Di, 14:23 Uhr
15.09.2015
Flüchtlinge an Hochschule untergebracht
Eine bessere Lösung
Zur Stunde wird in Nordhausen wieder eine Gruppe Flüchtlinge untergebracht, dieses mal in der Turnhalle der Hochschule. Die nnz war vor Ort und hat sich mit den Helfern unterhalten und die Spendensammelstelle im LIFT besucht...
Man habe gut vorgearbeitet und sei entsprechend gut aufgestellt, sagte Frank Gerstenberger, Kreisvorsitzender der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), welche die Betreuung der Neuankömmlinge übernimmt. In der Turnhalle der Nordhäuser Hochschule können jetzt temporär bis zu 60 Menschen untergebracht und versorgt werden.
Bisher hatte der Landkreis Neuankömmlinge vor allem in der Turnhalle der Berufsschule in der Straße der Genossenschaften untergebracht. Der neue Standort sei die bessere Lösung, sagte Gerstenberger, zum einen würde die Halle wegen der Semesterferien zur Zeit nicht genutzt und zum anderen sei das Umfeld dank des angrenzenden Sportplatzes größer und biete Raum für Aktivitäten. "Wegen des Schulbetriebs mussten die Flüchtlinge in der Straße der Genossenschaften während des Tages in der Halle bleiben", sagte der JUH-Vorsitzende, "hier können sie auch mal raus und für die Helfer ist die Logistik einfacher."
Bis zu 60 Personen können in der Turnhalle der Nordhäuser Hochschule wieder untergebracht werden (Foto: Angelo Glashagel)
Hilfsangebote bekommen die Johanniter als christliche Organisation vor allem aus dem Kirchenkreis und der Jugendkirche, berichtet Gerstenberger und auch die eigenen Kräfte aus den Einrichtungen der JUH und die Ehrenamtler des eigenen Katastrophenschutzzuges würden helfen. Da die "Mannstärke" der Johanniter vor allem in Nordhausen selbst zu finden ist, wolle man dafür sorgen das ein Teil der Flüchtlinge auch dezentral in der Stadt untergebracht werden kann. Ein weiterer Teil wird nach Sülzhayn weiterziehen, hier ist dann das Deutsche Rote Kreuz mit der Bergwacht zuständig.
Die Johanniter suchen noch nach Leuten, die bei der Essensausgabe behilflich sein können (Foto: Angelo Glashagel)
Hilfe bekommen die Rettunskräfte aber auch von anderer Stelle. In der Turnhalle der Hochschule packen zum Beispiel Andrey und Vanessa mit an, Studenten die am Projekt Integrationslotsen des Vereins Schrankenlos teilnehmen. Anfang August waren knapp 20 Helfer über das Projekt aktiv, heute sind es über 60, erzählt Andrey. Da sind auch Nader Mahboubkha, der schon seit Jahren in Nordhausen lebt und Nabil, der zu der ersten größeren Gruppe von Flüchtlingen gehörte, die Anfang des Monats den Landkreis erreichten. Sie sind gekommen um bei der Verständigung zu helfen - Nader Mahboubkha spricht fünf Sprachen fließend und Nabils Englisch ist ausgezeichnet, was den anderen Helfern die Arbeit enorm erleichtern dürfte.
Auch Loni Grünwald, ehemals Beigeordnete des Landkreises und seit einiger Zeit im Ruhestand, ist in der Halle. Zusammen mit fünf anderen Freiwilligen hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, beim sortieren der Spenden zu helfen. Eigentlich macht sie das in den Räumen des LIFT Vereins. Während Frau Grünwald bei der Verteilung in der Turnhalle hilft, steht hier Birgit Freiberg, ebenfalls Ruheständlerin, und kämpft sich durch Berge an Kleidern, Hosen und T-Shirts. Seit vergangenem Donnerstag hat sich der Konferenzraum des LIFT bis unter das Dach mit Spenden gefüllt, erzählt sie. "Die Sachen kommen nicht aus der normalen Kleiderspende, die Leute bringen die Sachen selber hierher und wollen sicher stellen, dass ihre Spenden auch ja bei den Flüchtlingen ankommen", erzählt Frau Freiberg.
Einen Teil der Spenden, vor allem Bettwäsche und Handtücher, hat man schon umgelagert und zum Jugendsozialwerk gebracht. Das umlagern und verteilen funktioniere auch deshalb, weil Baumärkte wie etwa Hellweg und andere kostenlos Umzugskartons zur Verfügung gestellt haben, sagt Frau Grünwald in der Turnhalle der Hochschule.
Rettungskräfte und Ehrenamtliche Helfer, die Verteilung der Spenden, die Versorgung - im Gesamteindruck scheint die ganze Aktion aufgeräumter und organisierter zu sein, als noch vor zwei Wochen. Allerdings brauche man noch Leute, die bei der Essensausgabe helfen können, sagte Frank Gerstenberger. Wer Interesse hat sich hier zu engagieren, der kann sich bei der Geschäftsstelle der Johanniter in der Dr. Külz-Straße 5 oder unter 03631/90590 melden.
Angelo Glashagel
Autor: redMan habe gut vorgearbeitet und sei entsprechend gut aufgestellt, sagte Frank Gerstenberger, Kreisvorsitzender der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), welche die Betreuung der Neuankömmlinge übernimmt. In der Turnhalle der Nordhäuser Hochschule können jetzt temporär bis zu 60 Menschen untergebracht und versorgt werden.
Bisher hatte der Landkreis Neuankömmlinge vor allem in der Turnhalle der Berufsschule in der Straße der Genossenschaften untergebracht. Der neue Standort sei die bessere Lösung, sagte Gerstenberger, zum einen würde die Halle wegen der Semesterferien zur Zeit nicht genutzt und zum anderen sei das Umfeld dank des angrenzenden Sportplatzes größer und biete Raum für Aktivitäten. "Wegen des Schulbetriebs mussten die Flüchtlinge in der Straße der Genossenschaften während des Tages in der Halle bleiben", sagte der JUH-Vorsitzende, "hier können sie auch mal raus und für die Helfer ist die Logistik einfacher."
Bis zu 60 Personen können in der Turnhalle der Nordhäuser Hochschule wieder untergebracht werden (Foto: Angelo Glashagel)
Hilfsangebote bekommen die Johanniter als christliche Organisation vor allem aus dem Kirchenkreis und der Jugendkirche, berichtet Gerstenberger und auch die eigenen Kräfte aus den Einrichtungen der JUH und die Ehrenamtler des eigenen Katastrophenschutzzuges würden helfen. Da die "Mannstärke" der Johanniter vor allem in Nordhausen selbst zu finden ist, wolle man dafür sorgen das ein Teil der Flüchtlinge auch dezentral in der Stadt untergebracht werden kann. Ein weiterer Teil wird nach Sülzhayn weiterziehen, hier ist dann das Deutsche Rote Kreuz mit der Bergwacht zuständig.
Die Johanniter suchen noch nach Leuten, die bei der Essensausgabe behilflich sein können (Foto: Angelo Glashagel)
Hilfe bekommen die Rettunskräfte aber auch von anderer Stelle. In der Turnhalle der Hochschule packen zum Beispiel Andrey und Vanessa mit an, Studenten die am Projekt Integrationslotsen des Vereins Schrankenlos teilnehmen. Anfang August waren knapp 20 Helfer über das Projekt aktiv, heute sind es über 60, erzählt Andrey. Da sind auch Nader Mahboubkha, der schon seit Jahren in Nordhausen lebt und Nabil, der zu der ersten größeren Gruppe von Flüchtlingen gehörte, die Anfang des Monats den Landkreis erreichten. Sie sind gekommen um bei der Verständigung zu helfen - Nader Mahboubkha spricht fünf Sprachen fließend und Nabils Englisch ist ausgezeichnet, was den anderen Helfern die Arbeit enorm erleichtern dürfte.Auch Loni Grünwald, ehemals Beigeordnete des Landkreises und seit einiger Zeit im Ruhestand, ist in der Halle. Zusammen mit fünf anderen Freiwilligen hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, beim sortieren der Spenden zu helfen. Eigentlich macht sie das in den Räumen des LIFT Vereins. Während Frau Grünwald bei der Verteilung in der Turnhalle hilft, steht hier Birgit Freiberg, ebenfalls Ruheständlerin, und kämpft sich durch Berge an Kleidern, Hosen und T-Shirts. Seit vergangenem Donnerstag hat sich der Konferenzraum des LIFT bis unter das Dach mit Spenden gefüllt, erzählt sie. "Die Sachen kommen nicht aus der normalen Kleiderspende, die Leute bringen die Sachen selber hierher und wollen sicher stellen, dass ihre Spenden auch ja bei den Flüchtlingen ankommen", erzählt Frau Freiberg.
Einen Teil der Spenden, vor allem Bettwäsche und Handtücher, hat man schon umgelagert und zum Jugendsozialwerk gebracht. Das umlagern und verteilen funktioniere auch deshalb, weil Baumärkte wie etwa Hellweg und andere kostenlos Umzugskartons zur Verfügung gestellt haben, sagt Frau Grünwald in der Turnhalle der Hochschule.
Rettungskräfte und Ehrenamtliche Helfer, die Verteilung der Spenden, die Versorgung - im Gesamteindruck scheint die ganze Aktion aufgeräumter und organisierter zu sein, als noch vor zwei Wochen. Allerdings brauche man noch Leute, die bei der Essensausgabe helfen können, sagte Frank Gerstenberger. Wer Interesse hat sich hier zu engagieren, der kann sich bei der Geschäftsstelle der Johanniter in der Dr. Külz-Straße 5 oder unter 03631/90590 melden.
Angelo Glashagel



