Mo, 11:08 Uhr
07.06.2004
Rückkehr beantragt
Bleicherode (nnz). Die Bürgerinitiative Rückkehr will nicht aufgeben. Sie möchte, dass die drei abgeschobenen vietnamesischen Kinder und ihre Mutter wieder nach Deutschland einreisen dürfen. Ein entsprechender Antrag ist heute abgegeben worden.
Heute hat der bevollmächtigte Anwalt bei der Ausländerbehörde des Landratsamtes Nordhausen den Antrag zur Aufhebung der Einreisesperre für Frau Nguyen Thi Bung und ihre drei minderjährigen Kinder gestellt. Für den Vater wurde kein Antrag gestellt, weil für ihn keine Chance der Wiedereinreise gesehen wird. Außerdem sollen die Eltern nun getrennt leben.
In der Antragsbegründung wird dargelegt, dass die Kinder in Bleicherode vollständig integriert in ihrem Umfeld lebten. Die Lebenssituation in Vietnam sei nach der Abschiebung besonders für die Kinder schlimm. Die Eltern haben keine Arbeit und keinen eigenen Wohnsitz. Die Familie lebt ausschließlich von den Spenden und den Paketen, die wir schicken. Die Kinder befinden sich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand. Sie sind unterernährt, haben nach wie vor Durchfall und Fieber, haben Läusebefall und Insektenstiche. Don klagt über Nierenschmerzen, schreibt die Europa-Abgeordnete Margot Kessler den Zustand der Familie in Vietnam.
Don habe ein Nierenleiden und wurde 1997 operiert. Eine ärztliche Versorgung sei nicht gewährleistet. Die Trinkwasserversorgung sei sehr problematisch. Die Kinder besuchen keine Schule, weil sie nicht Vietnamesisch sprechen. Eine Verbesserung der Lebenssituation der Familie in Vietnam sei nicht möglich.
Nicht nur aus diesen humanitären Gründen verlangt die Bürgerinitiative Rückkehr die Wiedereinreise, sondern weil wir meinen, dass Frau Nguyen Thi Bung und ihre Kinder zu Unrecht aus Thüringen abgeschoben wurden. Es bestand durchaus die Möglichkeit, ihr eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen, weil sie keine Sozialleistungen bezog, sondern im Besitz einer Reisegewerbekarte oder von Arbeitsgenehmigungen war, so Keßler. Das Verwaltungsgericht Meiningen habe in seinem Schreiben vom 30.12.2003 (also noch vor der Abschiebung) auf die Erteilung einer Aufenthaltsbefugnis an die Mutter hingewiesen, wenn sie keine Sozialleistungen bezieht.
Die Bürgerinitiative Rückkehr hat durch Patenschaftserklärungen und ein Beschäftigungsverhältnis für die Mutter dafür gesorgt, dass bei Wiedereinreise die Bestreitung des Lebensunterhaltes mit eigenen Mitteln möglich sei. Wohnraum wäre nach Ansicht der Bürgerinitiative im eigenen Haus in Bleicherode vorhanden. Um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen, werden wir im Juni an jedem Dienstag wieder unsere Mahnwachen durchführen, meinte die Europa-Abgeordnete abschließend.
Autor: nnzHeute hat der bevollmächtigte Anwalt bei der Ausländerbehörde des Landratsamtes Nordhausen den Antrag zur Aufhebung der Einreisesperre für Frau Nguyen Thi Bung und ihre drei minderjährigen Kinder gestellt. Für den Vater wurde kein Antrag gestellt, weil für ihn keine Chance der Wiedereinreise gesehen wird. Außerdem sollen die Eltern nun getrennt leben.
In der Antragsbegründung wird dargelegt, dass die Kinder in Bleicherode vollständig integriert in ihrem Umfeld lebten. Die Lebenssituation in Vietnam sei nach der Abschiebung besonders für die Kinder schlimm. Die Eltern haben keine Arbeit und keinen eigenen Wohnsitz. Die Familie lebt ausschließlich von den Spenden und den Paketen, die wir schicken. Die Kinder befinden sich in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand. Sie sind unterernährt, haben nach wie vor Durchfall und Fieber, haben Läusebefall und Insektenstiche. Don klagt über Nierenschmerzen, schreibt die Europa-Abgeordnete Margot Kessler den Zustand der Familie in Vietnam.
Don habe ein Nierenleiden und wurde 1997 operiert. Eine ärztliche Versorgung sei nicht gewährleistet. Die Trinkwasserversorgung sei sehr problematisch. Die Kinder besuchen keine Schule, weil sie nicht Vietnamesisch sprechen. Eine Verbesserung der Lebenssituation der Familie in Vietnam sei nicht möglich.
Nicht nur aus diesen humanitären Gründen verlangt die Bürgerinitiative Rückkehr die Wiedereinreise, sondern weil wir meinen, dass Frau Nguyen Thi Bung und ihre Kinder zu Unrecht aus Thüringen abgeschoben wurden. Es bestand durchaus die Möglichkeit, ihr eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen, weil sie keine Sozialleistungen bezog, sondern im Besitz einer Reisegewerbekarte oder von Arbeitsgenehmigungen war, so Keßler. Das Verwaltungsgericht Meiningen habe in seinem Schreiben vom 30.12.2003 (also noch vor der Abschiebung) auf die Erteilung einer Aufenthaltsbefugnis an die Mutter hingewiesen, wenn sie keine Sozialleistungen bezieht.
Die Bürgerinitiative Rückkehr hat durch Patenschaftserklärungen und ein Beschäftigungsverhältnis für die Mutter dafür gesorgt, dass bei Wiedereinreise die Bestreitung des Lebensunterhaltes mit eigenen Mitteln möglich sei. Wohnraum wäre nach Ansicht der Bürgerinitiative im eigenen Haus in Bleicherode vorhanden. Um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen, werden wir im Juni an jedem Dienstag wieder unsere Mahnwachen durchführen, meinte die Europa-Abgeordnete abschließend.


