eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Sa, 11:26 Uhr
29.08.2015
Zum internationalen Tierschutztag

Stopp dem illegalen Welpenhandel

Zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober rufen der Deutsche Tierschutzbund und seine angeschlossenen Mitgliedsvereine das Leitmotto „Stoppt den illegalen Welpenhandel!“ aus. Die Tierschützer machen dabei auf das immense Leiden der Hundewelpen und deren Muttertiere aufmerksam. Der "Welpenmafia" ginge es vor allem darum, schnelles Geld zu machen...

Allzu groß ist die Versuchung der Welpen-Mafia, schnelles Geld zu machen. Die Slowakei, Tschechien, Polen, Rumänien, aber auch Belgien und die Niederlande gehören zu den Ländern mit kommerziellen Hundezuchten. Die Welpen gelangen von dort in den Verkauf – unter anderem nach Deutschland, welches dabei oft auch Transitland ist.

Anzeige Refinery (lang)
„Die Hündinnen werden als Gebärmaschinen missbraucht, die Welpen leiden massiv, weil sie zumeist zu früh von der Mutter getrennt werden. Bisher sind es eher Zufallsfunde z.B. bei Drogenkontrollen im Schwerpunkt auf den Grenzautobahnen zu Osteuropa. Wir wollen gezielte Kontrollen mit mehr Personal, z.B. durch eine SOKO Hundehandel, und härtere Strafen für alle, die an diesem unseriösen Gewerbe mitverdienen“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und: „Wir appellieren aber auch an Alle, die sich für einen Hund interessieren: Kaufen Sie keine Welpen oder Hunde aus dem Kofferraum, auf der Straße oder übers Internet. Sie sind sonst Mittäter dieser skrupellosen Hundemafia.“

Seit Jahren kämpft der Deutsche Tierschutzbund gegen den Welpenhandel, unterstützt die Ermittlungen der Behörden und klärt auf. Zudem fordert er eine verbindliche Gesetzgebung, die Zucht und Handel regelt. Die Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes haben im vergangenen Jahr mehr als 650 Hundewelpen aus solch tierschutzwidrigen Transporten oder Verkäufen von den zuständigen Behörden übernommen. Leider bleiben die Tierheime dann zumeist auf den damit verbundenen hohen Kosten sitzen. „Natürlich tun wir Tierschützer alles, den Hunden zu helfen. Viele der Vereine fühlen sich aber von den Behörden bei der weiteren Betreuung im Stich gelassen“, so Schröder.

Das Leid der Welpen und ihrer Mütter

Die Welpen und ihre als Gebärmaschinen missbrauchten Mütter leben unter sehr schlechten Bedingungen. Zudem werden sie oft viel zu früh voneinander getrennt: Leben die Welpen bei verantwortungsbewussten Züchtern acht Wochen bei der Mutter, ist dies bei illegalen Tierhändlern in der Regel nur vier bis sechs Wochen der Fall. Die Folge können massive Verhaltensprobleme der Tiere sein, die, wenn überhaupt, nur mit aufwendiger Therapie in den Griff zu bekommen sind. An ihre neuen Besitzer werden die Hunde ohne die lebenswichtigen Impfungen abgegeben, häufig fehlen bei der Einfuhr nach Deutschland die Begleitpapiere oder diese sind gefälscht. Durch den Stress der frühen Trennung vom Muttertier und durch die Strapazen der langen Transportfahrten – meist ohne Wasser – wird das ohnehin bereits angeschlagene Immunsystem der Welpen geschwächt, schwere Erkrankungen sind die Folge. Viele der Tiere überleben nicht.

Am internationalen Welttierschutztag gedenkt man des Heiligen Franz von Assisi, dem Schutzpatron der Tiere, der für seine Tierpredigten bekannt wurde. Der Deutsche Tierschutzbund und seine über 750 angeschlossenen Mitgliedsvereine, die über 800.000 organisierte Tierschützerinnen und Tierschützer vertreten, organisieren in den Wochen vor dem Welttierschutztag regelmäßig Infostände und andere Aktionen.

Weitere Informationen zum Thema Welpenhandel finden Sie auf unserer Themenseite: www.tierschutzbund.de/kampagne-welpenhandel
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
fuerTiere
01.09.2015, 12:33 Uhr
Welpenhandel
Tierschützer schätzen den Umsatz, der pro Jahr mit dem Handel von Hundewelpen aus Massenzuchten erwirtschaftet wird, auf fast 400 Millionen Euro jährlich allein in Deutschland. Die Welpen, die auf Wochenmärkten oder in Annoncen angeboten werden, stammen zumeist aus Massenzuchten, Tierfabriken im osteuropäischen Ausland. Schon nach wenigen Wochen viel zu früh von den Mutterhündinnen getrennt, können die Kleinen nicht selten gerade erst laufen. Doch je kleiner und hilfloser das Hündchen wirkt, desto größer ist die Chance des Händlers, es zu verkaufen. Fast alle dieser Welpen sind krank, viele überleben nur wenige Wochen.
addi66
01.09.2015, 14:44 Uhr
Der Preis ist heiss
Solange es genug Menschen gibt, die einen geimpften, entwurmten und gechipten Welpen für maximal 150 bis 200 Euro kaufen wollen, solange wird es den Welpenhandel geben. Die saubere Aufzucht und Ernährung, kostet nun einmal Geld. Aber Geiz isst geil und das böse erwachen kommt später.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)