Do, 21:46 Uhr
19.11.2015
Harztor – Ein Ort zum Wohlfühlen
Einwohnerversammlung in Niedersachswerfen
Seit drei Jahren besteht die Landgemeinde Harztor. Heute fand in Niedersachswerfen die jährliche Einwohnerversammlung für den Ortsteil statt. Positiv und stolz blickte Harztor Bürgermeister Stephan Klante (CDU) auf das Jahr 2015 zurück...
Wir haben viel in diesem Jahr in Niedersachswerfen investiert, eröffnete Stephan Klante die heutige Einwohnerversammlung, an der nur rund 50 interessierte Bürger teilnahmen. Auch Ortsteilbürgermeister Ulrich Wilke blickt erfreut auf das Jahr zurück. So viel wie hier gelaufen ist, war vorher nicht möglich, zitierte ihn Klante.
Die finanzielle Lage der Landgemeinde ist stabil, die größten Ausgabeposten sind weiterhin die Kreis- und Schulumlage. Von 2014 bis 2015 musste Harztor 150.000 Euro mehr für die Kindertagesstätten in Niedersachswerfen und Ilfeld ausgeben. Grund ist der Erzieherschlüssel, der vom Freistaat Thüringen vorgegeben wird. Wir freuen uns über die vielen Kinder aber werden mit den Kosten vom Land allein gelassen, erläuterte Klante. Sparen können wir nur kleine Beträge, z.B. durch die neue LED-Straßenbeleuchtung. Dennoch ist es gelungen die Schulden von über 600.000 Euro im Jahr 2014 auf unter 600.000 Euro im Jahr 2015 zu senken. Die pro Kopf Verschuldung in der Landgemeinde beträgt aktuell 979 Euro, insgesamt wohnen 6.056 Einwohner in Harztor.
Viele Investitionen wurden in den Jahren 2014/2015 getätigt. Niedersachswerfen erhielt einen sanierten Busbahnhof, in die Ausstattung der Johanniter Kindertagesstätte Wirbelwind wurde investiert – insgesamt 1,7 Millionen Euro flossen in die Infrastruktur der Landgemeinde.
Im Rahmen der Gebietsreform werden vom Freistaat Thüringen Land- und Einheitsgemeinden mit einer Größe von 6.000 bis 8.000 Einwohnern angestrebt. Am 22. September verabschiedeten die Abgeordneten ein entsprechendes Leitbild. Derzeit werden mit den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/ Südharz bezüglich eines Zusammenschlusses Gespräche geführt. Wir wollen sie gern mit ins Boot holen, sagte Klante, denn dann würde Harztor rund 8.000 Einwohner zählen. Auch mit der Stadt Ellrich werden Vorgespräche geführt, sollte die vorgeschriebene Einwohnerzahl über 8.000 liegen. Wichtig ist, dass die Anlaufstellen für die Bürger vor Ort nicht verschwinden, sagte der Bürgermeister. Die Identität der Ortschaften zu erhalten bleibt Priorität.
Auch die Prognose für das Jahr 2016 für Harztor ist gut, ist Klante überzeugt. Die Landgemeinde bleibt ein Ort zum Wohlfühlen. Dafür setzen sich die Ortschaftsräte in Niedersachswerfen und Ilfeld ein. Sie sollen auch weiterhin finanziell und logistisch unterstützt werden.
Die Straßen in Niedersachswerfen, besonders die Teichstraße, der Gehweg der Northeimer Straße und der Schillerstraße wurden in der anschließenden Diskussion angesprochen. Für die Gehwege wurde eine Prioritätenliste erarbeitet, erklärte Stephan Klante. Das Material ist da, aber der Bauhof schafft nicht alle Wege auf einmal, bat er um Verständnis. Für die Sanierung der Teichstraße konnte noch keine bezahlbare Lösung gefunden werden. Der grundhafte Ausbau der Straße wird zu teuer für die Anwohner, deshalb wird weiterhin nach einer Lösung gesucht. Große Probleme bereitet auch die Schulküche am Kirchplatz. Die Sanierung würde entsprechend der Nutzungsart zwischen 500.000 Euro und 750.000 Euro kosten. Hier sind wir auf der Suche nach Fördermöglichkeiten, sagte der Bürgermeister.
Wie sieht es mit dem Radweg von Niedersachswerfen nach Neustadt aus, fragte Hugo Ehrhardt aus Niedersachswerfen. Mit dem Bau soll entsprechend der bisherigen Planungen im kommenden Jahr begonnen werden, berichtete Stephan Klante. Ministerin Birgit Keller hat Fördermittel in Höhe von 90 Prozent zugesagt.
Für die Unterbringung von Flüchtlingen stehen in Harztor derzeit keine kommunalen Liegenschaften bereit. Die Ilfelder Schule wurde vom Nordhäuser Landratsamt begutachtet, jedoch werden zum einen die Brandschutzauflagen nicht erfüllt, zum anderen gibt es in dem leer stehenden Schulteil keine logistische Trennung, wie er beispielsweise in Wipperdorf möglich ist. Vielleicht werden sich private Vermieter bereit erklären Flüchtlinge aufzunehmen, sagte Klante. Die Entwicklungen hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen sind jedoch nicht vorhersehbar.
Die nächste Einwohnerversammlung in Harztor findet um 18.30 Uhr in Ilfeld am 26. November im Hotel Harzparadies statt.
Sandra Witzel
Autor: swiWir haben viel in diesem Jahr in Niedersachswerfen investiert, eröffnete Stephan Klante die heutige Einwohnerversammlung, an der nur rund 50 interessierte Bürger teilnahmen. Auch Ortsteilbürgermeister Ulrich Wilke blickt erfreut auf das Jahr zurück. So viel wie hier gelaufen ist, war vorher nicht möglich, zitierte ihn Klante.
Die finanzielle Lage der Landgemeinde ist stabil, die größten Ausgabeposten sind weiterhin die Kreis- und Schulumlage. Von 2014 bis 2015 musste Harztor 150.000 Euro mehr für die Kindertagesstätten in Niedersachswerfen und Ilfeld ausgeben. Grund ist der Erzieherschlüssel, der vom Freistaat Thüringen vorgegeben wird. Wir freuen uns über die vielen Kinder aber werden mit den Kosten vom Land allein gelassen, erläuterte Klante. Sparen können wir nur kleine Beträge, z.B. durch die neue LED-Straßenbeleuchtung. Dennoch ist es gelungen die Schulden von über 600.000 Euro im Jahr 2014 auf unter 600.000 Euro im Jahr 2015 zu senken. Die pro Kopf Verschuldung in der Landgemeinde beträgt aktuell 979 Euro, insgesamt wohnen 6.056 Einwohner in Harztor.
Viele Investitionen wurden in den Jahren 2014/2015 getätigt. Niedersachswerfen erhielt einen sanierten Busbahnhof, in die Ausstattung der Johanniter Kindertagesstätte Wirbelwind wurde investiert – insgesamt 1,7 Millionen Euro flossen in die Infrastruktur der Landgemeinde.
Im Rahmen der Gebietsreform werden vom Freistaat Thüringen Land- und Einheitsgemeinden mit einer Größe von 6.000 bis 8.000 Einwohnern angestrebt. Am 22. September verabschiedeten die Abgeordneten ein entsprechendes Leitbild. Derzeit werden mit den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/ Südharz bezüglich eines Zusammenschlusses Gespräche geführt. Wir wollen sie gern mit ins Boot holen, sagte Klante, denn dann würde Harztor rund 8.000 Einwohner zählen. Auch mit der Stadt Ellrich werden Vorgespräche geführt, sollte die vorgeschriebene Einwohnerzahl über 8.000 liegen. Wichtig ist, dass die Anlaufstellen für die Bürger vor Ort nicht verschwinden, sagte der Bürgermeister. Die Identität der Ortschaften zu erhalten bleibt Priorität.
Auch die Prognose für das Jahr 2016 für Harztor ist gut, ist Klante überzeugt. Die Landgemeinde bleibt ein Ort zum Wohlfühlen. Dafür setzen sich die Ortschaftsräte in Niedersachswerfen und Ilfeld ein. Sie sollen auch weiterhin finanziell und logistisch unterstützt werden.
Die Straßen in Niedersachswerfen, besonders die Teichstraße, der Gehweg der Northeimer Straße und der Schillerstraße wurden in der anschließenden Diskussion angesprochen. Für die Gehwege wurde eine Prioritätenliste erarbeitet, erklärte Stephan Klante. Das Material ist da, aber der Bauhof schafft nicht alle Wege auf einmal, bat er um Verständnis. Für die Sanierung der Teichstraße konnte noch keine bezahlbare Lösung gefunden werden. Der grundhafte Ausbau der Straße wird zu teuer für die Anwohner, deshalb wird weiterhin nach einer Lösung gesucht. Große Probleme bereitet auch die Schulküche am Kirchplatz. Die Sanierung würde entsprechend der Nutzungsart zwischen 500.000 Euro und 750.000 Euro kosten. Hier sind wir auf der Suche nach Fördermöglichkeiten, sagte der Bürgermeister.
Wie sieht es mit dem Radweg von Niedersachswerfen nach Neustadt aus, fragte Hugo Ehrhardt aus Niedersachswerfen. Mit dem Bau soll entsprechend der bisherigen Planungen im kommenden Jahr begonnen werden, berichtete Stephan Klante. Ministerin Birgit Keller hat Fördermittel in Höhe von 90 Prozent zugesagt.
Für die Unterbringung von Flüchtlingen stehen in Harztor derzeit keine kommunalen Liegenschaften bereit. Die Ilfelder Schule wurde vom Nordhäuser Landratsamt begutachtet, jedoch werden zum einen die Brandschutzauflagen nicht erfüllt, zum anderen gibt es in dem leer stehenden Schulteil keine logistische Trennung, wie er beispielsweise in Wipperdorf möglich ist. Vielleicht werden sich private Vermieter bereit erklären Flüchtlinge aufzunehmen, sagte Klante. Die Entwicklungen hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen sind jedoch nicht vorhersehbar.
Die nächste Einwohnerversammlung in Harztor findet um 18.30 Uhr in Ilfeld am 26. November im Hotel Harzparadies statt.
Sandra Witzel





