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Fr, 19:26 Uhr
13.11.2015
nnz-Forum: Protest gegen Gipsabbau

Kinder zu unterschätzen ist ein Fehler…

Gestern war als wichtiger Tag im Kalender der Petersdorfer und natürlich auch des Petersdorfer Kindergartens dick angestrichen...

Protest gegen weiteren Rohstoffabbau (Foto: privat) Protest gegen weiteren Rohstoffabbau (Foto: privat)
An diesem Donnerstagvormittag fand am Nordhäuser Landratsamt eine Kundgebung gegen den geplanten Gipsabbau am Winkelberg statt. Natürlich waren die Eichenbergzwerge mit dabei.

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Und selbst wenn Kinder natürlich noch nicht wissen, was unter einem Scopingtermin zu verstehen ist, so ist ihnen völlig klar, dass diese Kundgebung dazu diente, mit Trillern Flagge zu zeigen für den Erhalt „ihres“ Winkelberges.

Was noch wichtiger ist als das Verständnis um Genehmigungsverfahren, ist ein gesundes Empfinden für Dinge, die richtig, wichtig und verantwortungsvoll sind. Über dieses unverfälschte Empfinden, Schützenswertes zu beschützen und sich für eine gute Sache mit heißem Herzen einzusetzen, verfügen die Petersdorfer Eichenbergzwerge in vollem Umfang.

Täglich wandern die Kinder in der, sie umgebenden Natur, erleben den Wandel der Jahreszeiten und lernen Wissenswertes, Interessantes, und Spannendes über Flora und Fauna ihrer Heimat. Mit Stolz singen sie ihr Lied vom Naturschutz und haben unter anderem mit viel Freude und Fleiß zum diesjährigen Oma-Opa-Tag in einem Programm, das den Gipsabbau kindgerecht thematisiert, ihre Einstellung zu diesem Thema verbalisiert.

Es ist sicher nicht die schlechteste Empfehlung, so ab und an bei wichtigen Entscheidungen, auf das, hoffentlich noch häufig vorkommende Phänomen, vom Kind im Manne oder der Frau zu hören.
Kerstin Böttger
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Bodo Schwarzberg
14.11.2015, 10:21 Uhr
Kinder: zu wenig Verantwortung für die Zukunft
Ich kann den schön formulierten Beitrag nur begrüßen, denn letztlich bereiten die, die wir heute leben, die Zukunft der kommenden Generationen vor. Und da sieht es global düster aus. Unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft sind nicht in der Lage eine sichere ökologisch nachhaltige Zukunft zu gewährleisten. Im Gegenteil.

Die heutigen Eltern werden der Sicherheit ihrer Kinder zu wenig gerecht, wenn sie sich nicht ausreichend mit der Situation unseres Planeten beschäftigen. Eine gute Schulbildung, ein Arbeitsplatz und ein gut gefülltes Bankkonto reichen eben nicht für eine gesicherte Zukunft. Denn was nützt all das, wenn die Grundlagen allen Lebens immer mehr verspielt werden?

Der Chef der Walschutzorganisation Sea Shepherd, Paul Watson, fordert sogar, dass Eltern nur dann Kinder haben sollten, wenn sie nachweisen können, dass sie diese im Sinne eines nicht naturschädlichen Lebens erziehen. Davon jedoch sind wir weit entfernt. Die Wertesysteme der Kinder werden vielfach von psychologisch geschickt plazierter und formulierter Werbung geformt. Vor diesem Hintergrund ist es äußerst lobenswert, wenn, wie hier wenigstens der Versuch unternommen wird, Kindern die Problematik Winkelberg nahezubringen. "Weißt Du noch, Kind, damals gab es diesen Berg mit seinen Orchideen noch. Nun ist dort ein großes Loch mit viel Unkraut." Solche Sätze sollten verhindert werden.
Gips
14.11.2015, 11:58 Uhr
Das geht zu weit
Kinder für ein Politikum. Kein Verständnis für diese Art von Protest.
Wolfi65
14.11.2015, 12:08 Uhr
Ist man doch gewöhnt
In Kirchheim hat eine gewisse Klientel auch die Kinder in der ersten Reihe "marschieren" lassen.
Wachablösung war, wenn die Windel voll war.
Trotz allem bin ich auch gegen den weiteren Abbau von Gips im Südharz.
Die dabei eventuell entstehenden Arbeitsplätze werden Nordthüringen auch nicht mehr in den Himmel heben.
Also noch ein bisschen Natur retten, denn diese ist noch das Einzige, was man dann noch hat.
Ute Gerhardt
14.11.2015, 13:44 Uhr
Kindermund tut Wahrheit kund
Wirklich beängstigend, dass manch ach so gebildeter Mensch die Intention des Protestes der Kinder nicht verstehen kann. Anstatt zu begrüßen, dass es noch Kinder fernab von Playstation und Co gibt, die sich mit dem Thema Naturschutz beschäftigen und ihr Umfeld schützen wollen, wird auch hier wieder das Politikum in den Vordergrund geschoben.

Eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Kleinsten nicht mit politischen Diskrepanzen auseinandersetzen. Es geht Ihnen um den Erhalt IHRER Natur. Für sich selbst und alle kommenden Generationen. Schließlich ist man nie zu klein, um für die Dinge einzustehen, die einem am Herz liegen. Aber Engstirnigkeit ist ein gern gesehener Gast in unserer Umgebung.
Gips
14.11.2015, 17:48 Uhr
Kinder
Natürlich waren es die Kinder die zu der Kundgebung wollten? Habe Kinder und Enkelkinder, kenne Ihre Interessen und die ihrer Freunde.
Ute Gerhardt
14.11.2015, 22:29 Uhr
Indiskutabel
Ich habe nicht vor, mit Ihnen über unterschiedliche Interessen unterschiedlicher Kinder zu diskutieren. Ich kenne die Kinder nicht und kann es somit, ähnlich wie Sie, nicht beurteilen. Da ich aber selbst Mama bin, kann ich sagen, dass man bereits die Kleinsten für unsere Natur sensibilisieren kann. Ob man das natürlich möchte oder nicht, ist jedem selbst überlassen.
Gips
15.11.2015, 10:10 Uhr
Diskutabel
Bin da schon bei Ihnen. Ich meine aber das Kinder bei solchen Aktionen Instrumentalisiert werden. Vor nicht allzu langer Zeit wurde durch Dr. Marx Sportbekleidung für jugendliche Fußballer in Niedersachswerfen übergeben. Natürlich mit einem Aufdruck gegen die Gipsindustrie. Wird da nicht Sport und Politik vermischt und den Trägern eine Meinung aufgedrückt die Sie, ob sie wollen oder nicht, in die Öffentlichkeit tragen?
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