So, 11:24 Uhr
22.11.2015
Dichterstätte Limlingerode
Terzinen des Herzens
Am kommenden Samstagnachmittag wird es in Limlingerode offenkundig: Seit ich Dich liebe, sind die Tore offen., von der Dichterin Annemarie Bostroem geschrieben, die 1922 in Leipzig geboren wurde und am 9. September dieses Jahres in Berlin verstarb...
Dichterstätte Limlingerode (Foto: Archiv Kneffel)
Ihr Gedichtband Terzinen des Herzens, 1947 erschienen, wurde ein Bestseller der Liebeslyrik. Man sah sie als Erbin der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler.
Zahlreiche Nachauflagen des Bandes und Nachdichtungen in über 60 Anthologien sprechen für sich. Bostroem hatte Theaterwissenschaften und Germanistin studiert, verfasste Gedichte und Theaterstücke. Auch als Nachdichterin erwarb sie sich einen ausgezeichneten Ruf.
Ihr Liebeslyrikband Terzinen des Herzens wurde in der Sowjetischen Besatzungszone ideologisch abgelehnt, und noch in der Insel-Ausgabe von 1975 fiel ein Gedicht der Zensur zum Opfer. Aber, das Buch wurde in der DDR in ca. 100.000 Exemplaren verkauft, für einen Lyrikband eine Sensation! Als Terzine wird eine Versform bezeichnet, in der sich die Zeilen in bestimmtem Rhythmus reimen. In Bostroems Büchlein vereinen sich dreimal 13 Gedichte zu je 13 Zeilen.
Die Autorin war mit dem Journalisten, Dramaturgen, Schriftsteller und Verleger Friedrich Eisenlohr (1889–1954) verheiratet. Die in Limlingerode vorgetragenen Gedichte entstanden aus den Gefühlen zu diesem Mann.
Das Programm in der Langen Reihe 11 wird gestaltet von Ursula Kurze, einer Sopransängerin aus Dresden. Sie wurde 1963 geboren, studierte Konzertgitarre, Gesang, Komposition und Schauspiel. Sie ist freiberuflich und entfaltet eine umfangreiche Konzerttätigkeit in mehreren Ländern bis hin nach Australien. Als sie 14 Jahre war, las sie die Terzinen zum ersten Mal und begann, sie zu vertonen. Kurze lernte die Boestroem persönlich kennen und gestaltete mit ihr musikalische Lesungen.
In Limlingerode trägt sie ihre Vertonungen vor, rezitiert die alle Gefühlsnuancen aufzeigenden Verse einer Liebesbeziehung. Kurze begleitet sich auf der Gitarre. Da die Dichterin im September starb, wird diese Veranstaltung am 28. November eine ganz besondere sein.
Heidelore Kneffel
28. November, 14.30 Uhr, Dichterstätte in Limlingerode
Autor: red
Dichterstätte Limlingerode (Foto: Archiv Kneffel)
Ihr Gedichtband Terzinen des Herzens, 1947 erschienen, wurde ein Bestseller der Liebeslyrik. Man sah sie als Erbin der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler.
Zahlreiche Nachauflagen des Bandes und Nachdichtungen in über 60 Anthologien sprechen für sich. Bostroem hatte Theaterwissenschaften und Germanistin studiert, verfasste Gedichte und Theaterstücke. Auch als Nachdichterin erwarb sie sich einen ausgezeichneten Ruf.
Ihr Liebeslyrikband Terzinen des Herzens wurde in der Sowjetischen Besatzungszone ideologisch abgelehnt, und noch in der Insel-Ausgabe von 1975 fiel ein Gedicht der Zensur zum Opfer. Aber, das Buch wurde in der DDR in ca. 100.000 Exemplaren verkauft, für einen Lyrikband eine Sensation! Als Terzine wird eine Versform bezeichnet, in der sich die Zeilen in bestimmtem Rhythmus reimen. In Bostroems Büchlein vereinen sich dreimal 13 Gedichte zu je 13 Zeilen.
Die Autorin war mit dem Journalisten, Dramaturgen, Schriftsteller und Verleger Friedrich Eisenlohr (1889–1954) verheiratet. Die in Limlingerode vorgetragenen Gedichte entstanden aus den Gefühlen zu diesem Mann.
Das Programm in der Langen Reihe 11 wird gestaltet von Ursula Kurze, einer Sopransängerin aus Dresden. Sie wurde 1963 geboren, studierte Konzertgitarre, Gesang, Komposition und Schauspiel. Sie ist freiberuflich und entfaltet eine umfangreiche Konzerttätigkeit in mehreren Ländern bis hin nach Australien. Als sie 14 Jahre war, las sie die Terzinen zum ersten Mal und begann, sie zu vertonen. Kurze lernte die Boestroem persönlich kennen und gestaltete mit ihr musikalische Lesungen.
In Limlingerode trägt sie ihre Vertonungen vor, rezitiert die alle Gefühlsnuancen aufzeigenden Verse einer Liebesbeziehung. Kurze begleitet sich auf der Gitarre. Da die Dichterin im September starb, wird diese Veranstaltung am 28. November eine ganz besondere sein.
Heidelore Kneffel
28. November, 14.30 Uhr, Dichterstätte in Limlingerode

