Sa, 10:15 Uhr
16.01.2016
Industrie- und Handelskammer
Thüringer Wirtschaft profitiert von Ölpreisverfall
Der Ölpreis beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung wie kaum ein anderer Rohstoff. Seit Monaten kennt er jedoch nur eine Richtung – nach unten. 2015 war nun schon das dritte Jahr in Folge, in dem der Ölpreis weiter gefallen ist. Davon profitiert nicht nur die Wirtschaft sondern auch der Verbraucher...
Zwischenzeitlich hat der Ölpreis ein 12-Jahrestief erreicht und kostet der Liter Diesel an den Tankstellen nicht selten schon weniger als einen Euro. Der niedrige Ölpreis wirkt wie ein zusätzliches Konjunkturprogramm und ist einer der Gründe dafür, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland trotz vieler internationaler Krisenherde im vergangenen Jahr weiter gewachsen ist, erklärt Prof. Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.
Auch die Aussichten für das laufende Jahr seien gut: Sollte der Preis auf dem aktuellen Niveau bleiben, würden Unternehmen und Haushalte in diesem Jahr um rund 20 Milliarden Euro entlastet – Geld, das stattdessen für Konsum und Investitionen genutzt werden könnte, so der IHK-Chef. Damit kämen die niedrigen Kraftstoffpreise außer dem Verkehrsgewerbe auch anderen Branchen wie dem Handel oder der Gastronomie zugute.
Demgegenüber müsse aber auch die Kehrseite dieser Entwicklung betrachtet werden. Als großer Erdölverbraucher und -importeur profitiert Deutschland natürlich von sinkenden Notierungen. Je schlechter es allerdings den Ölproduzenten wie Russland oder Saudi-Arabien geht, desto weniger Autos, Maschinen und andere Waren kann Deutschland dorthin verkaufen, gibt Grusser zu bedenken.
Autor: redZwischenzeitlich hat der Ölpreis ein 12-Jahrestief erreicht und kostet der Liter Diesel an den Tankstellen nicht selten schon weniger als einen Euro. Der niedrige Ölpreis wirkt wie ein zusätzliches Konjunkturprogramm und ist einer der Gründe dafür, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland trotz vieler internationaler Krisenherde im vergangenen Jahr weiter gewachsen ist, erklärt Prof. Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.
Auch die Aussichten für das laufende Jahr seien gut: Sollte der Preis auf dem aktuellen Niveau bleiben, würden Unternehmen und Haushalte in diesem Jahr um rund 20 Milliarden Euro entlastet – Geld, das stattdessen für Konsum und Investitionen genutzt werden könnte, so der IHK-Chef. Damit kämen die niedrigen Kraftstoffpreise außer dem Verkehrsgewerbe auch anderen Branchen wie dem Handel oder der Gastronomie zugute.
Demgegenüber müsse aber auch die Kehrseite dieser Entwicklung betrachtet werden. Als großer Erdölverbraucher und -importeur profitiert Deutschland natürlich von sinkenden Notierungen. Je schlechter es allerdings den Ölproduzenten wie Russland oder Saudi-Arabien geht, desto weniger Autos, Maschinen und andere Waren kann Deutschland dorthin verkaufen, gibt Grusser zu bedenken.

