eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 10:01 Uhr
28.08.2015
Absage an Abschiebelager

Adams: Flüchtlinge schützen statt ausgrenzen

Dirk Adams, der Nordhäuser Landtagsabgeordnete für die Grünen mahnt angesichts der aktuellen Ereignisse "einmal mehr konsequenten Flüchtlingsschutz und eine humanitäre Politik statt Ausgrenzung an". Auf provisorische Unterkünfte solle so weit wie möglich verzichtet werden, dabei würde man die Kommunen unterstützen wo man nur könne...

Während aktuell Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, erfrieren und in Containern verdursten, Flüchtlingsunterkünfte brennen und Willkommensfeste, wie in Heidenau angedacht, verboten werden, findet gerade eine öffentliche Diskussion um die Einrichtung von sogenannten „Abschiebelagern“ insbesondere für Asylsuchende mit geringer Chance auf einen Aufenthaltsstatus statt.

Anzeige symplr (1)
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag mahnt angesichts dieser bitteren und beschämenden Realität einmal mehr konsequenten Flüchtlingsschutz und eine humanitäre Politik statt Ausgrenzung an.

Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzender Dirk Adams: „Es ist unsere politische Aufgabe, gute Rahmenbedingungen für eine vernünftige Flüchtlingsaufnahme auch und gerade unter den aktuell schwierigen Bedingungen zu schaffen. Unser Ziel ist es, soweit wie möglich auf provisorische Unterkünfte wie zum Beispiel Zelte oder Turnhallen zu verzichten. Dazu unterstützen wir die Kommunen wo wir können. Klar ist jedoch auch, dass es mit uns keine zentralen Abschiebelager für Asylsuchende, beispielsweise aus den Staaten des Westbalkans, geben wird. Wir werden keine Orte der Hoffnungslosigkeit schaffen! Stattdessen gilt es, das Asylverfahren nach rechtsstaatlichen Prinzipien zügig umzusetzen. Die Errichtung neuer Grenzen und Zäune zur Abgrenzung stellt für uns keinerlei Diskussionsgrundlage dar. Für uns gilt auch weiterhin: Die Würde aller Menschen ist unantastbar.“

Während von konservativer Seite derzeit ein populistischer Überbietungswettlauf zulasten der Flüchtlinge stattfindet, mahnt die grüne Fraktion zu Sachlichkeit, macht aber auch Haltelinien deutlich:

„Ebenso wenig wird es mit uns eine Rückkehr zu Sachleistungen statt Bargeld geben“, stellt die grüne Flüchtlingspolitikerin Astrid Rothe-Beinlich klar und betont: „Gerade angesichts unserer historischen Verantwortung hat der Schutz vor Diskriminierung höchste Priorität. So gehören Roma zu den am häufigsten verfolgten und am stärksten von Armut betroffenen Menschen. Abstriche am Grundrecht auf Asyl lehnen wir aus prinzipiellen Erwägungen ab – dazu gehört auch das Vorhaben, weitere Länder als sogenannte sichere Herkunftsstaaten auszuweisen."

„Eine Erhöhung der Sozialbetreuungspauschale für die Kommunen hatte der Landtag mit dem Haushalt 2015 beschlossen“, gibt Rothe-Beinlich weiter zu bedenken. „Es liegt nun an der Finanzministerin, diese Mittel auch entsprechend freizugeben“, so Dirk Adams, der zugleich haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion ist.

Auch die grüne Fraktion erwartet vom Bund eine dauerhafte finanzielle Beteiligung an den Kosten von Unterkunft und Betreuung.

„In der Flüchtlingsfrage müssen alle an einem Strang ziehen. Allein populäre, aber wenig wirksame Antworten und Forderungen helfen hier nicht weiter. Stattdessen muss es ein gutes Miteinander mit fairer Lastenverteilung in gemeinsamer Verantwortung geben“, stellen die GrünenpolitikerInnen klar.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Micha123
28.08.2015, 11:51 Uhr
Herr Adams
... Flüchtlinge schützen - Herr Adams.. - richtig! Aber der Schutz der Flüchtlinge beginnt im Ursprung, dass heißt es muss sofort etwas in den Ländern gemacht werden - aus denen die Menschen kommen.
Hier können und müssen alle Politiker, nicht nur aus Thüringen, Deutschland, Europa - sondern auf der ganzen Welt sofort zeigen, dass sie "Profis" sind.
Sie wollen jetzt zu sehen, dass 800.000 untergebracht werden - das wird schon irgendwie klappen.. Und dann? Dann kommen 2016 vielleicht 2.000.000 oder ..... ???
Es ist eine Kette ohne Ende und da muss man am Anfang beginnen, nur so wird ein Schuh draus.
Und in der Zeit jetzt, wo jeder Politiker debattiert, seine Meinung ab gibt, wo man Proteste und Gegenproteste macht - in dieser Zeit könnte schon gehandelt werden!
Und die Stimmung in der Bevölkerung.. es ist doch kein Wunder, wenn es immer mehr Protest gibt. Auf der einen Seite sind die Kommunen Pleite und plötzlich ist Geld da.
Die Krankenkassen haben die Tage verkündet, dass ihnen 500.000.000 Euro fehlen.. Was soll das erst werden, wenn jeder Flüchtling seine ihm zustehende Krankenversorgung hier bekommt (ohne einen Cent einzuzahlen)??
Ist das nächste "Griechenland" dann Deutschland? Setzen Sie sich auch mit den Sorgen und Nöten der Bevölkerung auseinander. Weil wie ich schon schrieb - es ist eine Kette ohne Ende.
Max Freiheit
28.08.2015, 23:07 Uhr
Die Schlepper wollen halt in bar abbezahlt werden!
Und keine Sachleistungen haben.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)