So, 09:30 Uhr
13.09.2015
Stolperstart bei Umstellung auf Internet-Telefonie
1885 Beschwerden ausgewertet
Bis 2018 will die Telekom die klassischen Festnetzanschlüsse auf Internet-Telefonie umstellen. Schon jetzt zeigen sich teils große Schwierigkeiten, wie die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage (10. Juni bis 1. Juli 2015) der Verbraucherzentralen zeigen...
Insgesamt 1885 Verbraucher nahmen an der Studie teil und monierten mangelnde Informationen über die Technikumstellung, erhebliche Kosten, technische Störungen und unzureichenden Kundenservice.
Mangelnde Information. Ein Drittel der Befragten gab an, keine Informationen über eine Technikumstellung erhalten zu haben, rund 60 Prozent empfanden Informationen als unzureichend. Zudem war den Kunden nicht bewusst, dass Hausnotrufe bei Strom-ausfällen oder Verbindungsstörungen nicht funktionieren. Teilweise geschahen Tarifumstellungen automatisch oder die Kunden erhielten unvollständige Informationen zu Folgekosten.
Zusätzliche Kosten. Knapp 70 Prozent der Telefonkunden sind nach der Umstellung auf neue Geräte angewiesen, die einen Kostenmehraufwand bedeuten. Sie müssen entweder gekauft oder gemietet werden. Weitere Kosten entstanden vielen Verbrauchern dadurch, dass sie den Einsatz eines Technikers bezahlen mussten.
Technische Störungen. Rund 90 Prozent der Befragten bemängelten, dass die neue Technik nicht einwandfrei funktionierte,, weil sich die Verbindung nicht aufbaute (40 Prozent), Gespräche abbrachen (31 Prozent) oder die Gesprächsqualität schlecht war (30 Prozent).
Unzureichender Service. Dreiviertel der Befragten mussten sich an den jeweiligen Kundenservice wenden. Hier kritisierte jeweils ein Drittel u.a. die schlechte Erreichbarkeit der Hotline und die schleppende bzw. ausbleibende Bearbeitung der Anliegen.
In Thüringen wird die Umstellung eher in den kommenden Jahren in Schwung kommen, und damit theoretisch ähnliche Schwierigkeiten, sagt Ralf Reichertz, Referatsleiter für Recht bei der Verbraucherzentrale Thüringen. Aktuell seien vergleichsweise wenige Anschlüsse in den größeren Städten, wie Erfurt und Jena, davon betroffen. Die Umstellung auf IP-Telefonie, so wie sie jetzt geschieht, sehen wir als Verbraucherzentrale Thüringen sehr kritisch, so Reichertz, der zugleich mehr Offenheit, Transparenz und Verbraucherfreundlichkeit von den Telefonanbietern fordert.
Autor: redInsgesamt 1885 Verbraucher nahmen an der Studie teil und monierten mangelnde Informationen über die Technikumstellung, erhebliche Kosten, technische Störungen und unzureichenden Kundenservice.
Mangelnde Information. Ein Drittel der Befragten gab an, keine Informationen über eine Technikumstellung erhalten zu haben, rund 60 Prozent empfanden Informationen als unzureichend. Zudem war den Kunden nicht bewusst, dass Hausnotrufe bei Strom-ausfällen oder Verbindungsstörungen nicht funktionieren. Teilweise geschahen Tarifumstellungen automatisch oder die Kunden erhielten unvollständige Informationen zu Folgekosten.
Zusätzliche Kosten. Knapp 70 Prozent der Telefonkunden sind nach der Umstellung auf neue Geräte angewiesen, die einen Kostenmehraufwand bedeuten. Sie müssen entweder gekauft oder gemietet werden. Weitere Kosten entstanden vielen Verbrauchern dadurch, dass sie den Einsatz eines Technikers bezahlen mussten.
Technische Störungen. Rund 90 Prozent der Befragten bemängelten, dass die neue Technik nicht einwandfrei funktionierte,, weil sich die Verbindung nicht aufbaute (40 Prozent), Gespräche abbrachen (31 Prozent) oder die Gesprächsqualität schlecht war (30 Prozent).
Unzureichender Service. Dreiviertel der Befragten mussten sich an den jeweiligen Kundenservice wenden. Hier kritisierte jeweils ein Drittel u.a. die schlechte Erreichbarkeit der Hotline und die schleppende bzw. ausbleibende Bearbeitung der Anliegen.
In Thüringen wird die Umstellung eher in den kommenden Jahren in Schwung kommen, und damit theoretisch ähnliche Schwierigkeiten, sagt Ralf Reichertz, Referatsleiter für Recht bei der Verbraucherzentrale Thüringen. Aktuell seien vergleichsweise wenige Anschlüsse in den größeren Städten, wie Erfurt und Jena, davon betroffen. Die Umstellung auf IP-Telefonie, so wie sie jetzt geschieht, sehen wir als Verbraucherzentrale Thüringen sehr kritisch, so Reichertz, der zugleich mehr Offenheit, Transparenz und Verbraucherfreundlichkeit von den Telefonanbietern fordert.

