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Fr, 14:43 Uhr
11.09.2015
Projektwoche zum Thema Wasser am Mühlberg

Wissenswertes über Wasser

In dieser Woche führte der Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser in Kooperation mit der Heinz-Sielmann-Grundschule Niedersachwerfen eine Projektwoche durch. In dieser Woche wurde den Schülern Wissen rund um das Thema Wasser, speziell zu den Gewässern am Mühlberg vermittelt...

Unterrichtet wurden die Klassen hierzu von Frau Backhaus, Projektbearbeiterin beim LPV Südharz/Kyffhäuser e.V., welcher seit 2011 unter dem Vorsitz von Herrn Egon Primas MdL in den Landkreisen Nordhausen und Kyffhäuser agiert. Vorbereitet hat der LPV dieses Projekt in Kooperation mit Frau Blanke, Untere Wasserbehörde des Landkreises.

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So begann der Exkurs an der Schule, von wo aus ein kleiner Marsch zum Mühlbergweg begonnen wurde. Entlang der Bere, zum Regensborn bis hin zum Tanzteich ging die Wanderung. Unterwegs wurde viel Wissenswertes über Gewässer im Allgemeinen vermittelt: Was ist Wasser überhaupt? Woraus besteht es? Auf dem Weg zum Tanzteich kamen die Kinder an der Mühlbergquelle entlang, welche leider nur ausgetrocknet zu sehen war. Dennoch konnten sich die Kinder gut den Lauf des Wassers vom Gebirge, in das Auslaugungstal, das Fuhrbachstal und letztlich in die Quelle vorstellen.

Am Tanzteich angekommen wurde über die Entstehung des Gewässers spekuliert- hört man hier nachts wirklich noch die leisen Klänge der mittelalterlichen Tanzmusik aus dem Schloss des Raubritters, welcher einen armen Bettler nicht an dem Fest teilhaben lassen wollte und der daraufhin das Schloss verfluchte? Oder ist es doch eher der Erdfall gewesen, welcher in dem Gipsgestein hier ein großes Loch entstehen ließ?

Wissenswertes rund ums Wasser erfuhren die Grundschüler Niedersachswerfens am Mühlberg (Foto: Pressestelle Landratsamt)
Wissenswertes rund ums Wasser erfuhren die Grundschüler Niedersachswerfens am Mühlberg (Foto: Pressestelle Landratsamt)
Wissenswertes rund ums Wasser erfuhren die Grundschüler Niedersachswerfens am Mühlberg (Foto: Pressestelle Landratsamt)
Wissenswertes rund ums Wasser erfuhren die Grundschüler Niedersachswerfens am Mühlberg (Foto: Pressestelle Landratsamt)


Anschließend untersuchten die Kinder den Lebensraum am Ufer des Tanzteiches. Hier konnte man demonstrieren, was passiert, wenn Laub unter Wasser zersetzt wird. Alle hielten sich die Nasen beim Aufsteigen des Schwefelwasserstoffes zu, dessen Geruch unangenehm durch die Luft zog.

Interessante Entdeckungen machten die Kinder am Ablauf des Regensborn. Hier wurde mit Keschern und Becherlupen das Gewässer auf Vorkommen unterschiedlicher Lebewesen durchsucht. Am häufigsten fanden die Kinder Bachflohkrebse, aber auch Posthornschnecken, Schlammfliegenlarven, Zwergschwimmer und auch einige Dreistachelige Stichlinge waren dabei. Die Tiere wurden nach ihrer Bestimmung natürlich wieder unbeschadet in das Gewässer zurück gelassen.

Auf dem Weg zurück entlang der Bere wurden die Kinder auch auf unsachgemäßen Umgang mit den heimischen Gewässern hingewiesen. Große Ansammlungen von abgelagertem Rasenschnitt am Ufer können auf langfristige Sicht negative Auswirkungen auf das Gewässer haben, es drohen eine Eutrophierung oder aber bei Hochwasser auch eine Abschwemmung des Schnittes und somit die Verstopfung eventueller Engpässe unter Brücken etc.
Schließlich wurden die Inhalte des Tages nochmals in einem Quiz abgefragt, um den Tag so zu einem runden Abschluss zu bringen. Nach der 4-stündigen Exkursion kamen die Klassen geschafft, aber um einiges Wissen reicher, wieder in der Schule an.

Zu denken gab den Mitarbeitern des Landschaftspflegeverbandes die Aussage mancher Kinder, dass es in der Natur ja doch so viel zu entdecken gäbe. Hieraus und aus ähnlichen Aussagen lässt sich schließen, dass das vorherrschende Medium der Freizeit leider doch der Computer oder die Spielekonsole geworden ist. Wir hoffen, dass die Projektwoche bei den Kindern mehr Interesse an ihrer heimischen Natur geweckt hat, denn die Natur ist unser wertvollstes Gut und auch die nachfolgende Generation sollte sich dessen immer bewusst sein.
Autor: red

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
11.09.2015, 21:22 Uhr
Landschaftsplegeverband: "Natur ist wertvollstes Gut"!?
Das ist ein wichtiger und wegweisender Satz des LPV am Ende dieses Beitrages. Gerade erst wurde ein Ranking unter den OECD-Staaten in Sachen Nachhaltigkeit veröffentlicht. Deutschland wurde vor allem auf zwei Gebieten Nachholbedarf bescheinigt: beim Schutz bedrohter Arten und beim Einsatz von Stickstoff- und Phosphordünger in der Landwirtschaft, der weit überhöht sei.
Gerade stinkt die überhöhte Stickstoffdüngung auch im Landkreis wieder zum Himmel, weil die Bauern u.a. Mist auf ihre Felder bringen, von den Ausdünstungen der zehntausenden Darre-Schweine ganz zu schweigen. Vor der Landschaftspflege stehen große Aufgaben: auf den wenigen Flächen ohne zusätzlichen Stickstoffeintrag, die einst mit Schafen und Ziegen bewirtschaftet wurden, keine Rinderbeweidung zuzulassen, zu prüfen, auf welchen Magerflächen Rinderbeweidung durch schonende Methoden zu ersetzen ist und den konkreten, wuchsortbezogenen Artenschutz kompromisslos weiter zu fördern. Wird all dies nicht umgesetzt, werden die Worte des LPV Makulatur bleiben. Ich als Botaniker sehe draußen vielfach, dass sich zwischen Worten und Taten auf den genannten Gebieten seit Jahrzehnten gravierende Lücken befinden, die wider aller möglicher Biodiversitätsstrategien und FFH-Richtlinien nicht oder viel zu selten geschlossen werden.
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