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So, 19:53 Uhr
18.10.2015
nnz-Forum

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen"

Kaum ein Zitat wird bei der Darstellung der deutsch-deutschen Geschichte so gern zitiert, wie dieses von Ulbricht. Nun schickt sich das angeblich geeinte Europa an, genau das wieder zu tun. Meint ein Leser der nnz...


Den Beginn machte ausgerechnet Ungarn, das Land also, das die alten Grenzen zuerst zerschnitt. Aktuell sind es nur einige Unionspolitiker und die deutsche Polizeigewerkschaft, die einen neuen deutschen "Schutzwall" fordern, der mehr als doppelt so lang wäre als der einstige.

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Ich wäre sehr gespannt, wie man dem Volk dieses Ansinnen "erklären" würde. Ich höre die Politiker jetzt schon reden, dass die neue Mauer im Gegensatz zur alten eine "gute" wäre.

Kanzlerin Merkel hält kaum eine Rede ohne die Floskel, es müssten die Fluchtursachen beseitigt werden. Eine vorausschauende Kanzlerin hätte sich von dieser Erkenntnis schon lange vorher leiten lassen. Stattdessen beteiligt sich Deutschland wie Europa seit nunmehr fast 15 Jahren wie ferngesteuert politisch und logistisch an allen wie auch immer "begründeten" Waffengängen des "großen Bruders" USA. Eine souveräne Politik eines souveränen Staates sähe anders aus.

Deutschland baucht endlich wieder eine aktive Friedenspolitik und darf nicht länger als Wurmfortsatz der USA fungieren. Genau das ist es auch, was viele Menschen derzeit zu Recht auf den vielen Demos fordern.
Gerald Schütze
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
henry12
18.10.2015, 21:33 Uhr
Alles Mauer oder was ?
Was hat das eine mit dem anderen zu tun ?
Real Human
19.10.2015, 09:36 Uhr
Was hat eine Mauer mit einer Mauer zu tun?
@ henry12: „Ich verstehe Ihre Frage so“: Ist es erlaubt, den „Antifaschistischen Schutzwall“ mit einem Zaun gegen Kriegsflüchtlinge zu vergleichen?

@ Alle Leser: (Fast) Jeder Normaldenkende wird jetzt das Bild der Zaunpfosten mit den Winkeln vor Augen haben. Entscheidend ist die Richtung, in die die Winkelspitzen zeigen. Ist der Zaun zum Schutz gegen „AUSbrecher“ oder „EINbrecher“ konstruiert worden?

Grenzzäune zwischen Staaten haben eins gemeinsam, sie werden fast immer dann errichtet, wenn Politiker mit ihrem Latein am Ende sind oder schon lange vorher waren. Aber! Die meisten Politiker werden heute von ihrem Volk gewählt. Wer mit dem Finger auf sie zeigt, sollte vorher darüber nachdenken, ob er/sie sie möglicherweise vorher selbst gewählt hat (oder sie hat wählen lassen, indem er selbst nicht zur Wahl gegangen ist). Selbst der Katastrophenpolitiker Hitler ist am 5. März 1933 (https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_März_1933) fast frei gewählt worden! (Was war eigentlich am 18. März 1990?)
henry12
19.10.2015, 15:16 Uhr
"Was hat eine Mauer mit einer Mauer zu tun?"
@Joerg B .,
Hitler war bei seiner Wahl 1933 kein Katastrophenpolitiker,
sondern Alternative zu Stillstand und Hoffnung auf Besserung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse.

Heute von gewählten Politikern zu sprechen passt auch nicht.Die Legitimation gemessen an den Wahlberechtigten ist lachhaft und nur möglich durch die Ohnmacht der Nichtwähler mangels Alternative. Also ist das ganze so etwas wie die Nationale Front, nur mit wechselnder Spitze um zu suggerieren, das wir in einer Demokratie leben. Die Ergebnisse ihrer Politik sind bei allen fast gleich, sieht man ja jetzt schön in Thüringen.

Wüsste man nicht, wer regiert, könnte man jede beliebige Koalitionsvariante raten. Und letztendlich ja, ich finde, die DDR Grenze lässt sich alles andere mit den jetzigen Plänen für Grenzbefestigungen der Aussengrenzen vergleichen. Ich bin aber gespannt, wie uns die Toten an dieser neuen Mauer verkauft werden. Einen offiziellen davon hatten wir leider bereits.
Rabaucka
20.10.2015, 18:14 Uhr
Verständnis...
hätte ich für einen "antifaschistischen Schutzwall"...allerding diesmal bitte um die "andere Seite" zu schützen.
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