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Do, 11:51 Uhr
21.01.2016
AUS DEM LEBEN IM VEREINSHAUS „THOMAS MANN“

Geheimnissen auf der Spur

Um die 30 Vereine und Interessengemeinschaften entfalten im Vereinshaus „Thomas Mann“ ein reges gesellschaftliches Leben. In loser Reihenfolge stellen wir einige von ihnen vor. Heute: der Geschichts-und Altertumsverein...

Leben im Thomas Mann Club Nordhausen - der Geschichts- und Altertumsverein (Foto: Angelo Glashagel) Leben im Thomas Mann Club Nordhausen - der Geschichts- und Altertumsverein (Foto: Angelo Glashagel)

Nordhausen. Geschichte ist sein Leben. Ihre Geheimnisse zu erforschen, Rätsel zu lösen, die Ergebnisse der Forschung aufzuschreiben und sie für die Nachwelt zu erhalten das haben sich Hans-Jürgen Grönke und sein Verein auf die Fahnen geschrieben. Grönke leitet den Geschichts-und Altertumsverein. Seit nunmehr 21 Jahren. 1991 war er Mitglied geworden. In der Fachgruppe Heimatgeschichte im Kulturbund wirkte er schon 1972.

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Interesse und Engagement resultieren aus seinem Beruf. Hans-Jürgen Grönke war Geschichtslehrer. Das Fach fesselte ihn. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst schrieb er es nicht ab. Im Gegenteil. Die Stelle als Stadtarchivleiter, die er jahrelang begleitete, war ihm auf den Leib geschrieben. In der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt brachte er sich ein. Dem Geschichts-und Altertumsverein verschreibt sich der 69-Jährige heute mit Leib und Seele.

An die 90 Personen, alle Vereinsmitglieder, treffen sich einmal im Monat. Das Interesse für die Geschichte der Stadt, des Harzes und seinem Vorland, der Goldenen Aue und des Kyffhäusers führt sie zusammen: Historiker, Lehrer, Handwerker, Unternehmer, Ärzte, Rechtsanwälte. Überwiegend zwischen 50 und 70 Jahre sind sie alt. In den letzten Jahren, freut sich der Vorsitzende, fanden auch Jüngere zum Verein.

Was will man eigentlich noch erforschen, wo doch vieles schon erforscht und niedergeschrieben ist? „Viele Themen, mit denen wir uns beschäftigen, sind schon erkundet. Manche aber nicht erschöpfend genug“, klärt der Vorsitzende auf, und nennt als Beispiele die Münzgeschichte, Archäologie, Denkmale, Verkehr, Burgen und Schlösser.

Grönke ist in seinem Element: „Wir forschen nach Zeitzeugen und schreiben wichtige Erkenntnisse und Zusammenhänge in die Heimatliteratur für Geschichtswissenschaftler und unsere Nachfahren nieder. Das ist unser Beitrag für gesellschaftliche Geschichtsaufarbeitung und -bewältigung.“ Als Beispiel nennt er die Publikation „Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Nordhausen.“

Mit Leib und Seele verschrieb sich Hans-Jürgen Grönke dem Geschichts-und Altertumsverein, den er seit vielen Jahren leitet. (Foto: Kurt Frank) Mit Leib und Seele verschrieb sich Hans-Jürgen Grönke dem Geschichts-und Altertumsverein, den er seit vielen Jahren leitet. (Foto: Kurt Frank)

Mit Leib und Seele verschrieb sich Hans-Jürgen Grönke dem Geschichts-und Altertumsverein, den er seit vielen Jahren leitet. Foto: Kurt Frank

Soeben sei der 40.Band erschienen. Auf über 250 Seiten erfahre der Leser viel Interessantes und Wissenswertes. Für 14 Euro sei das Buch erhältlich. Hans-Jürgen Grönke ist der Redaktionsleiter und der Chefredakteur der Publikation. An seiner Seite das Kollegium mit Paul Lauerwald und Dr. Wolfram Theilemann, dem jetzigen Leiter des Stadtarchivs. In einem Gespräch mit der nnz lobte er den Vorsitzenden über den grünen Klee. Unermüdlich sei der auf den Beinen, organisiere ein reges Vereinsleben.

Neben monatlichen Vorträgen mit geschichtlichen Hintergründen zählen dazu Exkursionen an historischen und geschichtsträchtigen Orten: Burgen, Schlösser, Museen, Friedhöfen. In seiner nunmehr 148-jährigen Geschichte war und ist die Erforschung der Stadtgeschichte und ihrer Umgebung und die Erhaltung seiner Altertümer das Anliegen des Geschichts-und Altertumsvereins.
Kurt Frank
Autor: red

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