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Di, 17:36 Uhr
01.12.2015
Wo ist das Geld aus Erfurt?

Frust bei Kämmerin Karin Spieß

Die nnz hatte bereits ausführlich berichtet: Die Stadt Nordhausen wird mit einer Bedarfszuweisung in Höhe von 770.000 Euro abgespeist. Klarer Fall, dass heute dazu in der regulären Sitzung des Finanzausschusses diskutiert wurde...


Zuerst berichtete Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh über die Bedarfszuweisung seitens des Landes (siehe dazu in der nnz). Er zeigte sich verwundert, dass zu den freiwilligen Ausgaben plötzlich auch die Zuschüsse für das Nordhäuser Theater gelten sollen, obwohl ihm bei Gesprächen in Erfurt das Gegenteil versichert wurde.

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Die freiwilligen Zuschüsse für das Theater seien knapp vier Prozent den gesamten Haushaltes. In Summe liegt die Quote der freiwilligen Ausgaben in Nordhausen bei rund 10 Prozent.

Danach referierte Stadtkämmerin Karin Spieß zu einer Chronologie, in der nachgewiesen werden sollte, welche Bemühungen die Stadt getätigt habe und vor allem zu welchem Zeitpunkt. Spieß sagte auch, dass die Kommunalaufsicht die gesamte Aktenlage am 17. November erst nach Erfurt geschickt habe, obwohl sie von der Stadt Nordhausen wesentlich früher der Kommunalaufsicht übergeben wurde. Diese Verfahrensweise habe nichts mehr mit Sacharbeit, sondern ausschließlich mit Politik zu tun.

Tilly Pape (CDU), die langjährige Vorsitzende des Finanzausschusses war ebenfalls sprachlos, enttäuscht und entzürnt ob der Verfahrensweise der Landesregierung. Für sie seien das alles Machtspiele. Und letztlich sei diese Verfahrensweise eine „Klatsche gegen das Ehrenamt“.

Hans-Georg Müller (SPD) verteidigte zunächst die Arbeit der Kommunalaufsicht, die in keinster Weise dem Landrat unterstehe. Auch er zeigte sich erschrocken über das jetzt vorliegende Ergebnis. Allerdings sieht er die Finanzierung nicht gefährdet, denn in dem Vorbescheid stehe, man müsse sich der zwei Prozent annähern.

Zur Veranschaulichung der Bemühungen der Stadt Nordhausen hier eine umfassende Chronologie der Abläufe.
Autor: red

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Kommentare
-Insider-
01.12.2015, 18:55 Uhr
tja
liebe politiker...DAS HABT IHR GEMACHT! alle zusammen, egal welche farbe.

bravo! wer bezahlts? die dummen schafe. ich bete, dass es zur nächsten wahl mal eine volle breitseite vom volk für die jetzt gewählten gibt - zeit wird es.
punktum
01.12.2015, 19:15 Uhr
"einfach Klasse da macht ...
... das Mitgestalten an der Zukunft einer Stadt doch so richtig Spaß. Ich kann da dem Finanzfachmann und Spitzen Politiker der SPD-Fraktion Herrn Müller, im Stadtrat nur recht geben. Herr Jendricke, also sein Parteifreund hat ganz gewiss nichts damit zu tun, dass so ein unglückliches Spiel in seiner Verwaltung gespielt wurde.

Und zu behaupten, dass seien politische Macht Spielchen, das ist ganz weit aus der untersten Schublade geholt.
Niemals, denn jeder der unseren aller Langen Landrat kennt, weiß dass der niemals nicht nachtragend sein kann.
Also da gebe ich dem Herrn Müller aber absolut recht, die Mitarbeiter des Landratsamtes sind nicht weisungsgebunden gegenüber dem Herrn Landrat, die dürfen machen was sie wollen. Frau Pape hier geht es doch nur um die Finanzierbarkeit der Stadt, da haben sie sich doch mal nicht so.

Ach und es ist auch völliger Quatsch, diese ominöse Abkürzung von SPD "sichere Pleite Deutschlands", hier wird nur schon mal die Situation für die von der falschen Partei geführten Kommunen geprobt, wie man sich fühlen kann in einer Volksdemokratie....
NDHler
01.12.2015, 19:42 Uhr
Interessantes Dokument!
Hier wird in meinen Augen Politik gemacht und nach Parteibuch Gelder vergeben! Das sieht man deutlich am Beispiel Eisenach!
So lautete die Pressemitteilung des Landesverwaltungsamtes bezüglich der Stadt Eisenach:
"Bedarfszuweisung zur Haushaltskonsolidierung der Stadt Eisenach
Nachdem die Voraussetzungen erfüllt sind, hat das Thüringer Landesverwaltungsamt heute (30.10.2015) der Stadt Eisenach eine Bedarfszuweisung für das Haushaltsjahr 2015 in Höhe von 7.279.040 EU bewilligt.
Dieser Betrag beinhaltet die Zuwendung zur Absicherung des städtischen Anteils an der Finanzierung der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach (Theaterfinanzierung).
Somit können nun alle notwendigen Investitionen getätigt werden.
Durch die Stadt Eisenach sind nun in den Folgejahren eine strenge Haushaltsdisziplin und die Hebung weiterer Konsolidierungspotentiale erforderlich, um eine stetige Konsolidierung zu erreichen. Dem Landesverwaltungsamt ist bis zum 30.09.2016 eine vom Stadtrat beschlossene Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzeptes vorzulegen." (Quelle: Thüringen.de)
Hier müssen sogar noch Beschlüsse nachgereicht werden und trotzdem wird so eine Summe ausgeschüttet! Die ausgezahlte Summe verfehlt die beantragte Summe um nur eine Millionen! Der ausschlaggebende Unterschied ist, Eisenachs Oberbürgermeisterin ist von den Linken und nicht von der CDU! Ich warte hier auf eine Stellungnahme von den "linken Landtagsabgeordneten" zu diesem Thema! Frau Keller, sie stellen sich doch sonst so gern der Presse, jetzt braucht man sie in ihrer Heimatstadt! Wir sind gespannt auf ihre Reaktion!
Pe_rle
01.12.2015, 20:33 Uhr
alle sind erschrocken
so viel Heuchelei kann man gar nicht ertragen.
Alle die hier so erschreckt tun,sind mit Schuld an der Miesere.
Als Stadtrat immer schön die Pfötchen gehoben wo es was zu verteilen gab,ohne Nachzudenken,achso nicht ganz,die Partei hat es befohlen.
Auf solche Leute kann der normale Bürger von Nordhausen gern verzichten
T.Gruber
02.12.2015, 07:55 Uhr
Organisation Landratsamt
"Hans-Georg Müller (SPD) verteidigte zunächst die Arbeit der Kommunalaufsicht, die in keinster Weise dem Landrat unterstehe."

Herr Müller, sie als Kommunalpolitiker sollten eigentlich wissen, dass diese Aussage so nicht stimmt.

Ich habe zwar kein Organigramm gefunden, aber ich vermute einmal, wenn Sie sich den Briefbogen der Kommunalaufsicht anschauen, dann steht da so etwas wie "Der Landrat als Behörde der Landesverwaltung" und unterschrieben werden die Bescheide/ Schreiben der Kommunalaufsicht sicher vom Landrat oder der ersten Beigeordneten.

Verwechseln Sie die Kommunalaufsicht eventuell mit dem Rechnungsprüfungsamt? Das Rechnungsprüfungsamt muss unabhängig sein und legt nur dem Kreistag gegenüber Rechenschaft ab.
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