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Mi, 12:00 Uhr
02.12.2015
Lions spenden für die Tafel

Weihnachtszeit ist Spendenzeit

Jochen Einenckel, Helga Rathnau und Ulrich Henne: "es gibt Spender mit denen wir rechnen können" (Foto: Angelo Glashagel) Jochen Einenckel, Helga Rathnau und Ulrich Henne: "es gibt Spender mit denen wir rechnen können" (Foto: Angelo Glashagel)
Für die Nordhäuser Tafel ist die Weihnachtszeit von besonderer Bedeutung. Neben dem Alltag in der Hilfseinrichtung möchte man den Bedürftigen immer auch ein wenig festliches bieten. Und die Weihnachtszeit ist auch Spendenzeit. Heute war der Lionsclub mit einem Scheck vor Ort. Die Spenden sieht man gerne, denn sie werden gebraucht...

Am Mittwochmorgen ist es noch ruhig auf dem Hinterhof in der Grimmelallee, nur ein paar Leute sind da, um sich bei der Nordhäuser Tafel mit Lebensmitteln zu versorgen. Über den Tag werden es noch mehr werden. "Allein gestern hatten wir 45 Familien hier", sagte Helga Rathnau, Leiterin der Tafel.

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Neben der alltäglichen Versorgung sind die Mitarbeiter derzeit dabei die Weihnachspakete zusammenzustellen, am Wochenende steht Nikolaus vor der Tür und bei der Tafel sammelt man Schokolade und andere Besonderheiten für die Festtage.

Die Dezembertage sind für die Einrichtung aber auch wichtig, um Spenden zu sammeln. Heute war der Nordhäuser Lionsclub in Person von Jochen Einenckel und Schatzmeister Ulrich Henne gekommen, um einen Scheck in Höhe von 500 Euro zu überreichen. Der Club macht das jedes Jahr, manchmal sogar zweimal. "Es gibt Spender und Unterstützer, mit denen wir rechnen können", sagt Rathnau.

Privatleute oder Institutionen wie die WBG, die Volksbank, die Lions oder das Theater helfen der Tafel regelmäßig. Letztere haben über das junge Theater jüngst Bilder versteigert, der Erlös soll an die Tafel fließen. Auch zur ökumenischen Martinifeier ging der Klingelbeutel für die Tafel rum, es kam allerdings weniger zusammen, als in den Vorjahren, erzählte Rathnau.

Finanzielle Engpässe sind indes nichts neues für die Tafel, Anfang des Jahres schien das Haus ganz vor dem Aus zu stehen und auch jetzt ist die Lücke noch nicht geschlossen. Man hat Einnahmen, um einen Beitrag von 2,50 Euro bei Alleinstehenden und fünf Euro bei Familien wird bei der Essensausgabe gebeten. Das entscheidende Wort ist "bitten" sagt Rathnau, niemand muss zahlen.

Viele tun es dennoch, allen voran die Asylbewerber die zur Tafel kommen, bei der Einheimischen Kundschaft sei die Bereitschaft etwas beizutragen weniger ausgeprägt, "das hat uns sehr verwundert", sagte die Tafelleiterin. Insgesamt kommen so rund 3000 Euro im Monat zusammen, die Kosten aber belaufen sich auf rund 5.400 Euro. Ihre Räume kann die Tafel mietfrei nutzen.

Bleibt eine Lücke von gut 20.000 Euro im Jahr, die man bisher auch mit Hilfe der Stadt schließen konnte. Aus dieser Richtung ist vorläufig wohl erst einmal nicht mehr viel zu erwarten, insbesondere nicht nach den desaströsen Haushaltsnachrichten der vergangenen Tage.

Was bleibt sind Spender wie die Lions oder auch die Volksbank. Die sponsert auch in diesem Jahr wieder das traditionell kostenlose Weihnachstessen am 23.12. ab 11:30 Uhr. Und auch Frau Rathnau und ihre Kollegen haben ihre Tafel natürlich nicht aufgegeben, im Gegenteil, man versucht neue und andere Wege zu finden, weiter für die Bedürftigen im Landkreis da sein zu können.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Leser X
02.12.2015, 12:58 Uhr
Finanzlücken bei der Tafel...
... aber fix mal Bomber nach Syrien schicken. Das ist Deutschland. 2015. Was für Bescherungen werden wir die nächsten Jahre erhalten?
Wolfi65
02.12.2015, 13:54 Uhr
Es gibt laut Bundeskanzlerin Merkel,
"keine Alternative zum Kapitalismus."

Besondere Kennzeichen dieses Systems sind Exorbitanter Reichtum und große Armut dicht nebeneinander.
Nebenbei werden noch ein paar Kriege im Namen der westlichen Freiheit geführt.

So zum Beispiel wird ja die Bundesrepublik Deutschland nicht an seinen jetzigen verordneten Außengrenzen verteidigt, sondern weit ab am Hindukusch.
Besonders in der Weihnachtszeit fällt es den Besserverdienenden Bundesbürgern ein, das es Menschen in diesem Lande gibt, (und das nicht erst seit der Flüchtlingskrise) die noch nicht einmal sich jeden Tag ein warmes Mittagessen leisten können!

Das zum Thema der Freiheitlich, demokratischen Grund- oder Rechtsordnung, zum Verhältnis der ach so menschenverachtenden Deutschen-Demokratischen Republik, in der ja ein Menschenleben angeblich nicht viel Wert war und dessen Bewohner (mich eingeschlossen) keine Suppenküchen und Sozialämter sehen durften.
Dieses Privileg stand ausschließlich den Altbundesbürgern zu, welche dann einmal im Jahr sich daran erinnerten, das es auch noch ein Deutschland hinter dem eisernen Vorhang gab und vor lauter Mitleid in der Weihnachtszeit wohlriechende Pakete, jenseits von Werra und Leine schickten.
Man war ja überaus dankbar über diese milden Gaben aus dem System, für welches es keine Alternative zu geben scheint.
Damals war man schon der Meinung, lieber eine Atomwaffe im Garten stehen zu haben, als eine Gulaschkanone.
Aber unsere amerikanischen Freunde werden schon dafür Sorgen, das kein Deutscher bei der Verteilung von ABC Waffen zu kurz kommt.

Schließlich wartet der böse Ivan ja nur darauf, sich Westeuropa unter den Nagel zu reißen. Fernab davon ist der gebildete NNZ User froh, wenn Publikumswirksam die KSK NDH einen Almosen-Check für die Ärmsten der Armen lostritt. Es ist ja schließlich Weihnachten!
Kama99
02.12.2015, 16:27 Uhr
@Leser X
Wir schicken zwar keiner "Bomber" darunter sondern nur "Aufklärer", aber das dumme ist das davon die Hälfte noch nicht einmal funktioniert.
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