Di, 20:41 Uhr
05.01.2016
Neuer Johanniter Chef
Alles neu, alles alt
Bei der Johanniter Unfall Hilfe beginnt das Jahr mit einigen Umwälzungen: der bisherige Regionalverband wurde aufgelöst und der Nordhäuser Verband hat einen neuen Chef bekommen. Seinen Einstand gab Jörg Koch zum Weihnachtsgottesdienst der Johanniter, der heute Abend stattfand...
Denn eigentlich ist die Weihnachtszeit noch nicht vorbei. Erst das morgige Epiphaniasfest, auch bekannt als Dreikönigstag, markiert das Ende der kirchlichen Weihnacht. Deswegen konnten sich die versammelten Mitarbeiter der Nordhäuser Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in der Frauenbergkirche noch einmal ein wenig Festtagsatmosphäre mit Krippe und Weihnachtsbaum gönnen, auch wenn sie der Alltag schon wieder haben dürfte.
In seiner Predigt befasste sich Pfarrer Friedemann Büttner mit dem vergangenen Jahr, Neuanfängen, Flucht, Obdach und dem Trost. Eine Art Neuanfang steht auch der JUH bevor, oder man befindet sich vielmehr bereits mittendrin. Der bisherige Verband Südharz/Burgenlandkreis wurde aufgelöst und der Südharz dem Regionalverband Mittelthüringen zugeteilt. Hauptgrund für die Entscheidung sei die zum Teil sehr unterschiedliche Gesetzteslage in den zwei Bundesländern gewesen über die sich der alte Verband erstreckte. Insbesondere bezüglich Kindertagesstätten und Rettungswesen habe es unterschiedliche Regeln gegeben, erklärte der neue Chef der Johanniter in Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis, Jörg Koch.
Der Regionalvorstand sitzt in Erfurt und wird nur Tageweise vor Ort sein, daran müssten sich die Mitarbeiter erst einmal gewöhnen, so Koch. Sehr viel mehr soll sich dann aber erst einmal nicht ändern. "Wir werden keinen Verdrängungswettbewerb starten", sagte Koch, man wolle sich erst einmal konsolidieren und "von Innen heraus stärken". Man stehe aber auch für neue Aufgaben bereit.
Zur Zeit ist die JUH vor allem im Rettungswesen und der Kinderbetreuung aktiv, sieben Kindergärten betreibt man im Landkreis. Hinzu kommen Jugendclub, Ergotherapie und Sozialstation sowie die Erste Hilfe Ausbildung. Wie die Zukunft des Jugendclubs aussehen wird konnte Koch noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Wie andere Jugendeinrichtungen auch wird der Jugendclub der Johanniter von der in den bekannten Finanznöten steckenden Stadt unterstützt. Man rede aber sowohl mit der Stadt wie auch dem Landkreis, sagte Koch. Auch in Sachen Kindergärten befindet man sich in Verhandlungen, genauer mit der Gemeinde Harztor, die ebenfalls nach Einsparmöglichkeiten sucht.
Jörg Koch übernimmt das Szepter bei den Nordhäuser Johannitern (Foto: Angelo Glashagel)
Zu guter Letzt ist da auch die Flüchtlingsbetreuung. Ingesamt kümmert sich die JUH bundesweit um 20.000 Flüchtlinge in über 100 Einrichtungen. In Nordhausen betreibt man drei Unterkünfte mit einer Kapazität von 240 Personen, belegt seien zur Zeit rund 160 Plätze. "Das ist auch für die Johanniter Neuland", sagte Koch, "Nordhausen war hier Vorreiter in Thüringen." Die Leitung der Unterkünfte übernimmt denn auch der bisherige Johanniterchef in Nordhausen, Frank Gerstenberger.
Als neue Aufgabe sieht Koch die Möglichkeit auch im Katastrophenschutz aktiv zu werden, die nötige Ausbildung hätten die Mitarbeiter und auch das Material sei vorhanden.
Nach gemeinsamen Gebet und Gesang gab es für Lothar Bergner, der nach 26 Jahren in den Ruhestand im Dezember in den Ruhestand gegangen war, noch einige Worte des Dankes und Präsente. Ansonsten hielt sich der neue Chef eher zurück und überließ das reden vor allem Pfarrer Büttner, der den Abend mit einer Einlage am Saxophon zum Ende brachte.
Angelo Glashagel
Autor: redDenn eigentlich ist die Weihnachtszeit noch nicht vorbei. Erst das morgige Epiphaniasfest, auch bekannt als Dreikönigstag, markiert das Ende der kirchlichen Weihnacht. Deswegen konnten sich die versammelten Mitarbeiter der Nordhäuser Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in der Frauenbergkirche noch einmal ein wenig Festtagsatmosphäre mit Krippe und Weihnachtsbaum gönnen, auch wenn sie der Alltag schon wieder haben dürfte.
In seiner Predigt befasste sich Pfarrer Friedemann Büttner mit dem vergangenen Jahr, Neuanfängen, Flucht, Obdach und dem Trost. Eine Art Neuanfang steht auch der JUH bevor, oder man befindet sich vielmehr bereits mittendrin. Der bisherige Verband Südharz/Burgenlandkreis wurde aufgelöst und der Südharz dem Regionalverband Mittelthüringen zugeteilt. Hauptgrund für die Entscheidung sei die zum Teil sehr unterschiedliche Gesetzteslage in den zwei Bundesländern gewesen über die sich der alte Verband erstreckte. Insbesondere bezüglich Kindertagesstätten und Rettungswesen habe es unterschiedliche Regeln gegeben, erklärte der neue Chef der Johanniter in Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis, Jörg Koch.
Der Regionalvorstand sitzt in Erfurt und wird nur Tageweise vor Ort sein, daran müssten sich die Mitarbeiter erst einmal gewöhnen, so Koch. Sehr viel mehr soll sich dann aber erst einmal nicht ändern. "Wir werden keinen Verdrängungswettbewerb starten", sagte Koch, man wolle sich erst einmal konsolidieren und "von Innen heraus stärken". Man stehe aber auch für neue Aufgaben bereit.
Zur Zeit ist die JUH vor allem im Rettungswesen und der Kinderbetreuung aktiv, sieben Kindergärten betreibt man im Landkreis. Hinzu kommen Jugendclub, Ergotherapie und Sozialstation sowie die Erste Hilfe Ausbildung. Wie die Zukunft des Jugendclubs aussehen wird konnte Koch noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Wie andere Jugendeinrichtungen auch wird der Jugendclub der Johanniter von der in den bekannten Finanznöten steckenden Stadt unterstützt. Man rede aber sowohl mit der Stadt wie auch dem Landkreis, sagte Koch. Auch in Sachen Kindergärten befindet man sich in Verhandlungen, genauer mit der Gemeinde Harztor, die ebenfalls nach Einsparmöglichkeiten sucht.
Jörg Koch übernimmt das Szepter bei den Nordhäuser Johannitern (Foto: Angelo Glashagel)
Zu guter Letzt ist da auch die Flüchtlingsbetreuung. Ingesamt kümmert sich die JUH bundesweit um 20.000 Flüchtlinge in über 100 Einrichtungen. In Nordhausen betreibt man drei Unterkünfte mit einer Kapazität von 240 Personen, belegt seien zur Zeit rund 160 Plätze. "Das ist auch für die Johanniter Neuland", sagte Koch, "Nordhausen war hier Vorreiter in Thüringen." Die Leitung der Unterkünfte übernimmt denn auch der bisherige Johanniterchef in Nordhausen, Frank Gerstenberger. Als neue Aufgabe sieht Koch die Möglichkeit auch im Katastrophenschutz aktiv zu werden, die nötige Ausbildung hätten die Mitarbeiter und auch das Material sei vorhanden.
Nach gemeinsamen Gebet und Gesang gab es für Lothar Bergner, der nach 26 Jahren in den Ruhestand im Dezember in den Ruhestand gegangen war, noch einige Worte des Dankes und Präsente. Ansonsten hielt sich der neue Chef eher zurück und überließ das reden vor allem Pfarrer Büttner, der den Abend mit einer Einlage am Saxophon zum Ende brachte.
Angelo Glashagel






