Do, 15:38 Uhr
10.06.2004
nnz-Forum: Warum in Wolkramshausen?
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte in dieser Woche von der bevorstehenden Sanierung der Schule in Wolkramshausen berichtet. Dazu erreichte die Redaktion jetzt eine Mail.
Mit großer Aufmerksamkeit habe ich den Artikel zur Sanierung der Schule in Wolkramshausen gelesen. Schön, dass nach den umfangreichen Schulsanierungen in Nordhausen nun auch Mittel für die Schulen im Landkreis zur Verfügung stehen. Trotzdem stellt sich mir die Frage, warum in Zeiten knapper Kassen mit Wolkramshausen ausgerechnet der kostenintensivste und logistisch ungünstigste Standort der Regelschule Hainleite zur ersten Ganztagsschule im Landkreis umgebaut wird?
Sind im Vorfeld Alternativen geprüft worden? Beispielsweise die Schule Wipperdorf. Ein Standort, der zentral und verkehrsgünstig im Einzugsgebiet der größten Regeschule im Landkreis liegt. Ein Standort mit solider Bausubstanz und intakter Turnhalle. Ein Standort in unmittelbarer Nachbarschaft einer Kindertagesstätte. Ein Standort der ohne Frage auch saniert werden müsste, um den Anforderungen einer modernen Ganztagsschule gerecht zu werden, jedoch nicht in einer Höhe von 3,6 Millionen Euro (ohne Turnhalle).
In Zeiten knapper Finanzmittel sei man froh über jedes Schulprojekt, was auf den Weg gebracht werden könne, so Winfried Theuerkauf (SPD) der ehrenamtliche Beigeordnete und Schulausschussvorsitzende des Landkreises Nordhausen. Nur zu welchem Preis? Denn abgesehen von den hohen Sanierungskosten könnte (wird) die Entscheidung für Wolkramshausen mittelfristig eine Schließung der Schule in Wipperdorf inkl. Turnhalle bedeuten. Weiterhin könnte es zu einem Rückgang der Schülerzahlen kommen, da einige Eltern aus dem Einzugsgebiet der Regelschule Hainleite ihre Kinder in andere, nähere Schulen geben könnten. Denn 38 km Fahrt zur Schule hin und zurück, pro Tag ca. zwei Stunden, sind ein nicht unwesentliches Entscheidungskriterium für die Wahl der Schule.
Abgesehen von der Zeit, die die Kinder im Bus verbringen sind da auch noch die höheren Fahrtkosten. Diese Mehrkosten sollten bei so einer Planung auch berücksichtigt werden. Setzt man hier in der Phase des heißen Wahlkampfes möglicherweise auf kurzfristige Effekthascherei?
Mark Schmidt – Vater eines Schülers der Grundschule Wipperdorf
Autor: nnzMit großer Aufmerksamkeit habe ich den Artikel zur Sanierung der Schule in Wolkramshausen gelesen. Schön, dass nach den umfangreichen Schulsanierungen in Nordhausen nun auch Mittel für die Schulen im Landkreis zur Verfügung stehen. Trotzdem stellt sich mir die Frage, warum in Zeiten knapper Kassen mit Wolkramshausen ausgerechnet der kostenintensivste und logistisch ungünstigste Standort der Regelschule Hainleite zur ersten Ganztagsschule im Landkreis umgebaut wird?
Sind im Vorfeld Alternativen geprüft worden? Beispielsweise die Schule Wipperdorf. Ein Standort, der zentral und verkehrsgünstig im Einzugsgebiet der größten Regeschule im Landkreis liegt. Ein Standort mit solider Bausubstanz und intakter Turnhalle. Ein Standort in unmittelbarer Nachbarschaft einer Kindertagesstätte. Ein Standort der ohne Frage auch saniert werden müsste, um den Anforderungen einer modernen Ganztagsschule gerecht zu werden, jedoch nicht in einer Höhe von 3,6 Millionen Euro (ohne Turnhalle).
In Zeiten knapper Finanzmittel sei man froh über jedes Schulprojekt, was auf den Weg gebracht werden könne, so Winfried Theuerkauf (SPD) der ehrenamtliche Beigeordnete und Schulausschussvorsitzende des Landkreises Nordhausen. Nur zu welchem Preis? Denn abgesehen von den hohen Sanierungskosten könnte (wird) die Entscheidung für Wolkramshausen mittelfristig eine Schließung der Schule in Wipperdorf inkl. Turnhalle bedeuten. Weiterhin könnte es zu einem Rückgang der Schülerzahlen kommen, da einige Eltern aus dem Einzugsgebiet der Regelschule Hainleite ihre Kinder in andere, nähere Schulen geben könnten. Denn 38 km Fahrt zur Schule hin und zurück, pro Tag ca. zwei Stunden, sind ein nicht unwesentliches Entscheidungskriterium für die Wahl der Schule.
Abgesehen von der Zeit, die die Kinder im Bus verbringen sind da auch noch die höheren Fahrtkosten. Diese Mehrkosten sollten bei so einer Planung auch berücksichtigt werden. Setzt man hier in der Phase des heißen Wahlkampfes möglicherweise auf kurzfristige Effekthascherei?
Mark Schmidt – Vater eines Schülers der Grundschule Wipperdorf
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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