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Mi, 18:56 Uhr
18.11.2015
Tierversuchsstatistik 2014:

Bundesregierung verschleiert Zahlen

Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert die Bundesregierung für die intransparente Veröffentlichung der Tierversuchszahlen 2014...


Die Vorgaben aus der EU-Tierversuchsrichtlinie sollten für mehr Transparenz sorgen - etwa darüber Auskunft geben, wie schwerwiegend die Versuche für die Tiere waren oder aus welchen Ursprungsländern die verwendeten Affen stammen - doch das zuständige Landwirtschaftsministerium (BMEL) hat bislang lediglich eine einzige Tabelle veröffentlicht, in der sich bis auf die Tierarten und den übergeordneten Verwendungszweck keine weiteren Informationen finden.

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Die nackten Zahlen bleiben weiterhin erschreckend: Knapp 2,8 Millionen Tiere wurden 2014 für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes fehlen trotz Absichtserklärungen nach wie vor konkrete Maßnahmen der Bundesregierung, um Tierversuche deutlich einzudämmen und letztendlich vollständig zu ersetzen.

„Die Verschleierungstaktik der Bundesregierung bei den Tierversuchszahlen ist ein Skandal und zeigt einmal mehr, dass Deutschland nicht Vorreiter beim Tierschutz ist, sondern eher im europäischen Niemandsland umherdümpelt“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. In den Vorjahren wurden über zehn Tabellen veröffentlicht, die detailliert den Verwendungszweck und die Tests oder auch die Tatsache, ob die Tiere vorher gentechnisch verändert wurden, aufschlüsselten. Diesmal haben weder Bürgerinnen und Bürger noch Fachverbände die Möglichkeit, konkret Informationen zu bekommen.

Die nun veröffentlichten Zahlen sind die ersten nach der neuen Versuchstiermeldeverordnung nach Vorgaben der EU-Tierversuchsrichtlinie und dem zugehörigen Durchführungsbeschluss. Daher ist aufgrund der detaillierteren Erfassung und veränderten Zählweise sowie aufgrund der Einbeziehung neuer Kriterien, die erfasst wurden, ein direkter Vergleich mit den Statistiken aus Vorjahren nicht möglich.

„Hinter jedem Tier steckt ein grausames Einzelschicksal, ein Leben voller Leid und Schmerz. Es ist höchste Zeit für ein Umdenken: Statt grausamer Tierversuche benötigen wir dringend mehr Gelder für die Entwicklung tierversuchsfreier Forschungsmethoden. Es ist ein Armutszeugnis für den Forschungsstandort Deutschland, dass man sich weiterhin auf Tierversuche verlässt und die Zahlen schönredet, anstatt sich modernen und innovativen Methoden zu öffnen, die ohne Tierleid auskommen“, so Schröder abschließend.
Autor: red

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Kommentare
ida51
18.11.2015, 20:49 Uhr
Quälen im Namen der Wissenschaft
Überblick der zu Tode gequälten Tierarten (Ende 2013):
über
2.199.671 Mäuse
375.656 Ratten
202.685 Fische
95. 653 Kaninchen
42.779 Vögel
2.165 Affen
793 Katzen
2.542 Hunde und noch viele weitere Tiere andere Tierarten.
Das alles geschieht im Namen der Wissenschaft.
Tierversuche sind lt. Ärzte gegen Tierversuche, aus "ethischen, medizinischen, methodenkritischen Gründen abzulehnen. Tiere und Menschen sind so unterschiedlich, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen werden können."
Eric Cartman
18.11.2015, 23:22 Uhr
"2.199.671 Mäuse" in 2013 !?
Und die hat @Ida51 gezählt?

"...Tiere und Menschen sind so unterschiedlich, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen werden können..."

Schön, dass Sie ihre positive, heilende Energie aus esoterischen, spirituellen... Erscheinungen beziehen.
Es bleibt in Ihrem Sinne zu hoffen, dass Sie niemals ein Medikament bekommen, welches im Tierversuch getestet wurde.
ida51
19.11.2015, 09:36 Uhr
Klar im Vorteil
ist der, der lesen kann. Ich habe in meinem Beitrag auf
"Ärzte gegen Tierversuche" hingewiesen, Herr Cartmann, die Tierversuche nicht nur in Frage stellen, sondern generell ablehnen. Und damit stehen sie nicht allein. Sie haben ja überhaupt keine Ahnung, deshalb meine Bitte - halten Sie sich ganz einfach zurück.
Real Human
19.11.2015, 11:31 Uhr
„Verschreibe nur Medikamente, die nicht an Tieren getestet wurden!“
Das sollte also künftig an manchen Arztpraxen stehen!?

Hier bin ich mal eher(!?) auf Ihrer Seite, @ Eric Cartman. Es geht nämlich um eine ethische Abwägung. Ja, wir beuten Tiere aus. Genauso tun wir es auch oft mit uns gegenseitig. Man ist dabei von Tierversuchen abzukommen und testet Medikamente lieber an gezüchtetem menschlichen Gewebe, das kein Bewusstsein hat und somit nicht leidensfähig ist. Das kann sogar zu aussagekräftigeren Testergebnissen führen.

Trotzdem können Medikamente, die z.B. auf Zellen der Haut therapeutisch einwirken, auch Nebenwirkungen auf andere Organe ausüben. (Zu dieser Feststellung sollten Grundkenntnisse in Biologie ausreichen.) Somit ist es meistens – schon aus rechtlichen Gründen – notwendig, Tests auch an ganzen Organismen bzw. Lebewesen durchzuführen. Oft finden sich dazu freiwillige „menschliche Tiere“ (Menschen) bereit. Ob es ethisch vertretbar ist, diesen Tests Versuche an Tieren voranzuschicken, sollte jeder Patient selbst entscheiden.

Auf den Verpackungen von Medikamenten sollte deshalb künftig z.B. stehen:

• An lebenden Tieren getestet!
und/oder
• An freiwilligen Versuchspersonen getestet!
und/oder
• An künstlich gezüchtetem menschlichen Gewebe getestet!

Wer im Notfall nicht mit an Tieren getesteten Medikamenten behandelt werden will, sollte immer eine entsprechende Blechmarke um den Hals tragen. (Wichtig z.B. für potenzielle Patienten mit Brandverletzungen.)

Wer nach „label nicht an tieren getestet“ googelt, findet dazu schöne Entwürfe!

@ „ida51“: Wenn sich ein Zusammenschluss "Ärzte gegen Tierversuche" gegen Tierversuche ausspricht, heißt das noch lange nicht, dass die ganze Ärzteschaft generell gegen Tierversuche ist. Das könnte ihr Kommentar aber suggerieren. Oder?

(Auf eine philosophische Vertiefung verzichte ich hier.)
Paulinchen
19.11.2015, 16:05 Uhr
Wenn einem das "Wasser"...
...bis zum Halse steht, möchte ich den Patienten sehen, der die Einnahme eines Medikamentes verweigert, wenn nur DAS ihm helfen würde weiter zu leben, für welches aber Tiere aus Forschungszwecken sterben mussten.
Na ja, es gibt ja auch konsequente Vegetarier, nur wie gesagt - wenn es um Leben oder Tod geht, hat schon so mancher Atheist die Hände zum Gebet gefaltet.
Real Human
20.11.2015, 16:22 Uhr
@ „Paulinchen“
Ist es nicht auf den ersten Blick sehr verwunderlich, dass die meisten Christen eine Heidenangst vor dem „Tod“ haben, wenn sie sich doch eigentlich darauf freuen sollten, bald bei ihrem Herrn in einer besseren Welt anzukommen, in der sie auch ihre Angehörigen und Freunde wiedertreffen können?

Tja, die „Heiden“-Angst ist wohl ein Teil der Antwort.

Hinzu kommen leider noch sehr irdische Ängste: Haben Ärzte und Pfleger Zeit für mich, wenn es mir schlecht geht? Werden sie meine Wünsche respektieren? Werden sie sie überhaupt respektieren DÜRFEN?
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