Fr, 07:12 Uhr
02.10.2015
Humboldt-Schüler unterwegs
Zu Gast in St. Petersburg
Zum vierten Mal reisten Humboldtianer zu Partnerschülern nach Sankt Petersburg Die kleine Delegation des Humboldt-Gymnasiums verbrachte Ende September eine beeindruckende, aber auch anstrengende Woche mit vielen unvergesslichen Erlebnissen im Venedig des Nordens...
Humboldtianer in St. Petersburg (Foto: privat)
Ein sehr herzlicher Empfang und die bekannte russische Gastfreundschaft ließen die Aufregung vor Reisebeginn wegen der verschärften Visabestimmungen für russische Staatsbürger und die damit verbundenen Schwierigkeiten für eine lebendige Schulpartnerschaft und den beinahe abgesagten Schüleraustausch etwas in den Hintergrund rücken.
Die Humboldt-Schülerinnen und -Schüler führten zum offiziellen Empfang in der Partnerschule das kleine Theaterstück Unter dem Pilz in russischer Sprache auf und bekamen viel Beifall. Neben täglichen Unterrichtsbesuchen war natürlich das Kennenlernen der Millionenstadt Sankt Petersburg mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten ein wesentlicher Programmpunkt.
Während der Stadtrundfahrt besuchten die Schüler nicht nur die Denkmäler, Kathedralen und den Newski Prospekt die Hauptstraße Sankt Petersburgs sondern legten auch Blumen auf dem Piskarjowskoje Gendenkfriedhof nieder und erfuhren viel über die schwere Zeit im Zweiten Weltkrieg während der fast 900-tägigen Blockade von Leningrad, wie die Stadt von 1924 bis 1991 hieß.
Auch auf der Exkursion nach Kronstadt gab es viele geschichtliche Fakten verbunden mit Anekdoten aus dem Leben Peter I., dem Begründer Sankt Petersburgs. Die Nordhäuser Schüler erkundeten gemeinsam mit ihren Partnern die Peter-Paul-Festung und das Häuschen Peter I. Beide Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule. Zu einem besonderen Höhepunkt wurde die Schiffsfahrt auf der Newa bei sommerlichen Temperaturen und herrlichem Sonnenschein.
Das Modell Russland ist eine neue Attraktion, die besonders jüngeres Publikum begeistert. Zwar nicht maßstabsgerecht, aber mit viel Liebe zum Detail stehen in diesem Museum geografische und touristische Besonderheiten im Vordergrund. Ein Muss während des Aufenthaltes in Sankt Petersburg ist der Besuch der Eremitage, eines der größten Kunstmuseen der Welt. Nicht nur die Sammlung der zahlreichen Kunstgegenstände ist überaus beeindruckend auch die Architektur des riesigen Gebäudekomplexes ist sehr sehenswert.
Viel Spaß hatten alle Teilnehmer bei sportlichen Wettbewerben in der kleinen Turnhalle der Schule in der dritten Etage. Sport ist interkulturell und so bereitete die sprachliche Verständigung hierbei keine Schwierigkeiten. In der Schule arbeiteten die Nordhäuser Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit ihren Partnerschülern außerdem an einem in Vorbereitung auf die Studienfahrt begonnenen Projekt, einem deutsch-russischen Memory-Spiel zu zwei Thüringer Sagen.
Diese Arbeit soll im April des kommenden Jahres fortgesetzt werden. Dann hat die russische Schülergruppe hoffentlich alle Hürden genommen, um zum Gegenbesuch nach Nordhausen kommen zu können. Auf jeden Fall sind alle hiesigen Gastfamilien schon eifrig dabei, ebenso ein tolles Programm für die Sankt Petersburger zusammenzustellen, um sich auch für die Unternehmungen während der Freizeit und am Tag in den Familien zu revanchieren.
Ein großes Dankeschön gilt neben den russischen Gastgebern dem Land Thüringen und der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch für die Unterstützung und finanzielle Förderung dieser Studienfahrt.
Gabriele Gorges
Autor: red
Humboldtianer in St. Petersburg (Foto: privat)
Ein sehr herzlicher Empfang und die bekannte russische Gastfreundschaft ließen die Aufregung vor Reisebeginn wegen der verschärften Visabestimmungen für russische Staatsbürger und die damit verbundenen Schwierigkeiten für eine lebendige Schulpartnerschaft und den beinahe abgesagten Schüleraustausch etwas in den Hintergrund rücken.
Die Humboldt-Schülerinnen und -Schüler führten zum offiziellen Empfang in der Partnerschule das kleine Theaterstück Unter dem Pilz in russischer Sprache auf und bekamen viel Beifall. Neben täglichen Unterrichtsbesuchen war natürlich das Kennenlernen der Millionenstadt Sankt Petersburg mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten ein wesentlicher Programmpunkt.
Während der Stadtrundfahrt besuchten die Schüler nicht nur die Denkmäler, Kathedralen und den Newski Prospekt die Hauptstraße Sankt Petersburgs sondern legten auch Blumen auf dem Piskarjowskoje Gendenkfriedhof nieder und erfuhren viel über die schwere Zeit im Zweiten Weltkrieg während der fast 900-tägigen Blockade von Leningrad, wie die Stadt von 1924 bis 1991 hieß.
Auch auf der Exkursion nach Kronstadt gab es viele geschichtliche Fakten verbunden mit Anekdoten aus dem Leben Peter I., dem Begründer Sankt Petersburgs. Die Nordhäuser Schüler erkundeten gemeinsam mit ihren Partnern die Peter-Paul-Festung und das Häuschen Peter I. Beide Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule. Zu einem besonderen Höhepunkt wurde die Schiffsfahrt auf der Newa bei sommerlichen Temperaturen und herrlichem Sonnenschein.
Das Modell Russland ist eine neue Attraktion, die besonders jüngeres Publikum begeistert. Zwar nicht maßstabsgerecht, aber mit viel Liebe zum Detail stehen in diesem Museum geografische und touristische Besonderheiten im Vordergrund. Ein Muss während des Aufenthaltes in Sankt Petersburg ist der Besuch der Eremitage, eines der größten Kunstmuseen der Welt. Nicht nur die Sammlung der zahlreichen Kunstgegenstände ist überaus beeindruckend auch die Architektur des riesigen Gebäudekomplexes ist sehr sehenswert.
Viel Spaß hatten alle Teilnehmer bei sportlichen Wettbewerben in der kleinen Turnhalle der Schule in der dritten Etage. Sport ist interkulturell und so bereitete die sprachliche Verständigung hierbei keine Schwierigkeiten. In der Schule arbeiteten die Nordhäuser Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit ihren Partnerschülern außerdem an einem in Vorbereitung auf die Studienfahrt begonnenen Projekt, einem deutsch-russischen Memory-Spiel zu zwei Thüringer Sagen.
Diese Arbeit soll im April des kommenden Jahres fortgesetzt werden. Dann hat die russische Schülergruppe hoffentlich alle Hürden genommen, um zum Gegenbesuch nach Nordhausen kommen zu können. Auf jeden Fall sind alle hiesigen Gastfamilien schon eifrig dabei, ebenso ein tolles Programm für die Sankt Petersburger zusammenzustellen, um sich auch für die Unternehmungen während der Freizeit und am Tag in den Familien zu revanchieren.
Ein großes Dankeschön gilt neben den russischen Gastgebern dem Land Thüringen und der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch für die Unterstützung und finanzielle Förderung dieser Studienfahrt.
Gabriele Gorges





