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Mi, 18:28 Uhr
06.01.2016
VIELE FRAGEN, KEINE ANTWORTEN

Bleibt nur der Aufschrei?

„Wünsche für 2016 – Wir brauchen Ansagen“. Der Beitrag in dieser Zeitung warf Fragen auf, die, dem ist leider so, kein Politiker wird beantworten können. Oder will. Zum Beispiel die, ob sich unser Land verändern wird? Oder wer den Weg beschreibt? Wer die Ansagen oder Antworten geben wird? Eines aber wird mit Sicherheit so sein: Das Flüchtlingsproblem wird uns weiter beschäftigen. Alle Voraussetzungen sind gegeben...


Wie ein Tsunami, den keiner – wie übrigens auch die Flüchtlingswelle 2015 – in diesen Dimensionen erwartet hatte, schwappte der Kölner-Silvester-Skandel über das Land. Horden von jungen Männern sollen Frauen sexuell belästigt, sie um ihre Handys oder Smartphone erleichtert haben. Nach dem Aussehen nach sollen die Männer aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum stammen.

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Über 100 Anzeigen gingen mittlerweile bei der Polizei ein. Immerhin gab Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker gestern auf der Pressekonferenz den Frauen einen guten Rat auf den Weg, wie sie sich Männern gegenüber verhalten sollten: „Es ist immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft“. Reker gab die Armlänge optisch vor.

Der Aufschrei über das Geschehen in Köln ist gewaltig. Alle Parteien geißeln, was dort geschah. Als abscheuliche Tat bezeichnete sie der Bundesinnenminister. Kanzlerin Merkel fordert eine harte Antwort des Rechtsstaates. Bundesjustizminister Heiko Maas will alle „Täter konsequent zur Rechenschaft“ ziehen. Auch die grüne Bundestagsfraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt fordert das. Selbst die liberale NRW-Regierungschefin Kraft (SPD) erhebt gar die Forderung, kriminelle Straftäter, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, abzuschieben.

Alle Politiker, die sich jetzt so lautstark äußern, wissen nach dem Kölner Ereignis um des Volkes Meinung. Ihm nach dem Munde zu reden macht sich immer gut. Glauben sie aber auch allen Ernstes daran, dass ihren Worten Taten folgen werden? Alle Täter hart bestrafen! 30, 40, 50? Oder gar 100? Kriminelle Straftäter, ob Migranten oder Asylbewerber ohne Wenn und Aber abschieben! Wirklich? Am Ende, bleibt zu befürchten, wird ein Hornberger Schießen stehen.

Integration setze voraus, dass glasklar bleibe, wer die Spielregeln bestimmt. So tönt es erneut wieder über alle Kanäle und Medien. Den jungen Männern aus fremden Kulturen, wo Gleichberechtigung und die Würde der Frau ein Fremdwort ist, die so zahlreich in das Land strömen, müsse man beibringen: Frauen sind bei uns kein Freiwild! Wie, wo und wer soll ihnen das plausibel machen? In den Deutsch-Kursen? So nebenbei? Fragen bleiben.

Das Flüchtlingsproblem will man reduzieren, die Fluchtursachen beseitigen. Nun sieht doch Außenminister Steinmeier selbst in Saudi Arabien einen Verbündeten im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS). Jenes stockkonservatives Land, wo Menschen Gliedmaßen abgehackt, ausgepeitscht, gesteinigt werden, soll dabei helfen? Wo man Frauen grundlegender Menschenrechte beraubt. Jenes Land, das, obwohl so reich, keinen einzigen Flüchtling willkommen heißen möchte?

Jenes Land auch, das die Präzision deutscher Waffen rühmte, die man gelegentlich an den IS weiterreichte. Diese Zeiten der Waffenlieferungen sind doch jetzt vorbei, versichert Gabriel, der Wirtschaftsminister. Ob nur vorübergehend, ließ er offen. Just in einer Zeit, wo sich ein Hoffnungsschimmer im Syrienkonflikt anbahnte, ließen die Saudis 47 Menschen köpfen. Oder erschießen. Unter ihnen einen schiitischen Geistlichen. Wutschreie im Nachbarland Iran. Auch im Irak. Die Rache Gottes wird beschworen. Mit aller Härte gehen indes die Kämpfe weiter.

Als Folge werden weitere Flüchtlinge an Deutschlands Tür klopfen. Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur, sieht darin eine Chance. 2025 würden ohne Zuwanderung Millionen Stellen nicht besetzt werden können. Produktionsausfälle hätten unabsehbare Folgen. Aus einer Glaskugel wird er das wohl nicht gelesen haben. Maximal bis 200000 Flüchtlinge im Jahr könne Deutschland verkraften. Das sei integrierbar. Sagt Seehofer, der Bayern-Chef. Die Kanzlerin will von einer Obergrenze nichts wissen. Die Diskussion geht in eine neue Runde.

Wie viel Migranten können Stadt und Landkreis Nordhausen auf Dauer verkraften? Diese Fragen stellten wir Landrat Matthias Jendricke, Oberbürgermeister Klaus Zeh und den Landtagsabgeordneten Egon Primas. Ein Gesprächspartner ließ Mut zur Wahrheit erkennen. Das macht ihn mir persönlich sympathisch. Wer das ist? Jeder, der es wissen möchte, kann alles nachlesen und sich selbst eine Meinung bilden.

„Wir brauchen endlich Ansagen“. Besser: Antworten. Wie viel Flüchtlinge verträgt das Land? Werden Fluchtursachen beseitigt werden können? Wird Köln eine Ausnahme bleiben? Auf eine verbindliche Antwort wird Otto Normalverbraucher vergeblich warten.

Es bleibt wohl nur der Aufschrei: Hörbar, lesbar, gewaltig.
Kurt Frank
Autor: red

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Kommentare
divamuke
06.01.2016, 18:59 Uhr
Ich stimme Ihnen zu
...die Politik redet nun nur nach dem Mund der Bevölkerung, aber am Ende wird man es vertuschen, wenn es Männer mit ausländischen Wurzeln/Asylbewerber/Flüchtlinge sind. Es wird wieder so gedreht, dass es nicht mit der Flüchtlingskrise, bzw. mit ausländischen Männern in Verbindung gebracht wird. Unsere Regegierung lügt doch, dass sich die Balken biegen und hält das eigene Volk für dumm. 1+1 ist eben nicht 0!

Frau Reker scheint ihre Einkäufe durch Bedienstete zu erledigen. Allein an der Kasse kann man keine Armlänge Abstand halten, da sofort aufgerückt wird. Der Hintermann hat man ja fast Huckepack! Jeder möchte ja da der Erste sein und die Männer mit gebräunter Haut gehen nicht allein einkaufen, sondern in Gruppen! Da möchte ich mal Frau Reker sehen wie sie eine Armlänge Abstand hält!

Wir haben bereits zuviele Flüchtlinge in unserem Land. Wenn man selbst in einer Großstadt wie Erfurt sich fremd im eigenen Land fühlt, weil man um sich herum nicht mehr die eigene Sprache hört und versteht worüber sich unterhalten wird, so sollte man eine Flüchtlingsgrenze setzen. So wie die aktuelle Lage ist werde ich wohl eher einen Hund als ein Kind nach Hause bringen. Um das Kind muss ich, wie schon 2015 gesehen, mehr Ängste haben. Schließlich wird man selbst am hellen Tag und mit 2 Kindern in Nordhausen bereits überfallen!

Der Fachkräftemangel ist ein von der Regierung hausgemachtes Problem und kann für Deutschland mit Menschen aus anderen Kulturen nicht die Lösung sein!
Schneesturm
06.01.2016, 19:45 Uhr
Fragt sich....
nur was für Stellen.Diese werden fast nur im unteren Lohnbereich sein.
Bei der Flut der Zuwanderung wird auch keine Integration funktionieren.
murmeltier
06.01.2016, 19:47 Uhr
Wie viele?
Wie viele Arbeitskräfte das Land 2025 brauchen wird, kann glaube ich niemand mit Bestimmtheit sagen. Die Entwicklung der Digitalisierung, Automatisierung oder auch der künstlichen Intelligenz, wie kürzlich zu sehen, wird sich weiter entwickeln und Berufsbilder werden wegfallen. Glaubt man Untersuchungen, stellt sich die Frage, ob in dem Tempo wie Berufe wegfallen neue entstehen. Das sind die Probleme der Zukunft. Wer davon spricht, dass 2025 durch unbesetzte Stellen Produktionsausfälle die Folge sind, schürt nach meiner Meinung Angst und versucht den großen Zustrom der Flüchtlinge zu rechtfertigen.

Mich würde auch stark wundern, wenn die Politik für die Zukunft richtige ( zum Nutzen des größtenteils der Bürger) Entscheidungen treffen würde. Unabhängig davon ist die Demografie unseres Landes schon seit Jahrzehnten bekannt und unternommen hat man auch nichts. Da verhält es sicher so wie mit dem einstige Ausspruch von Norbert Blüm "Die Rente ist sicher." Ich muss länger arbeiten gehen und erhalte weniger Rente, wie die noch jetzt in Rente gehen können. Das Zauberwort heißt "Absenkung des Rentenniveaus". Nicht bei den Beamten, die ja Politiker selbst sind, nein, bei den Angestellten und Arbeitern.
Schneesturm
06.01.2016, 20:00 Uhr
Genau das ist das...
Problem.Es werden Millionen und Milliarden locker gemacht von D und der Eu.Ich frage mich nur was mit dem Geld passiert wäre wenn keine neuen Mitbürger in dieser Größenordnung gekommen wären.
divamuke
06.01.2016, 20:44 Uhr
Mehr IT-Fachkräfte
Frau Merkel betonte in einer Diskusionsrunde mit ausgewählten Bürgern, dass man aufgrund der Digitalisierung (ihr Bsp. Vorratsdatenspeicherung) mehr Fachkräfte im IT-benötige und sich dafür bitte bewerben solle. Erfahrungsgemäß wollen junge Leute auch eher im bequemen Büro am PC sitzen als sich auf den Bau dreckig machen. Leider ist die heutige Zeit so und der Mindestlohn gibt den Schulabgänger auch keine Anreize für körperlich schwere Arbeit. Dies wird bei Wirtschaftsflüchtlingen nicht sehr viel anders sein. Natürlich gibt es auch da Ausnahmen!

Die Rente von Arbeitnehmern interessiert unsere Politik herzlich wenig. Ihre Rente und ihr Wohlstand wird durch das steuerzahlende Pack, sprich uns Bürgern, gesichert! Dafür sind wir unserer Regierung noch gut genug.

Wird es 2025 überhaupt noch Rente wie wir sie noch kennen?

Was bekommt eine über 100jährige alte, nach Deutschland aus Syrien geflüchtete, halbblinde Frau und ihr über 60jähriger Sohn für Rente, wenn sie Asyl in unserem Land gewährt bekommen? Die Frage stellte ich mir 2015 bei einen Medienbericht.

Das Flüchtlingsproblem wird aus meiner Sicht uns mit Frau Merkel und Herrn Gabriel an der Spitze noch lange beschäftigen.
petra6758
06.01.2016, 21:37 Uhr
Wieso gerät die Ordnung in unserem Land aus den Fugen?
Es wird keine Antworten unserer Politiker geben und erst recht keine Taten!
Köln wird auch keine Ausnahme bleiben.Heute wurde bekannt,dass es nach Hamburg und Stuttgart auch in Frankfurt und Bielefeld ähnliche Übergriffe gab.
Und das ist erst der Anfang!
Denn das ist alles Teil eines perfiden Planes oder glaubt jemand ernsthaft,dass das alles zufällig geschieht?
Wer Antworten will ,wer verstehen will,was gerade auf der Welt passiert,dem empfehle ich die Lektüre des Buches
"Wenn das die Deutschen wüssten......dann hätten wir morgen eine Revolution" von Daniel Prinz.
Die Informationen in dem Buch sind teilweise keine "leichte Kost", aber brisant und hervorragend recherchiert.
Sie werden nach dem Lesen des Buches fassungslos,schockiert und dann wütend sein,jedenfalls ging es mir so.Sie werden Ihre bisherige Weltanschauung komplett neu ausrichten müssen,aber Sie werden Antworten haben und vieles plötzlich in einem anderen Licht sehen.
Die Antworten werden Ihnen nicht gefallen,doch es ist Zeit für die Wahrheit!
Bernd
06.01.2016, 21:56 Uhr
Vielleicht hat der IS die Antwort
Bevor all die Fragen im Sande verlaufen empfehle ich den folgenden Bericht der FAZ vom 2. Januar dieses Jahres.

Europa ein Schlachtfeld des Islam

http://m.faz.net/aktuell/politik/kampf-gegen-den-terror/terror-der-neue-kampf-um-rom-13993339-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Paris, Köln, Hamburg und wer weiß was als nächstes passiert, haben all die Menschen zu verantworten, die diese unkontrollierte Asylantenflut mit tragen! Angefangen von Herrn Jendricke, über Herrn Zeh und Herrn Ramelow sowie Herr Gabriel bis hin zu Frau Dr. Merkel um nur einige zu nennen!
Babette Klingert
06.01.2016, 23:37 Uhr
Gut geschrieben, es war unser Landrat!
Es war unser Landrat Matthias Jendricke, der wie immer als einziger der drei Genannten eine klare Aussage zum Thema Geflüchtete gemacht hatte!
RaWu
07.01.2016, 07:19 Uhr
Genau, es war IHR Landrat,
der laut gerufen hat: "Ich kann viele Flüchtlinge unterbringen!". Von Dr. Zeh habe ich das weder gelesen noch gehört. In der Beziehung ist Herr Jendricke immerhin schon deutlich leiser geworden, der Ramelow hat es aber noch immer nicht gemerkt.Klare Ansagen, die der Meinung des Großteils der Bevölkerung entsprechen, kommen einzig von Herrn Seehofer und Herrn Mohring.

Langsam bröckelt die Front der auf Einheit geschalteten Presse und vorsichtig dosiert kommt die eine oder andere Sache ans Licht. Waren die Ausschreitungen zum 31.12. erst noch Lüge und rechte Propaganda, schwenkt die Presse nach vier Tagen um und berichtet darüber. A

n dem Thema Flüchtline ist erschreckend erkennbar, wie fatal politischer (haupsächlich linker) Einfluß auf die Medien ist. Beteiligungen an Medien sollte im Grundgesetz strickt ausgeschlossen werden.
NDHler
07.01.2016, 08:34 Uhr
Was für ein Quatsch @RaWu
Die Verantwortlichen für die katastrophale Flüchtlingspolitik in Deutschland in der Provinzpolitik zu suchen ist kompletter Blödsinn. Weder Zeh noch Jendricke haben diese Katastrophe verzapft. Die Schuld liegt bei der Bundespolitik in Berlin.

Dort sitzen mit Merkel, Steinmeier & Co. die Hauptschuldigen. Ein weichgespülter Seehofer schwatzt zwar in die richtige Richtung hat aber nicht den Mut zum Handeln. Das restliche Europa legt die Hände in den Schoß. Während Länder wie Schweden oder Dänemark jetzt endlich reagieren bleibt Deutschland, Dank Merkel, für jeden offen wie ein Scheunentor. Ob mit Pass oder ohne, jeder kann hier her und sich bei Bedarf eine neue Identität verschaffen. Täglich kommen immer noch tausende nach Deutschland! Viele ohne Pässe aber alle mit aufgeladenen Handys und Kontakt in die Heimat, komisch wo doch dort alles zerstört ist …

Das, was da in Köln, Hamburg und anderen Großstädten geschehen ist, war erst der Anfang! Die Polizei ist völlig überfordert und mit viel zu wenig Macht ausgestattet. Und wenn Merkel die „volle Härte des Gesetzes“ fordert kann ich nur lachen. Wir alle wissen doch wie die Justiz hier in Deutschland tickt … Ich wette, nicht einer dieser Straftäter wird in seine Heimat abgeschoben.
Kruemelmonster
07.01.2016, 09:35 Uhr
kritische Berichterstattung oder ... ?
Waren doch die Medien zuletzt ziemlich angezählt, was die offene und vorallen kritische Berichterstattung ggü. dem aktuell "heißen" Thema angeht.
Hat doch SAT1 folgenden Bericht ausgestrahlt, zwar nicht zur Prime-Time aber immerhin. Fragt sich ob es nur um Einschaltqouten geht bzw man auf den Medienhype(r)zug aufspringt.

https://www.youtube.com/watch?v=CUl3oiePmHI
Gehard Gösebrecht
07.01.2016, 10:51 Uhr
Genau, nicht unser Landrat @Riese87
Der mit absoluter Minderheit gewählte Landrat, ist Ihr Landrat @Riese87 und nicht unser Landrat.
Sie woll(t)en ihn haben, nicht wir.
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