehr geehrte Fam. Matzak, Sie haben hier ein paar herrliche Tiere und was am wichtigsten ist ,Sie scheinen davon wirklich etwas zu verstehen. Man sieht das....Alles, wo auch hinten Dogge steht, sind liebenswerte Tiere mit Intelligenz und nicht aggressiv. Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Spaß mit Ihren Tieren. Schön, so etwas zu sehen, in einer Welt, die für Tiere wenig übrig hat. Wir haben zwar "nur" kleine Bulldoggen, French Bullis, aber wer so ein Tier einmal hatte, weiß das zu schätzen. Viele Grüße.
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