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Mo, 14:08 Uhr
14.12.2015
nnz-Sportergebnisdienst Kegeln

Freud und Leid

Freud und Leid lagen am letzten Spieltag im zu Ende gehenden Jahr bei den sechs in den Landesspielkassen vertretenen Kegel-Teams aus dem Kreis Nordhausen eng zusammen, berichtet Uwe Tittel...

Ausnahmslos strahlende Gesichter bei den beiden Seniorenmannschaften des Nordhäuser SV, die nach ganz starken Leistungen überlegene Siege feierten. Etwas ärgerliche Mienen bei den Männern der SG Bleicherode/Sollstedt, die gegen den hohen Favoriten Langula auf der letzten Bahn noch die mögliche Sensation verpassten und knapp verloren.

Genauso die Oldies der TSG Salza, die sich nach langer Führung und starker Leistung ebenfalls im Schlussgang im Spitzenkampf in Ilmenau noch geschlagen geben mussten. Richtig Frust bei den beiden Frauenmannschaften. Das NSV-Team verlor nach einer weiteren schwachen Vorstellung und trotz Heimvorteils schon zum sechsten Mal in Folge und die Salzaerinnen unterlagen wegen zu großer Schwankungen von Bahn zu Bahn.

Abwärtstrend der NSV-Frauen hält an

Die Kegelfrauen des Nordhäuser SV konnten auch im ersten Rückrundenspiel der Landesliga ihre Negativserie nicht stoppen. Trotz Heimvorteils verloren sie nach einer erneut schlechten Mannschaftsleistung gegen den KSV 90 Gräfinau-Angstedt, den sie beim Saisonauftakt noch bezwungen hatten. Es war die nun schon sechste Niederlage in Folge, verbunden mit dem weiteren Abrutschen in der Tabelle auf Platz Sieben.
Die Verunsicherung bei den NSV-Frauen war deutlich zu spüren und die Mienen versprühten schon vor der Partie wenig Optimismus. Keine guten Anzeichen.

Und das erste Paar gab dann leider auch keinen Anlass zu Freude. Sonja Klaus mühte sich auf der ersten Bahn gerade noch zu einem knappen Sieg, blieb dann aber weit unter ihrem gewohnten Niveau, leistete sich ungewohnt viele Fehlwürfe und verlor den Kampf deutlich. Auch Birgit Galonska bekam keine Sicherheit in ihr Spiel. Zwar gelangen gegen die ebenfalls sehr schwach spielende Gegnerin zwei Bahnsiege, doch in der dann entscheidenden Gesamtholzzahl war sie deutlich unterlegen.

0:2 und 81 Holz Rückstand die ernüchternde Bilanz nach dem ersten Durchgang. Was war da noch möglich für den NSV? Leider nicht viel, denn auch Kapitän Tina Romhardt passte sich zunächst dem Niveau des ersten Paares an, war drei Bahnen lang der stark aufspielenden Kathleen Risch (124-130-158) mehr als deutlich unterlegen. Erst auf der letzten Bahn zeigte sie ihr wahres Leistungsvermögen. Da war es aber längst zu spät. Und so blieb auch der klare Einzelsieg von Regina Hahn letztlich wertlos. Sie hatte anfangs auch Mühe gehabt, steigerte sich aber dann deutlich und war mit Abstand beste Nordhäuserin.

Landesliga Frauen 120 Wurf
Nordhäuser SV – KSV 90 Gräfinau-Angstedt 1:5 (1849:1898/7,5:8,5)

Birgit Galonska0:1(425:449/2:2)
Sonja Klaus0:1(446:503/1,5:2,5)
Tina Romhardt0:1(476:532/1:3)
Regina Hahn1:0(502:414/3:1)


Es bleibt dabei: Salza gewinnt zu Hause gegen Gebesee mit 5:1 um in Gebesee mit dem gleichen Ergebnis zu verlieren. Wie schon in der vergangenen Saison gelang den Salzaerinnen nur ein Sieg. Dabei schien man diesmal auf besserem Weg. Im ersten Paar fingen Steffi Boenki und Toni Herrmann ganz stark an, gewannen mit 141:116 bzw. 153:139 ihre erste Bahn überlegen.

Toni legte dann gleich nach und schien auch nach knapp verlorener dritten Bahn auf sicherem Siegkurs. Dann aber ein unerklärlicher totaler Einbruch mit 103:141 und damit noch eine deutliche Niederlage gegen die mit 519 Holz beste Gebeseerin Annett Nowak. Besser machte es Steffi Boenki, die nach der ersten Bahn zwar die nächsten beiden abgeben musste, sich dann aber noch einmal enorm steigerte und mit Tagesbestleistung noch den Punkt holte. 1:1 und nur 13 Holz Miese, damit waren vor dem zweiten Durchgang für Salza noch alle Chancen vorhanden.

Und Heike Hase und Ines Werner starteten auch sofort erfolgreich zur Aufholjagd, gewannen mit 130:125 und 136:115 die erste Bahn. Damit lag nun Salza mit 13 Zählern in Führung. Aber wie gewonnen so zerronnen. Beide mussten ihre zweite Bahn deutlich abgeben und Gebesee wieder mit 28 Holz in Front ziehen lassen. Leider gelang Beiden dann keine entscheidende Steigerung mehr. Obwohl auch die beiden Gastgeberinnen nur noch Bescheidenes zu bieten hatten konnten sie sich dennoch jeweils knapp behaupten und den erneuten 5:1-Erfolg über die TSG ins Ziel bringen.

Landesliga Frauen 120 Wurf
KSV 1955 Gebesee – TSG Salza 5:1 (2009:1969/10:6)


Steffi Boenki|1:0|(523:507/2:2)
Toni Herrmann 0:1 (490:519/2:2)
Heike Hase|0:1|(474:498/1:3)
Ines Werner|0:1|(482:485/1:3)

NSV-Senioren ließen die Bahnrekorde wackeln

Vorjahresvizelandesmeister Nordhäuser SV beendet die Hinrunde in der Senioren-Verbandsliga 100 Wurf als alleiniger Spitzenreiter. D ie Mannschaft um Kapitän Reiner Hagemeier wurde im Heimkampf gegen die SG Unterwirrbach ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und gewann überlegen. Zur gleichen Zeit unterlag im Spitzenspiel der bis dahin punktgleiche Tabellenzweite Meiningen beim Dritten in Gotha.

Das erste Nordhäuser Paar tat sich zunächst etwas schwer, konnte sich auf den ersten 50 Wurf nur leicht von ihren Gegnern absetzen. Rainer Hagemeier ärgerte sich über zweimal zwei Fehlwürfe auf den gleichen Kegel. „Nur“ 220 Holz am Ende. Karl-Josef Gleitze wechselte mit 207 Holz die Bahn. Er steigerte sich dann auf 214. Er kann aber durchaus mehr. Mehr konnte Reiner Hagemeier, und zwar richtig mehr.

Ganz stark schon sein Spiel in die Vollen (gesamt 326 Holz!) und überragend sein zweites Räumen. Ein starker Anwurf nach dem anderen, da gingen die Blicke sogar schon zum über elf Jahre alten Bahnrekord von Michael Stadler (NSV), der bei 516 Holz steht. Ein etwas schlechterer letzter Anwurf und ein Fehlwurf mit der vorletzten Kugel verhinderten aber eine neue Bestmarke. Dennoch mit 488 Holz ein herausragendes Ergebnis und damit selbstredend die schon deutliche Führung für den NSV.

Im zweiten Paar lieferte sich Rainer Wille einen harten Kampf mit Gästekapitän Bernd Tschernich um den Einzelsieg. Der Nordhäuser besser in die Vollen, sein Gegner etwas stärker im Räumen. Aber es reichte für den Nordhäuser. Im anderen Duell waren schon früh die Fronten geklärt. Uwe Schmögner war seinem Kontrahenten schon in die Vollen hoch überlegen, kämpfte im Räumen zwar immer wieder mit schwierigen Anwürfen, hatte aber auch da letztlich klare Vorteile.

Und auch in diesem zweiten Paar gingen vor den letzten Würfen der beiden Nordhäuser die Blick auf die Tafel mit den aktuellen Bahnrekorden, denn es wackelte die von der Mannschaft seit dem 29. September diesen Jahres selber gehaltene Bestmarke von 1804 Holz. Rainer Wille hatte es in der Hand mit seinem letzten Wurf, der noch einmal ins volle Bild ging. Es wurde aber ein schwacher Wurf mit nur zwei fallenden Kegeln. Man nahm's mit einem Lachen, denn auch die erzielten 1798 Holz waren einfach erstklassig und eines Tabellenführers würdig.

Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV – SG Unterwirrbach 1798:1613

Karl-Josef Gleitze421:398
Reiner Hagemeier488:405
Rainer Wille437:429
Uwe Schmögner452:381

„Gekämpft wie die Ochsen“

War das endlich der lang ersehnte Befreiungsschlag? Mit zuvor kaum für möglich gehaltenen ganz starken 1740 Holz landete die zweite Mannschaft des Nordhäuser SV einen überlegenen Sieg über die Zweite des Ohrdrufer KSV. Bisher hatte man in dieser Saison zu Hause mit 1613, 1616, 1614 und 1637 Holz nur recht dürftige Ergebnisse zustande gebracht.

Auch diesmal ging es zunächst wenig verheißungsvoll los. Ingo Koudele frotzelte schon vor dem Spiel, auf seine starke Leistung von Sömmerda angesprochen, „ja das war auswärts, hier das ist wieder was ganz anderes“. Und er schien das auch gleich bestätigen zu wollen, spielte mit 180 Holz eine sehr schwache erste Bahn. Ersatzmann Steffen Kratzien machte es mit 207 Holz zwar deutlich besser, ärgerte sich aber zu Recht über sieben Fehlwürfe, die deutich Besseres verhinderten. Mit einem Punkt Rückstand für die Nordhäuser wurden die Bahnen gewechselt. Es folgte eine tolle Steigerung beider NSV-Spieler.

„Wir haben gekämpft wie die Ochsen“, so noch einmal Ingo Koudele als sie von der Bahn kamen. Und dieser Kampf wurde belohnt. Zusammen sorgten sie für eine schon deutliche Führung des NSV mit 61 Holz. Da konnte sich das zweite NSV-Paar nach diesem großartigen Kraftakt natürlich nicht lumpen lassen. Vor allem Kapitän Heinz Schulz, in den letzten Spielen nicht in bester Verfassung, lief endlich wieder zu großer Form auf. Aber auch Klaus Wilke stand ihm kaum nach. Die drei sich in ihre Aufgabe teilenden Gästespieler waren völlig chancenlos. Neben den glänzenden Einzelergebnissen sprang schließlich auch noch eine neue Mannschaftsbestleistung heraus. Noch hängt die NSV-Zweite auf dem siebenten Tabellenplatz in der Landesliga fest, nur zwei Punkte von den Abstiegsplätzen getrennt, doch nach dieser Leistung kann man mit gestärktem Selbstvertrauen der Rückrunde im neuen Jahr entgegen sehen.

Landesliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV II – Ohrdrufer KSV II 1740:1496

Steffen Kratzien425:403
Ingo Koudele399:360
Heinz Schulz472:395
Klaus Wilke444:338

Salza wurde auf der letzten Bahn noch abgefangen

Nach einem wahren Krimi musste sich der bisherige Tabellenführer TSG Salza im Spitzenkampf der Senioren-Landesliga 120 Wurf beim bis dahin um zwei Punkte zurück liegenden Tabellenzweiten KSC 08 Ilmenau um gerademal 15 Holz geschlagen geben. Damit führt nach der Hinrunde mit Ilmenau, Langula I und Salza nun ein mit 14:4 Zählern punktgleiches Trio die Tabelle an.
Die Salzaer knüpften in Ilmenau sofort an die starken letzten Leistungen an. Dieter Werner lieferte sich mit Rolf Gebhardt einen heißen Kampf. Nach zwei gewonnenen Bahnen musste er den Ilmenauer immer mehr aufschließen lassen. Sein hoher Vorsprung vom 139:118 auf Bahn Zwei und der tolle Kampf bei der mit 145:146 nur knapp verlorenen vierten Bahn reichten aber zum Mannschaftspunkt.

Auch Wolfgang Heinze landete dank der höheren Holzzahl einen Sieg. Bahn Zwei und vor allem das herausragende 161:137 auf Bahn Drei brachten ihm den entscheidenden Vorsprung. Mit einem 2:0 und 30 Holz Vorsprung für die Salzaer ging es in den zweiten Durchgang. Es sah richtig gut aus für die Gäste. Und es wurde noch besser, denn das zweite TSG-Paar baute den Vorsprung gleich weiter aus. Karl-Heinz Meister gewann die erste Bahn mit 139:131, und Kapitän Rainer Schubert steuerte ein 138:132 bei. 44 Holz Vorsprung nun schon. Doch die Ilmenauer gaben noch längst nicht klein bei, schlugen sofort zurück.

23 Punkte machten sie auf der zweiten Bahn gut, noch einmal sechs gegen harten Salzaer Widerstand auf der dritten Bahn. Aber noch hielten die beiden Salzaer einen Vorsprung von 15 Zählern, hatten damit vor der letzten Bahn beste Chancen auf den Gesamtsieg. Rainer Schubert steigerte sich nach seinen beiden schwächeren Bahnen, aber sein Gegner biss sich regelrecht an ihm fest, überließ dem TSG-Käptn nur einen knappen 140:139-Sieg und holte den Mannschaftspunkt dank der besseren Gesamtholzzahl. Keine Steigerung mehr dagegen bei Karl-Heinz Meister, der trotz Kampf unglücklich spielte und sich dem an diesem Tage besten Ilmenauer Jürgen Kramp auf der letzten Bahn spielentscheidend 117:148 beugen musste. Bei 2:2 Einzelsiegen gingen die zwei weiteren zu vergebenden Mannschaftspunkte damit durch das am Ende um 15 Holz bessere Mannschaftsergebnis an die Gastgeber.

Landesliga Senioren 120 Wurf
KSC 08 Ilmenau I – TSG Salza 4:2 (2104:2089/9:7)

Dieter Werner1:0(539:531/2:2)
Wolfgang Heinze1:0(542:520/2:2)
Karl-Heinz Meister0:1(496:530/1:3)
Rainer Schubert0:1(512:523/2:2)

SG verpasst die mögliche Sensation

Eine gute, vor allem mannschaftlich sehr geschlossene Heimleistung der Männer von der SG Bleicherode/Sollstedt, aber am Ende fehlten 16 Kegel, um dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter der 1. Landesklasse wenigstens ein Unentschieden abzutrotzen. Sogar ein Sieg und damit eine echte Sensation lag vor der letzten Bahn im Bereich des Möglichen. Im ersten Paar leistete Maik Schäfer drei Bahnen lang hartnäckig Widerstand, führte sogar mit 2:1 Bahnerfolgen. Auf Bahn Vier aber brach er ein, unterlag 108:140 und verlor damit auch den Punkt. Daniel Schäfer hatte leider keinen guten Tag, blieb deutlich unter seinem gewohnten Leistungsniveau. Er konnte nur seine erste Bahn gewinnen, war ansonsten aber chancenlos. Die Gäste bauten im Mittelpaar ihre Führung weiter aus. Rainer König verlor auf der zweiten Bahn zu viel Boden um den Punkt zu holen. Der gelang aber nach bis zur letzten Kugel hartem Kampf Hanjo Sinzel. Ein einziger mehr gefallener Kegel entschied bei geteilten Bahnsiegen gegen den besten Languaer Maik Noak zu Gunsten von Sinzel. Noch hatte die SG eine keine Chance, schien der Rückstand von 56 Holz noch nicht zu groß. Mario Czerwinski machte dann auch gegen den einzigen Schwachpunkt der Gäste, Ersatzspieler Andreas Karner, von Bahn zu Bahn reichlich Boden gut. Am Ende waren es 61 Holz. Und Maik Jalowski kämpfte drei Bahnen lang auch sehr gut, remisierte auf Bahn Eins, verlor dann nur knapp und gewann die dritte. Damit führte er. Nur noch zehn Punkte betrug der Rückstand für die SG vor dem letzten Paar. Damit war nicht nur ein Unentschieden sondern sogar ein Sieg in greifbarer Nähe. Doch da verließen Maik Jalowski wohl die Nerven. Eine zu schwache letzte Bahn kostete ihm den Sieg und ließ gleichzeitig die Gäste aufatmen. Denn Mario Czerwinski konnte den Holzrückstand nicht mehr ganz ausgleichen. Letztlich eine ganz große verpasste Chance auf zumindest einen Punkt.
Uwe Tittel

1. Landesklasse Männer 120 Wurf
SG Bleicherode/Sollstedt – SV 1883 Langula 2:6 (2977:2992/12,5:11,5)

Maik Schäfer0:1(480:494/2:2)
Daniel Schäfer0:1(482:505/1:3)
Hanjo Sinzel1:0(518:517/2:2)
Rainer König0:1(488:508/2:2)
Maik Jalowski0:1(493:513/1,5:2,5)
Mario Czerwinski1:0(516:455/4:0)

Autor: red

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