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Do, 15:30 Uhr
10.06.2004

Halbe Mille für Leuchtturm

Nordhausen (nnz). In Nordthüringen gibt es laut Aussagen von Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) einen touristischen Leuchtturm. Für den gab es heute ein halbe Million Euro. Wo der Leuchtturm leuchtet, das erfahren Sie mit einem kurzen Klick.


"Der Kyffhäuser ist ein Leuchtturm für den Thüringen-Tourismus", sagte Reinholz beim symbolisch ersten Spatenstich für den Ausbau des nördlichen Zugangs zum Kyffhäuser und den Umbau der ehemaligen Grillbar zu einem Informationszentrum. Allerdings sei es bisher nicht gelungen, das ungewöhnliche touristische Potenzial dieses Ortes - "ein zugkräftiges Gemisch aus historischem Erbe und Sagenwelt" - auszunutzen. Im vergangenen Jahr zählte der Kyffhäuser rund 200 000 Besucher; im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre waren es 260 000 pro Jahr. "Sowohl hinsichtlich des Erscheinungsbildes als auch des touristischen Angebots rund um den Kyffhäuser muss sich etwas tun", so Reinholz.

Der Freistaat Thüringen unterstützt den Kyffhäuserkreis als Eigentümer der Anlage deshalb bei den geplanten Investitionen. Zunächst geht es darum, die ehemalige Grillbar zu einem Informations- und Veranstaltungszentrum mit Gästeempfang umzubauen; insbesondere soll eine Informationsstelle für den Kyffhäuser und die gesamte Region eingerichtet werden. Das Objekt entspricht derzeit weder funktional noch bautechnisch den Erfordernissen und soll deshalb in seinen historischen Ursprungszustand versetzt und entsprechend saniert werden.

Der sogenannte Nordweg stellt den Hauptzugang zum Denkmalbereich dar. Im Bereich des 2 Meter breiten Gehwegs wird er gepflastert; eine Längsrinne aus Beton markiert die Trennung zwischen diesem Teil des Nordwegs und dem Fahrweg, der weiterhin als Auffahrt für Bau-, Versorgungs- und Behindertenfahrzeuge genutzt wird. Außerdem soll der Weg mit Beleuchtungsanlagen versehen werden. Die Investitionskosten für das Gesamtvorhaben belaufen sich auf knapp 500 000 Euro, die Bauarbeiten sollen noch Ende 2004 abgeschlossen sein. Die Konzeption für das Projekt stammt vom Architekturbüro Kochanek & Thelemann aus Bad Frankenhausen.

Das Kyffhäuser-Areal ist eines der wichtigsten Tourismusobjekte in Thüringen. Es umfasst Reste der ehemalige Reichsburg Kyffhausen sowie das 81 m hohe Kaiser-Wilhelm-Denkmal, dessen Turmkuppel einen guten Ausblick auf die Umgebung bietet. Erst in der vergangenen Woche war am Kyffhäuser ein seit 55 Jahren verschollenes Standbild des früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg wiederentdeckt worden. Die 1939 aufgestellte Statue war nach dem Zweiten Weltkrieg von sowjetischen Soldaten umgestoßen und vergraben worden.
Autor: nnz

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